abc-Etüden 45/46.2019

Etüden Nov

Ich habe mich von den ABC-Etüden einladen lassen. Christiane stellt alle zwei Wochen drei Begriffe in ihren Blog, die in maximal 300 Wörter verpackt werden sollen. Die Worte stammen diesmal von Anna-Lena https://visitenkartemyblog.wordpress.com und lauten: Himmelsleuchten, recycelbar, ausreisen.

Hier kommt meine Etüde:

Sie geht die Straße entlang. Die kühle Novemberluft malt ihre Wangen rosig. Sie mag das Geräusch des Laubs unter ihren Füßen. Das Zersplittern der Blätter und die sanfte Schönheit des Vergänglichen. Fast ist es, als lösen sich die Blätter auf. Was eine wunderbar recycelbare Natur, denkt sie. Hier lernen wir, wie Leben geht. Wie Leben nicht stillsteht und doch das Leise liebt. Im aufsteigenden Nebel des Morgens spürt sie, wie nah sich Himmel und Erde sind. Die Luft füllt ihre Lungen mit Erwachen. Es ist, als atme sie die Herbstfarben mit ein. Kleine Streifen zeigen sich am Horizont. Der Himmel tuscht sich rötlich und verändert seine Formen. Das Christkind backt, sagten ihre Tanten früher zu ihr, wenn sich dieses Himmelleuchten zeigte. Auch sie sagte diesen Satz zu ihren Kindern. Sie trägt den Satz noch heute in sich. Es gibt Sätze, die wohnen in uns. Eingepflanzt von Menschen die uns umgeben, nisten sich ein und leben mit uns. Es gibt Sätze, die sind leicht und tragen viel Gewicht. Ein Gewicht, mit dem wir gut durchs Leben tanzen können. Sie heben uns auf, wenn wir stolpern, greifen uns unter die Arme und heben den Blick. Ihr Atmen wirft Wölkchen. In ihrer Manteltasche fühlt sie die Glätte einer aufgehobenen Rosskastanie. Lange wird sie diese Kastanie mit sich tragen, das ahnt sie. Sie wird sie fühlen wenn sie auf den Bus wartet, an einer Kasse ansteht oder wie nun spazieren geht. Sie mag ihre Mütze und die Wärme des Schals. Eine Hängematte am Strand wäre eine Alternative, versprach ihr ein Zettel im Briefkasten. Dem Alltag entfliehen. Der wiederkehrenden Kühle des Novembers. Blaues Wasser, weißer endlos scheinender Strand. Das alles auf Hochglanz. Nein, sie möchte nicht ausreisen. Sie möchte genau dort sein, wo sie nun ist, mit genau dem Knirschen unter ihren Füßen.

Findesatz 111

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Diesen Findesatz habe ich heute in einem Ort namens Keyenberg versteckt. Dort fand heute ein Dorfspaziergang mit Carola Rackete unter dem Thema „Kohle stoppen -Klima retten!“ statt.
Keyenberg ist einer der Orte, die in der hiesigen Region wegen der Braunkohle weggebaggert werden soll. Dagegen wehren sich viele Menschen, zumal die Braunkohle eine auslaufende Energieform ist. Carola Rackete unterstützt diese Aktion und es hieß heute „Gemeinsam für Menschenrechte – auf dem Mittelmeer und in den von der Braunkohle bedrohten Dörfern.“

Mein Besuch der 71. Frankfurter Buchmesse – Tag 6

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Hier kommt mein Bericht vom 6. und damit letzten Tag der 71. Frankfurter Buchmesse.
Der Sonntag war der Abschluss der Frankfurter Buchmesse und ich blickte gespannt darauf, was mich heute erwarten würde. Wie in den Tagen zuvor, hatte ich mir einige Veranstaltungen herausgesucht, anderes geschah spontan. Mir war es heute wie auch an allen anderen Tagen nicht möglich, all das zu besuchen, was mich interessierte. So ist dieser gesamte Bericht nur ein kleiner Einblick in diese Buchmessen-Woche mit dem enorm reichhaltigen und interessanten Programm.

Auch an diesem Tag war die Buchmesse gut gefüllt. Oft schaute ich mir die Menschenmenge an und dachte: Das Buch lebt, es ist bunt und vielfältig wie diese Messe. Die offiziellen Besucherzahlen bestätigten meinen Eindruck: Insgesamt kamen 302.267 Besucherinnen und Besucher zur Buchmesse, ein Zuwachs von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein Grund, optimistisch in die Buch-Zukunft zu schauen.

Mein erster Weg an diesem Morgen führte mich zu der Veranstaltung „Ein Appell von Reinhold Messner: Rettet die Berge“. Reinhold Messner, dessen neues Buch „Der Eispapst: Die Akte Welzenbach“ heißt, wurde von Stefan Mayr interviewt. „Der Berg ist absichtslos. In der Auseinandersetzung Berg – Mensch macht nur der Mensch Fehler. Der Berg kann keine Fehler machen.“, so Reinhold Messner.

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Hiernach hörte ich David Höner im Gespräch mit Danielle Baumeister zu, der zu seinem Buch „Kochen ist Politik. Warum ich in den Dschungel gehen musste, um Rezepte für den Frieden zu finden“ erzählte. Mit seiner Hilfsorganisation „Cuisine sans frontieres“, Kochen ohne Grenzen, reist David Höner durch Krisenregionen der Welt, um Menschen beim Kochen und Essen einander näher zu bringen. „Das Rezept ist jetzt nicht, man nehme 10 Gramm Salz und 1 Kilo Mehl, das Rezept ist die Begegnung.“, war einer seiner Sätze. Ein weiterer seiner Gedankengänge: „Wenn ich zum Beispiel zu Ihnen komme und sage, ich hätte gerne 100 Gramm Mehl, weil ich kein Mehl mehr zu Hause habe und ich möchte einen Kuchen backen, dann werden Sie mir das Mehl geben und nicht sagen, Sie müssen mir aber Morgen 150 Gramm Mehl zurückgeben, sondern ich krieg das und ich bringe dann 100 Gramm Mehl mit einer Tafel Schokolade oder einem Stück Kuchen zurück, weil ich mich so freue. Diese Art und Weise zu handeln, ist eine menschliche Art und Weise zu handeln. Aus unerfindlichen Gründen haben wir das umgedreht und in unserer Wirtschaftshaltung machen wir genau das: wir geben 100 Gramm Mehl und bestehen darauf, dass wir 150 Gramm Mehl zurückbekommen. Und wenn wir die 150 Gramm nicht zurückbekommen, bestrafen wir den anderen.“ Noch ein weiterer seiner Gedankengänge: „Ich glaube, alle wollen die Welt verbessern. Alle können das auch. Weltverbessern ist nicht das Privileg von ein paar wenigen Leuten, die das gerne möchten, sondern Weltverbessern ist eigentlich der ganz normaler Inhalt, den wir haben, wir wollen uns und unseren Familien und unserer Umwelt mit guten Taten eine Verbesserung zukommen lassen.“

