26. Juli – Findesatz-Gedicht

Man kann zwar den Tod nicht besiegen

wohl aber aber das Totsein zu Lebzeiten

Drum lass uns in jeden neuen Tag springen

Tanzen im Sommer und Herbst

Vögel beobachten und lernen wie sie ihre Flügel ausbreiten

Lass uns am Fluss sitzen

Frische atmen und der Stille zuhören

Lass uns im Frühjahr und Winter einen Berg besteigen

und unseren größten Wunsch in die Luft werfen

Lass uns Worte, Hände und Zugewandtheit teilen

Lass uns staunen über das Glucksen im Magen

das Rollen der Murmel und den Geschmack der Blaubeere

Lass uns den Wald aufsuchen und hoch zu den Baumkronen schauen

Lass uns einen fremden Menschen ansprechen und das Fremdsein überwinden

Lass uns fühlen wer wir sind und was uns glücklich macht

Lass uns Sterne sammeln

Freude schenken

und im Mondlicht baden

Lass uns den morgigen Tag ins Heute legen

23. Juli – Findesatz-Gedicht

Pausen sind nötig
Sie lassen uns finden
Malen Balance
Wehen Kreativität an
Siehst du den Vogel im Baum
wie er sich nach der Ruhe
emporschwingt und den Himmel küsst?
Siehst du den Hibiskus
der nachts sein Haupt schließt
um sich am Morgen wieder zu entfalten?
Siehst du die Schnecke
die in ihrem ureigensten Tempo ans Ziel kommt?

21. Juli – Findesatz-Gedicht

Warum gab es eigentlich so wenige Wörter für alles, was besonders schön war?
Wie lässt sich das Unsagbare beschreiben?
Ist Schönheit still?
Weiß mein Fenster mehr als ich?
Ahnen die Pflanzen ihre Schönheit?
Wird dieser Ort mir bleiben?
Ist die Welt klein?
Sind unsere Gedanken groß?
Sollen wir dem Mittelmäßigen davonspringen?