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Im Norwegen-Pavillon wollte ich Jostein Gaarder erleben. Sein Buch „Sophies Welt“ ist sicherlich den meisten Menschen ein Begriff. Sein neues Buch trägt den Titel „Genau richtig, Die kurze Geschichte einer langen Nacht.“ Jostein Gaarder war leider erkrankt, doch seine Rede wurde nun vorgelesen. Hier ein Auszug daraus: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Diese Regel muss selbstverständlich die nächste Generation miteinbeziehen. Sie muss absolut alle, die nach uns auf diesem Planeten leben werden, miteinbeziehen. Die Menschen leben nämlich auf dieser Erde nicht alle gleichzeitig. Die gesamte Menschheit lebt nicht auf einmal. Es lebten Menschen vor uns hier, manche leben jetzt und wiederum andere werden nach uns leben, aber auch die, die nach uns leben werden, sind unsere Mitmenschen. Wenn wir es schaffen wollen, unsere eigene Lebensmittelversorgung und biologische Vielfalt dieses Planeten zu erhalten, setzt dies eine kopernikanische Wende in unserem Denken voraus. Genauso naiv wie es war zu glauben, dass alle Himmelskörper um unsere Erdkugel kreisen, genauso naiv ist es, so zu leben, als drehe sich alles um unsere Zeit.“ Auch wenn er selbst nicht da sein konnte, seiner Rede zuzuhören, war sehr schön.
Ein Foto von Jostein Gaarder an diesem Tag ist demnach nicht möglich, doch ich konnte ihn erleben, als er am Dienstag aus dem Literaturzug ausstieg. Das Foto füge ich nun hier ein, ihr seht Jostein Gaarder vorne rechts:

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Denis Scheck erlebte ich auch auf der ARD Bühne mit „Best of Druckfrisch“. In seiner gewohnt temporeichen und humorvollen Art stellte er Bücher vor und endete mit den Worten: „Sie müssen Ihre eigene Intelligenz als Leserin und Leser und Ihren eigenen Geschmack entwickeln, wir kommen ja nicht als Menschen zur Welt, wir müssen uns erst selber dazu machen, indem wir unsere Fähigkeiten ausbilden. So eine Buchmesse wie die in Frankfurt ist eine wunderbare Gelegenheit, den Verstand an Literatur zu schärfen und selber auf den Geschmack Lesen zu kommen.“

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Auf der ARD Bühne waren die nächsten Gäste Heiko und Roman Lochmann, früher bekannt unter „Die Lochis“, die hier ihre Geschichte erzählten. Ihr habt es sicherlich längst gemerkt, das Programm der Frankfurter Buchmesse ist sehr vielfältig. Hier seht ihr, dass viele Menschen und wie erwartet besonders jüngere Besucherinnen und Besucher Heiko und Roman Lochmann zuhörten:

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Draußen signierte Ursuala Poznanski die „Erebos“-Bücher:

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Am Wochenende dominierten die Cosplayer das Bild der Frankfurter Buchmesse. Hier machten sie gerade eine Polonaise:

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Plätze fanden sich überall:

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Da ich die Hilde Domin sehr schätze, führte mein Weg mich nun zu Marion Tauschwitz. Marion Tauschwitz war fünf Jahre lang eine enge Vertraute von Hilde Domin und hat sie bis zu deren Tod begleitet. Sie hat bereits eine Biografie zu Hilde Domin geschrieben, in ihrem jetzigen Buch „Das unverlierbare Leben: Erinnerungen an Hilde Domin“ schreibt sie über ihre persönlichen Erlebnisse mit ihr.

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Wieder führte mein Weg zur ARD Bühne, wo ich das Ende der Buchpräsentation „Der junge Doktorrand“ von Jan Peter Bremer mitbekam, bei dem Denis Scheck den Autor interviewte. „Ich habe nie etwas anderes gemacht als Schreiben, mein erstes Buch ist erschienen als ich 22 war und ich kann auch eigentlich nichts anderes.“, war einer der Sätze von Jan Peter Bremer.

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Nun gab es ein interessantes Gespräch auf dieser Bühne, bei dem der Schlafforscher Albrecht Vorster vom Moderator Thomas Ranft interviewt wurde. „Warum wir schlafen“ ist das Buch des Schlafforschers. „Der Schlaf ist definitiv keine Zeit der Ruhe, da wird so viel herumgewerkelt und herausgeschraubt wie zu keinem anderen Zeitpunkt tagsüber.“, so Albrecht Vorster. Unter anderem erzählte er, dass wir im Schlaf all das nochmal erleben, was tagsüber eine große Bedeutung für uns hat. Wie schön, dachte ich, dann habe ich die Frankfurter Buchmesse in der Nacht gleich noch einmal erlebt. Auch ihm hätte ich noch lange zuhören können.

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Auf dem blauen Sofa konnte ich dann Jojo Moyes erleben, deren neues Buch „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ präsentiert wurde. „Ich glaube an die Bildung und an das Wissen, denn wenn wir nichts wissen, dann können wir gar nichts, dann haben wir nicht die Bausteine zur Verfügung.“, so Jojo Moyes im Gespräch mit der Moderatorin Susanne Biedenkopf.

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Nach einer Pause im Freien, konnte ich der Veranstaltung „Zwischen Hilflosigkeit und Hoffnung – Leben mit dem Klimawandel“ zuhören. Luisa Neubauer hörte ich erneut, die hier sagte: „Das ist die andere große Lehre aus der Vergangenheit, wenn Menschen etwas wirklich wollen, dann geht richtig viel, viel mehr als wir uns vorstellen können.“ Von Thore D. Hansen nahm ich den Satz mit: „Die Lösungen sind da, es liegt tatsächlich an uns. Wenn wir das politisch wollen, dann geht das.“ Prof. Uwe Schneidewind sagte: „Hoffnung ist eine innere Ressource, mit der ich die Kraft in mir mobilisiere.“ Und Michael Müller äußerte sich während des guten Gesprächs: „Wenn ich mal Urenkel habe, dann möchte ich den Urenkelinnen-Test bestehen. Wenn meine Urenkel später fragen: He, der Uropa, der hat doch genau in der Zeit gelebt, als Luisa Neubauer die tollen Bücher schrieb, was hat er denn damals gemacht, hat er die unterstützt, hat er die Welt umkonstruiert? Das wird die Urenkelinnenfrage sein.“

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Ich konnte dem Gespräch nicht weiter folgen, da ich nun ein Presse-Ticket für die Veranstaltung der „Feierlichen Übergabe: Ehrengast Norwegen 2019 – Ehrengast Kanada 2020“ hatte. So führte mich mein Weg erneut zum Norwegen-Pavillon zu meiner letzten Veranstaltung dieser Buchmesse.
Während dieser Veranstaltung dachte ich noch einmal, dass Norwegen ein tolles Gastland dieser Buchmesse war, das viele wunderbare Autoren präsentiert hat. Hier seht ihr das norwegische Team, das ich am Ende fotografieren konnte:

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Im Gespräch zwischen Erlend Leo (Norwegen) und der schlagfertigen Margret Atwood (Kanada) ging es bei dieser Veranstaltung sehr amüsant zu und beide feixten in liebevoller Weise damit herum, welches Land denn nun mehr zu bieten habe. Hier seht ihr sie mit dem Moderator Thomas Böhm:

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Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse sagte anschließend zu den beiden, er wisse nicht, wie man das in Englisch sage, in Deutsch würde man sagen. „Ihr seid schon zwei sehr coole Socken.“ In der Rede von Juergen Boos tauchte auch dieser Satz auf: „Es geht darum, die Menschen zusammen zu bringen.“, und ich dachte beim Zuhören, das vermag diese Veranstaltung wie die ganze Buchmesse und diese wundervolle Welt der Bücher.
Margit Walsø, die Direktorin von NORLA (NORLA hat im Auftrag der norwegischen Regierung den Gastlandauftritt dieser Buchmesse organisiert), fasste zusammen: „Es ging sehr um die Freude am Lesen und alles was hier passiert ist, zwischen den Autoren und dem Publikum, das war sehr inspirierend und das nehmen wir mit.“
Anschließend sagte Caroline Fortin, die Vorsitzende Canada FBM 2020, in ihrer Rede, sie glaube daran, dass Kanada uns im nächsten Jahr überraschen werde. Ja, das glaube ich ihr sofort.
Hier seht ihr die Übergabe des eigens hierfür geschaffenen Kunstprojekts, links im Bild Margit Walsø, rechts Caroline Fortin:

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Dieses Gedicht von Georgette Leblanc wurde eingespielt, mit dem Kanada sich für diese Buchmesse 2020 präsentierte:

Ich bin, sind
Von Verwandten zu Verwandten zu Verwandten
All my relations, alle verbunden
Hier ist der Ort des Gedichts
Unsere Augen erfüllt von lebendigen Landschaften
Wir sollten es wissen, wir sind die Träumenden
X, wir sind verantwortlich
Für Schönheit
Ich packe das Eis bei den Hüften
Ich weiß, was ich tue, trotz meiner Jugend
Seine Mutter spricht in Bildern
Auch Sprache ist ein Naturphänomen
Ich kann nur Löwenzahn, Rabe und ein paar Brocken Alge
Kreative Aktivität aller Art wird möglich
Energie wird nicht länger unterdrückt
Man kann immer etwas aus seinem Leben machen
Etwas Altes oder Neues
Von Verwandten zu Verwandten zu Verwandten

Die Inuit Throad Singers Charlotte Quamaniq und Alexa Galloway-Alainga mit einem Kehlgesang:

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Die kanadische Sängerin Amanda Rheaume schenkte ein Lied, in dem es um „Story telling“, dem Geschichten erzählen, geht. Ich war berührt, als Amanda Rheaume mit ihrer Stimme und der Gitarre den Raum füllte und am Ende die vielen Menschen aus den unterschiedlichen Ländern in ihr Lied miteinstimmten. Was ein wunderbarer Abschluss dieser Buchmesse!

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Thomas Böhm gab dem Publikum zur Verabschiedung diese Worte mit: „Sie können ein großartiges literarisches Nachspiel der Buchmesse genießen, denn Sie haben die überwältigende Auswahl all der Bücher, die übersetzt worden sind (…) Sie brauchen einfach nur in die Buchhandlung Ihres Vertrauens gehen, wenn Sie die Bücher im Internet bestellen, stirbt irgendwo ein Einhorn.“

Tschüss, Frankfurter Buchmesse!

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Ich blicke auf eine intensive und wunderbare Buchmessen-Woche zurück. Es war eine Feier der Geschichten! Neben der großen Leselust auf viele neue Bücher, nahm ich zahlreiche gute Gedanken und Inspiration mit.
Diese Buchmesse hinterlässt bei mir den Gedanken, dass wir Menschen viel aus Büchern lernen können und Bücher die Welt besser machen. Die Bücher, die ich kennenlernen durfte, und die Gespräche, die ich erlebte, schenken viel Hoffnung, sie betonen das Miteinander und den wichtigen Einsatz für den Klimaschutz.
Schön, dass ihr Leserinnen und Leser an meiner Buchmessen-Woche teilgehabt habt.

Es grüßt euch, Marion, die dankbar auf diese Buchmesse zurück blickt und bereits Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse 2020 hat.
Ich im Spiegel im Norwegen-Pavillon:

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Mein Besuch der 71. Frankfurter Buchmesse – Tag 5

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Hier kommt mein Bericht über meinen 5. Tag bei der Frankfurter Buchmesse. Am Wochenende ist die Frankfurter Buchmesse für Privatbesucher geöffnet. Das war an diesem Samstag spürbar, denn es wurde nun voller. Ein gutes Zeichen, dass Menschen Bücher lieben und gelesen wird!

Mein Tag auf der Buchmesse begann im Lesezelt. Dort wurde mit den Preisträgern des Jugendlitertaturpreises 2019 gesprochen. Der Jugendliteraturpreis wurde am Abend zuvor auf der Buchmesse verliehen. Hier hörte ich eine Weile zu. Auf diesem Foto seht ihr Iris Anemone Paul, die in der Kategorie Bilderbuch mit ihrem Buch „Polka für Igor“ gewonnen hat:

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Nun ging ich zum Norwegen-Pavillon, da ich den Schriftsteller Thomas Espedal gerne einmal live erleben wollte. Er und die Schriftstellerin Roskva Koritzinsky wurden von John Freeman zu der Thematik Kurzgeschichten interviewt. Hier legte Thomas Espedal gerade dar, wie poetische Musikalität in einer Kurzgeschichte wohnen kann: „Bababap pomm bababap pomm, dadadadooo, dadadadidado, totottotink,da da da dadooo, todo domm.“:

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Eine ältere Frau neben mir schwärmte nach der Veranstaltung: „Hach, es hat mir so gut gefallen, es war so erfrischend, es war wunderbar.“

Sehr gespannt war ich auf die Veranstaltung „Klimakrise – wie können wir der Aufgabe gerecht werden?“. Luisa Neubauer, die Klimaaktivistin, die für die deutsche Fridays for Future Bewegung federführend ist, traf sich zum Gespräch mit dem CDU Politiker und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet. Das Gespräch wurde begleitet von der Spiegel-Redakteurin Annette Bruhns. Luisa Neubauer hat das Buch „Vom Ende der Klimakrise“ gemeinsam mit dem Soziologen Alexander Repenning geschrieben, in dem es um die Geschichte unserer Zukunft geht. Es war eine spannende Diskussion und wie erwartet vertraten Luisa Neubauer und Armin Laschet sehr unterschiedliche Standpunkte. Luisa Neubauer erntete viel Applaus und Zuspruch in diesem großen Congress Center. Hier einige ihrer deutlichen Aussagen: „Die Zeit läuft uns davon, ich denke nicht daran, was wir in zehn Jahren machen, ich denke daran, was wir nächstes Jahr machen müssen, welche Weichen gestellt werden müssen und wann das in den Köpfen der Menschen gelangt, die diese politischen Entscheidungen treffen müssen, die diese Impulse treffen und die in der Verantwortung stehen (…) Wir haben eben keine Zeit mehr, es leiden Menschen auf der ganzen Welt und wir vernarren uns hier in kleinen Fragen und wir vergessen, dass es gerade um Leben und Tod geht.“

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Hiernach besuchte ich den Norwegen-Pavillon erneut, um Maja Lunde zuzuhören. Im Gespräch mit John Freeman ging es um „Natur und Literatur“. Nach „Die Geschichte der Bienen“ und „Die Geschichte des Wassers“, hat Maja Lunde nun das Buch „Die Letzten ihrer Art“ geschrieben. Es ist der dritte Band ihres geplanten Klimaquartetts. Auch ihr liegt das Thema Klimaschutz sehr am Herzen, das war in dem Interview deutlich zu spüren. Hier einer ihrer Gedanken: „Die meisten von uns werden nicht leugnen, dass wir nicht gut mit unserem Planeten umgehen und wenn wir unseren Lebensstil nicht ändern, werden wir und jede andere Gattung ganz große Probleme haben.“ Sie erzählte, dass sie oft schlecht schlafe, da sie große Sorge um unseren Planeten habe. Sie schreibe auch diese Bücher, um damit etwas zu verändern und sie sagte so wahr, Literatur berühre die Leserinnen und Leser und gehe direkt ins Herz. „Ich glaube, dass wir anfangen müssen, der Natur zu folgen, wir müssen anfangen eine Pflanze anzuschauen, ein Tier anzuschauen und ihren Wert zu sehen und nicht einfach denken, dass die Natur etwas ist, was für uns nur als Werkzeug fungiert.“, so ein weiterer Satz von Maja Lunde.

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Neben diesen guten Veranstaltungen bestand die Buchmesse auch aus Zeit für Begegnungen. Ich traf mich nun mit Christiane https://365tageasatzaday.wordpress.com und Karin https://11sternschnuppe11.wordpress.com . Es war ein sehr schönes Treffen, bei dem wir erzählten und umher gingen. Zudem tauchte eine verloren gegangene Handtasche wieder auf, was zeigt, dass es auf der Buchmesse nicht nur literaturbegeisterte sondern auch ehrliche Menschen gibt. Schließlich trennten sich unsere Wege wieder, doch wir waren für den Abend erneut miteinander verabredet.

Erinnert ihr euch an den WWF Stand, von dem ich am ersten Tag erzählte? Auch zu dieser Frage lud der Stand ein:

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Mein Weg führte mich nun zum Blauen Sofa, wo ich John Strelecky erleben konnten. Viele kennen ihn sicherlich von den Büchern „The Big Five for Life“ oder „Das Café am Rande der Welt“.
Sein neues Buch „Auszeit im Café am Rande der Welt“ wurde im Gespräch mit Michael Sahr präsentiert. Hier einige von John Streleckys Gedanken: „Wenn wir nicht aufpassen, wird der Tag zur Woche und die Woche zum Monat und der Monat zum Jahr und plötzlich sagt man sich, oh ist schon wieder Weihnachten, und dann ist schon wieder ein Jahr vorbei und deswegen sage ich immer: Man sollte lieber das Abenteuer wagen und was probieren, auch wenn man nicht weiß, ob man es 100 % schafft, aber man lebt es einfach.“
„Weil das Ziel im Leben nicht ist, das Leben irgendwie durchzustehen (…) wenn man dann soweit gekommen ist, das man etwas macht, das einem Spaß macht, dann will man die Zeit nicht irgendwie rumkriegen, man will am Ende des Lebens zurückdenken und sagen: Mein Leben war wirklich toll, ich habe genau das gemacht, was ich tun wollte.“
„Mein Traum ist einfach, das man das Leben zulässt, das in einem steckt und dazu steht, was man besonders macht und dann öffnet sich die Tür zu einer eigenen Welt und ich bin davon überzeugt, dass wir so auch die Welt positiv verändern können. Wenn man sich erlaubt, sich selbst zu sein, ganz authentisch, dann inspiriert das auch alle anderen, die einen sehen.“
Es war ein tolles Interview und ich hätte John Strelecky noch lange zuhören können.

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Kurz erlebte ich Ulrich Tukur auf dem blauen Sofa, der diesmal nicht als Tatort-Kommissar in Erscheinung trat, sondern von Cecile Schortmann zu seinem Buch „Der Ursprung der Welt“ interviewt wurde.:

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Weiterhin konnte ich Melanie Raabe (links im Bild) bei der Veranstaltung „Vom Print zum Podcast“ eine Weile zuhören. Sie und Isa von Heyl (rechts im Bild) wurden hierzu interviewt:

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Danach besuchte ich die Buchvorstellung „Mama Superstar“ von Manik Chander und Melisa Manrique. Das Buch erzählt die Geschichte von 11 Frauen, deren Mütter nach Deutschland emigriert sind. Sie teilen ihre Geschichten in dem Buch und machen damit Mut und zeigen zudem, dass ihre emigrierten Mütter Superstars sind. Links seht ihr die Moderatorin, rechts Manik Chander, eine der Herausgeberinnen.

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Wie jeden Tag lud auch das Draußen ein:

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Hier eine Malaktion, passend zu dem Buch „Im Unterland“ von Robert Macfarlane, in dem es um eine Entdeckungsreise in die Welt unter der Erde geht:

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Auf der Buchmesse ging es friedlich zu und die Polizistinnen und Polizisten konnten die Aussicht genießen:

Im Frankfurt Pavilion hörte ich eine Weile bei „Stern Crime Talk – Wahre Verbrechen – wahre Romane“ zu. Charlotte Link (rechts im unteren Bild) und Sabine Thiesler (mittig im Bild) wurden von Samuel Björk interviewt. „Ängste ist etwas, das uns alle beschäftigt, oft mehr als wir nach außen zugeben.“, so Charlotte Link.
Charlotte Link erzählte Anekdoten aus ihrem Leben. Schon als Kind habe sie sich Geschichten ausgedacht und die Rollen im Spiel mit ihren Freundinnen verteilt. Manchmal hätten ihre Freundinnen geweint, seien nach Hause gegangen und konnten abends nicht einschlafen. Natürlich haben sich am nächsten Tag die Mütter der anderen Kinder bei Charlotte Links Mutter beschwert. Ihr seht, ihren Hang zu spannenden Geschichten trug sie bereits als Kind in sich. Es kann auch äußerst humorvoll zugehen wenn es um Kriminalgeschichten geht, das zeigt auch dieses Bild:

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Kai Wiesinger erlebte ich auch kurz. Er wurde von Anna Engel interviewt zu seinem Buch: „Der Lack ist ab.“ „50 ist das neue 30, sagt sich schön, doch der Meniskus versteht das nicht.“, war einer seiner humorvollen Sätze.

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Bei einer Pause im Pressecentrum wuchs meine Vorfreude auf die nächste Veranstaltung: Die Literaturgala. Vorab konnte ich an dem Photocall teilnehmen, bei dem in angenehmer Atmosphäre so kurz vor der Literaturgala die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Gala für Fotos zur Verfügung standen:

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Ihr seht: Thomas Böhm, Juergen Boos, Maja Lunde, Bärbel Schäfer, Margaret Atwood, Ken Follett, Elif Shafak, Bela B Felsenheimer, Colson Whitehead und Nina Petri.

Gemeinsam mit Christiane und Karin genoss ich dann diesen wunderbaren Abend.
Bärbel Schäfer eröffnete die Literaturgala mit den Worten: „(…) Die Frankfurter Buchmesse ist ein Ort der Vielfalt, des Respektes und der Anerkennung des Anderen und ich habe das Gefühl, wo Literatur ist, wo Kreativität ist, da ist auch immer Hoffnung.“ Es war eine Literaturgala, bei der großartige Menschen zu Wort kamen, tolle Bücher vorgestellt wurden und während der Interviews Lachen ebenso wie Tiefgang das Congress Center erfüllte.
So wurde die Autorin Elif Shafak zu ihrem aktuellen Roman „Unerhörte Stimmen“ interviewt. Colson Whitehead erzählte zu seinem Buch „Die Nickel Boys“. Maja Lunde wurde zu ihrem Buch „Die letzten ihrer Art“ interviewt.
Bela B Felsenheimer und Nina Petri lasen Auszüge aus den Büchern vor.
Ken Follett las an diesem Abend aus seinem Buch „Notre-Dame“. Das Buch kam zustande, da er nach dem Brand in Notre-Dame von seinem französischer Verleger gefragt wurde, ob er ein Buch über Notre-Dame schreiben würde, dessen Einnahmen der Wiederaufnahme der Kirche dienen würde.
Und schließlich betrat Margret Atwood an diesem Abend die Bühne. Ihr aktuelles Buch trägt den Titel „Die Zeuginnen“ und ist eine Art Fortsetzung von „Der Report der Magd“. Damals habe sie nicht damit gerechnet, dass es eine Fortsetzung geben würde, doch die Zeiten machen das erforderlich, so erzählte sie. Im Gespräch bekundete Margret Atwood, die 2017 mit den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, ihre Sympathie mit der Extinction-Rebellion-Protestbewegung. Wäre sie noch jünger, so Margret Atwood, würde sie sich an den Blockaden dieser Bewegung beteiligen. Auch aus ihrem Buch wurden Auszüge vorgelesen.

Die Literaturgala endetet mit den Worten von Moderator Thomas Böhm: „Und dass wir uns und unsere Lebensweise ändern können, dass das geht von jetzt auf gleich, wenn wir es wollen, dafür liefert die Literatur das Modell. Jedes der vorgestellten Bücher heute Abend ist das Modell einer anderen Welt, in der wir menschliche Grausamkeit erkennen können, in der poetische Gerechtigkeit denen widerfährt, deren Leiden sonst ohne Beachtung bliebe, eine Welt, in der uns Solidarität und Humanität als Maßstäbe vor Augen geführt werden.“

So endete ein wundervoller und inspirierender 5. Tag der Frankfurter Buchmesse.

Morgen geht es weiter mit meinem Bericht vom 6. und damit letzten Tag auf der Frankfurter Buchmesse.

Mein Besuch der 71. Frankfurter Buchmesse – Tag 4

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Heute werde ich von meinem 4. Tag auf der 71. Frankfurter Buchmesse erzählen. Die bisherigen Tage waren bereits intensiv, dennoch freute ich mich auf diesen neuen Buchmesse-Tag, wusste ich doch darum, dass mich wieder gute Veranstaltungen erwarteten würden. Ihr merkt es sicherlich, ich mag die Frankfurter Buchmesse sehr.
Heute wurde es bereits etwas voller, was vermutlich am Freitag lag und dem beginnenden Wochenende.
Mein Tag begann mit einem Gang durch die Halle in der sich die Kunstbücher befinden, das erlebe ich immer als einen Höhepunkt, da dort eine besonders schöne Atmosphäre vorzufinden ist. Hier war es, als tickten die Uhren etwas langsamer und es war weniger turbulent als in anderen Hallen.
Immer wieder schön und dazugehörend, der Kleinheinrich Buchkunst Verlag:

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Auch machte ich wie bereits im Jahr zuvor Halt bei Kasia Lewandowska und ihren schönen Werken. Ich mag es, wie sie Bild und Wort miteinander verbindet:

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Nach einem schönen Gespräch mit ihr ging es weiter durch diese Halle. Hier ließen sich viele Menschen finden, die mit großer Liebe ihre Bücher gestalten.
In dieser Halle gab es auch Kreatives von The Arts+ und B3 Biennale zu bestaunen:

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Diese Figur schien die Buchmesse auch zu mögen:

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Hier seht ihr Kinder der Melibokusschule Zwingenberg, die an diesem Tag die Buchmesse besuchten:

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Meine erste Veranstaltung führte mich zu der Diskussionsrunde „Meinungsfreiheit und Solidarität“. Die Teilnehmenden Deniz Yücel, Jennifer Clement, Alexander Skipis, Ine Marie Eriksen Søreide und die Moderatorin Esra Küçük diskutierten über Möglichkeiten der praktischen Solidarität. In seinem Buch „Agentterrorist“ erzählt der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel von seiner Haftzeit in der Türkei. „Diese Angst vergessen zu werden, da ist diese Tür, die geht zu und da draußen geht diese Welt weiter.“, war einer seiner Sätze bei dieser Veranstaltung.

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Danach ging es für mich ins Yogi-Lesezelt. Beim Tee trinken hörte ich der Veranstaltung „Der Rikscha-Fahrer der das Glück verschenkt“ eine Weile zu. Dr. Biyon Kattilahu sprach mit dem Moderator Christian Fremy über sein Buch und es gab aufmunternde Aktionen, bei denen er das Publikum einbezog. „Der wichtigste Moment ist immer Jetzt, der wichtigste Mensch ist immer der, der mir gerade gegenübersteht.“, war einer seiner Sätze. Biyon schaffte es, das Publikum lachend und fröhlich zu hinterlassen.

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Hier seht ihr Tobias Vogel, den Cartoonisten, bekannt unter Krieg und Freitag. Ich finde seine Zeichnungen klasse, mit denen er Alltägliches und Gesellschaftliches zuspitzt und philosophisch hinterfragt. Er zeichnete in seiner typischen Art der genialen Einfachheit, was die Besucherinnen und Besucher sich wünschten und signierte dazu:

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Nun ging ich zu der Veranstaltung „Fridays für Future: Bilderbücher für die nächste Generation“. Es ging dabei um die Frage, mit welchen Büchern wir das Interesse der Kinder an den Themen Natur- und Umweltschutz fördern können. Antje Damm (mittig), Prof. Caroline Roeder (links) und Claire Lecoeuvre (rechts) tauschten sich hierüber aus. Ich freute mich, Antje Damm einmal live zu erleben, mag ich ihre Bücher sehr, die ich nicht nur in für Kinder, sondern auch für Erwachsene wertvoll finde. Es wurde ihr aktuelles Bilderbuch „Was wird aus uns?“ vorgestellt, das aus einfachen doch tiefen Fragen und schönen Bildern besteht:

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Auch die Agora, das zentrale Außengelände, lud wieder ein:

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Vor dem Lesezelt standen später die Leute Schlange, da viele Sebastian Fitzek erleben wollten. In seinem neuen Thriller „Das Geschenk“ ist der Protagonist ein Analphabet. Tim-Thilo Felmmer von der Alfa-Selbsthilfe war ebenfalls auf der Bühne, er war früher Analphabet und ist heute Bilderbuchautor. Moderiert wurde diese Veranstaltung von Sabrina Rabow.

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Nun freute ich mich sehr, Sebastião Salgado zu erleben, den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels. Mit seinen schwarz-weiß Bildern setzt er sich für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Klimaschutz ein. Dieser brasilianische Fotograf wurde von dem Moderator Gert Scobel zu seiner Arbeit und zu seinem Buch „Gold. Mein Land, unsere Erde“ interviewt. Einer von Sebastião Salgados Sätzen während des Gesprächs: „Wenn man etwas macht, das man wirklich liebt, dann macht man das gut, dann steckt man sein Herz darein.“

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Hiernach hörte ich Richard David Precht zu. Sein neues Buch heißt „Sei du selbst. Eine Geschichte der Philosophie.“ Nicht zum ersten Mal während dieser Buchmesse dachte ich, wie viele kluge Köpfe hier zu finden sind. Hier einer von Prechts Gedanken während des Gesprächs mit Simone Miller: „Der normale Mensch ist froh, wenn er für irgendwas eine Wahrheit gefunden hat, wie schnell und wie zufällig auch immer, und auf diesen Standunkt stellt er sich dann und lässt sich davon auch nicht mehr abbringen, weil sich die Wahrheit nach der Nützlichkeit bemisst. Wenn ich Ihre politische Weltsicht mit einer Information konfrontiere, die Ihnen überhaupt nicht in den Kram passt, dann werden Sie die entweder ignorieren oder Sie werden mich zum Schwachkopf erklären und dann brauchen Sie ihr Weltbild nicht weiter zu überdenken. Das findet gegenwärtig beim ‚menschengemachten‘ Klimawandel statt. (…) Für diese Menschen ist es ein großes Problem, den Klimawandel im vollen Umfang anzuerkennen. Was macht man also? Man leugnet den Klimawandel, dann ist man das Problem los. Das ist ein schönes Beispiel, das zeigt, diesen Menschen geht es nicht um Wahrheiten, sondern um nützliche Wahrheiten.“

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Nun kam Thomas Gottschalk zum Blauen Sofa, wo er von Jo Schück interviewt wurde. Erst zögerte ich, ob ich bleiben oder weitergehen solle, da es noch so Vieles zu entdecken gab, doch ich blieb und habe es nicht bereut. Thomas Gottschalk erzählte von seinem Leben und zu seinem Buch „Herbstbunt“. Er zeigte sich als guter Entertainer, äußerst humorvoll und er ging in sehr amüsanter Art und Weise auf das Publikum ein. Bei dieser Veranstaltung habe ich Tränen gelacht.

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Mein nächster Halt führt mich zu der Veranstaltung „Ewige Helden – Was Kinderbuch-Klassiker so beliebt macht“. Natürlich tauchte hierbei auch Pippi Langstrumpf auf, die nächstes Jahr 75 Jahre wird. Ist es nicht wunderbar, dass das Buch und diese Figur noch immer aktuell sind?

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Bei der Podiumsdikussion „Ist Lesen der wahre Luxus? Über die Relevanz der Buchindustrie und ihr Innovationsproblem“ sagte Katrin Burr diesen Satz: „Die Liebe zum Buch, die gibt es weiterhin.“

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Hier seht ihr Axel Hacke im Gespräch mit Detlef Esslinger zu seinem Buch „Wozu wir da sind. Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben.“

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Abends ging ich im Rahmen des Bookfestes, den abendlichen Veranstaltungen zur Frankfurter Buchmesse, zu Peter Wohllebens Veranstaltung „Das geheime Band zwischen Mensch und Natur“. So ist auch der Titel seines neuen Sachbuchs. Im schönen Gesellschaftshaus des Palmengartens erwartete er das Publikum und zeigte in einem angenehm zu hörenden Vortrag sein großes Wissen und seine Begeisterung für die Natur. Er bezog das Publikum mit ein, immer wieder gab es Fragen, die wir beantworten konnten, und ich glaube, dass alle Zuhörerinnen und Zuhörer an diesem Abend viel Neues erfuhren. Seine Ausführungen zeigten, wie faszinierend unsere Natur ist. Einer seiner Sätze: „Im Wald gibt es keinen Kampf untereinander, man muss sich einpassen um zu überleben, das ist ein Miteinander und kein Gegeneinander.“

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Mit vielen schönen Eindrücken endete auch dieser Buchmessen-Tag.

Da ich am Wochenende unterwegs sein werde, folgt mein Bericht über den nächsten Buchmessetag nächste Woche.

Mein Besuch der 71. Frankfurter Buchmesse – Tag 3

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Heute lest ihr meinen Bericht zu meinem 3. Tag auf der 71. Frankfurter Buchmesse.
Der Donnerstag begann für mich mit einer Veranstaltung auf dem Blauen Sofa, da dort Miku Sophie Kühmel von Daniel Fiedler interviewt wurde. Miku Sophie Kühmel hat den Aspekte Literatur Preis für ihren Roman Kintsugi bekommen. Dieser Preis wird jährlich für das wichtigste Debüt der Saison verliehen. Ich erlebte eine sympathische junge Autorin und ein Buch, das bereits auf meiner Wunschliste steht. Während des Gesprächs tauchte auf, dass Kintsugi ein leises Buch ist, das Zeit und Muße braucht. Wie schön, dachte ich, das braucht es in unserer oft zu lauten und schnelllebigen Gesellschaft.

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Hiernach ging ich durch verschiedene Hallen, die noch angenehm leer waren. Immer wieder gab es nette Gespräche und schöne Stände zu entdecken.

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Hier seht ihr den Stand des Kein und Aber Verlags. Bereits die Architektur des Standes ließ mich staunen, da sie wie ein hoher Kubus aus miteinander verbundenen Büchern bestand.

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Eine Öffnung lud ein, das Innere des Buchraums zu betreten. Die Wände zeigten Projektionsflächen von Buchcovern. Bei der Berührung eines Covers wurde eine dreidimensionale Bildprojektion des Buches gezeigt. Was eine Idee!

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Auch diese Idee ließ mich anhalten: Hier konnten die Besucherinnen und Besucher ihren Gedanken oder Wunsch aufschreiben und nach einer Weile zauberte der Wunsch-Automat eine Zeichnung zu dem Aufgeschriebenem hervor.

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Schöne Botschaften an den Ständen:

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Nun ging es in das schöne Lesezelt, einer meiner Lieblingsorte auf der Frankfurter Buchmesse. Beim Hereinkommen duftet es immer köstlich nach dem dortigen Yogi-Tee, was eine Wohltat für die Sinne ist.

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In diesem schönen Lesezelt stellte Andera Gadeib ihr Buch „Die Zukunft ist menschlich. Ein Manifest für einen intelligenten Umgang mit dem digitalen Wandel in unserer Gesellschaft“ vor. Andera Gadeib kenne ich aus Aachen und es war schön, hier mitten in diesem Lesezelt ein vertrautes Gesicht zu erleben. Letztes Jahr haben wir uns auch auf der Buchmesse getroffen und sie erzählte von ihrem Buchprojekt und nun stellte sie es hier vor, klasse!
Da ich zeitgleich eine Eintrittskarte für die nächste Pressekonferenz hatte, konnte ich ihrer Buchvorstellung leider nicht lange beiwohnen. Da Andera jedoch nächsten Monat in Aachen eine Lesung halten wird, zu der ich hingehen werde, tröstete es mich darüber hinweg, dass ich hier nur kurz sein konnte. Später war Andera Gadeib in der Signierbox, dort besuchte ich sie noch einmal:

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Nun zur „Pressekonferenz zum Ehrengastauftritt Kanada 2020“: Kanada wird im nächsten Jahr das Gastland der Buchmesse sein. Wir konnten etwas über das Literatur- und Kulturprogramm erfahren, mit dem sich Kanada im nächsten Jahr präsentieren wird. Wie das diesjährige Gastland Norwegen, verspricht es auch im nächsten Jahr ein interessantes und sehr vielfältiges Gastland zu sein. „Diese Unterschiede sind unsere Stärke, die sich zu einem farbenprächtigen Gewand zusammenfügen und unser Land repräsentieren.“, so Caroline Fortin, die Vorsitzende des Komitees Canada FBM2020.

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Hier seht ihr die kanadische Cellistin Cris Derksen:

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Ein Abschlussbild dieser Pressekonferenz, auf der ihr die Moderatorin Nam Kiwanuka, die Schriftstellerinnen Lisa Moore und J.D. Kurtness, Caroline Fortin, Vorsitzende des Komitees Canada FBM2020, Juergen Boos, den Direktor der Frankfurter Buchmesse, Hélène Laurendeau, die stellvertretende Ministerin, Ministerium für Kanadisches Kulturerbe, den Schriftsteller Christian Guay-Poliquin und die Cellistin Cris Derksen seht.

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Meine Vorfreude auf das Gastland Kanada ist geweckt worden und ich bin mir sicher, das, was in dem eingespielten Film über das Gastland 2020 auftauchte, stimmt:

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Hiernach besuchte ich die ARD Bühne und hörte Rafik Schami im Interview mit Selma Üsük zu. Sein neues Buch „Die geheime Mission des Kardinals“ wurde präsentiert. Endlich konnte ich diesen sympathischen und humorvollen Menschen live erleben. Rafik Schami liest nie bei seinen Lesungen vor, sondern er erzählt immer zu seinem Buch und aus seinem Leben. “Man kann ihnen so wunderbar folgen, so ein bisschen Lobhudelei muss jetzt auch mal sein.“, sagte die Moderatorin. Vielleicht erklärt das nächste Zitat von Rafik Schami, das während des Gesprächs auftauchte, warum er so wunderbar schreiben und erzählen kann: „Ich bin begeistert von der mündlichen Erzählkultur, die ich als Kind in Syrien genossen habe (…) Der Erzähler oder die Erzählerin erzählen so schön, dass sie uns in den Bann ziehen bis zum Ende, das habe ich geliebt, zu sehen, wie Erwachsene plötzlich Kinderaugen bekommen, wie sie anfangen mitzureisen durch die Geschichte und das wollte ich machen. Ich schreibe Romane, damit ich erzählen kann.“

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Draußen herrschte kein Regen und doch waren viele Regenschirme zu sehen. Denn bei dieser Aktion wurden Besucherinnen und Besuchern der Frankfurter Buchmesse Regenschirme gereicht und diese geöffnet als Zeichen für mehr Meinungsfreiheit in China:

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Nach einer Pause im Freien ging es wieder durch die Hallen. Hier seht ihr eine Diskussionsrunde zu der Thematik „Urheberrecht – und was dahinter steckt!“ bei der Johannes Stricker, Matthias Hornschuh, Sascha Lobo, Zoë Beck und die Moderatorin Carola Christiansen sich über das Pro und Contra verschiedener Thesen austauschten.

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Danach besuchte ich die Veranstaltung „Was macht die Liebe zum Buch aus?“, die im Zusammenhang mit der „Woche der unabhängigen Buchhandlungen“ stattfand, die vom 2. bis 9. November 2019 stattfindet. In den lebendig schönen Interviews wurde darüber gesprochen, was ein Buch zu einem Lieblingsbuch macht und welche Lieblingsbücher und heimliche Lieblingsbücher die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer haben.

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Anschließend fand die Auszeichnung „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ statt. Gewonnen hat das Buch „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens, dieses und alle anderen vorgestellten Bücher (Herkunft von Saša Stanišić, Radio Activity von Karin Kalisa, Die Liebe im Ernstfall von Daniela Krien und Alte Sorten von Ewald Arenz) klangen sehr reizvoll.

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Mit den Worten „Lasst uns das Buch weiter feiern!“ beendete die Moderatorin diese Veranstaltung. Dem und auch diesen Fahnen stimme ich gerne zu:

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Gerade als ich nach Draußen ging, erhielt ich eine Nachricht von Andera: „Zeit für einen Kaffee?“ Und wir trafen uns draußen zu einer schönen Pause.

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Hiernach gingen wir zur der Veranstaltung „Achten statt Ächten“ mit Pater Dr. Anselm Grün, Dr. Thomas Middelhoff und dem Moderator Daniel Schneider. Wenn Anselm Grün auf der Buchmesse ist, bedeutet das immer für mich, hinzugehen, da ich seiner sanften Stimme und seinen Worten gerne zuhöre.
„Es ist wichtig, dass ich immer auf der Suche bin und nicht stehen bleibe.“, einer der Sätze, die Anselm Grün hier schenkte.

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Hiernach besuchte ich den Frankfurt Pavilion und hörte eine Weile beim Diogenes Talk zu.

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In den Hallen entdeckte ich auch diese gute Aktion: „Was kannst du tun? – 52 weeks of sustainability“. Constanze Guhrs und Emiliy Claire Völcker haben eine Illustrationschallenge zum Thema Nachhaltigkeit entworfen. Die ersten 16 Wochen dieser Challenge werden in Frankfurt vorgestellt. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können ihre Ideen vor Ort zeichnen und mit in diese Ausstellung einfließen lassen.

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Nun ging es zum Literarischen Quartett, das aufgezeichnet und am nächsten Tag gesendet wurde. Christine Westermann, Volker Weidemann, Thea Dorn und als Gast Sibylle Berg, tauschten sich über die aktuelle Thematik um Peter Handke und Saša Stanišić aus, zu der sie unterschiedliche Meinungen vertraten.
Dann stellten sie vier Neuerscheinungen vor: Winterbienen von Norbert Scheuer, Metropol von Eugen Ruhe, Sabrina von Nick Drasno und Schutzzone von Nora Bossong. Zu diesen einzeln vorgestellten Büchern gab es teils sehr kontroverse Meinungen, das Literarische Quartett eben. Beim Zuhören dachte ich zuerst, dass es nicht immer schön ist, wenn negativ über ein Buch geredet wird, in dem die Schriftstellerin oder der Schriftsteller vermutlich viel Zeit und Herz investiert hat, doch später dachte ich, wie gut es ist, dass man vollkommen unterschiedlicher Meinung sein kann und trotzdem an einem Tisch sitzt, einander zuhört und auf den anderen eingeht.

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Meine letzte Veranstaltung an diesem Tag führte mich zu der Lesung von Jo Nesbo, bei der er seinen neuen Harry-Hole-Krimi vorstellte. Es ist die einzige Lesung, die Jo Nesbo in Deutschland hält. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alf Mentzer und Tatort-Star Oliver Mommsen las die deutsche Fassung. Ich gestehe, an diesem Abend hörte ich das erste Mal Zeilen über Harry Hole. Ich glaube, ich war die einzige in diesem großen Congress Center der Frankfurter Buchmesse, die die Buchfigur Harry Hole noch nicht kannte.

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Ein bunter schöner 3. Messetag ging zu Ende und trotz Harry Hole konnte ich mich nach Telefonaten mit meinen lieben Menschen Zuhause gut ins Land der friedlichen Träume begeben.