



Meraki kommt aus dem Griechischen und bedeutet etwas mit Seele, Liebe und Hingabe tun.

Beinahe wären sie daran vorbeigelaufen. Doch da sie gerne rechts und links schaut, entdeckte sie das Café. Weiß lag es in der Frühlingssonne. Die Fenster waren geöffnet, sanfter Kaffeeduft strömte hinaus.
„Ich glaube, hier sollten wir reingehen. Was meinst du?“
Er musste sich nicht überreden lassen.
Auf den Holztischen standen Blumen, an den Wänden hingen Regale mit Büchern und zauberhaftem Krimskrams. Bilder in warmen Tönen schmückten den Raum, bunte Kissen lagen auf den Stühlen.
Sie wusste, hier waren sie richtig.
Nachdem sie diese Speisekarte gelesen hatten, bestellten sie einen Latte Macchiato, einen Cappuccino und zwei Frühstücksbowls.
Ihre Handys blieben aus. Es gab immer Geschichten in ihnen.
Als die Bedienung die Bestellung brachte, leuchteten ihre Augen. Es schmeckte mehr als gut. Immer wieder kam ein genüssliches „Mmmh“ über ihre Lippen.
„Ich glaube“, sagte sie, „das schmeckt so unglaublich gut, weil da in der Küche jemand etwas mit Seele tut. Mit Liebe und Hingabe.“
„Meraki“, sagte er.
Was für ein schönes Wort, dachte sie.
Sie nahm sich vor, es mit nach draußen und in ihren Alltag zu nehmen.
Doch noch waren sie hier.
Genau richtig.


Saudade kommt aus dem Portugiesischen. Es bedeutet ein tiefes Gefühl von Sehnsucht oder Nostalgie, oft für etwas oder jemanden, der oder die fehlt.

Ben war in der Stadt unterwegs. Er wollte schnell etwas einkaufen und ging mit großen Schritten. Das gute Wetter lockte viele Menschen hinaus. Manchmal musste er entgegenkommenden Gruppen ausweichen. Er hatte nicht viel Zeit. Gleich würde der Laden schließen. Seine Freunde würden in einer knappen Stunde bei ihm sein. Ihm blieb nicht viel Zeit, das versprochene Essen zuzubereiten.
Es wehte ihm entgegen. Mitten in der belebten Fußgängerzone. Für einen Moment blieb er stehen. Genau so hatte sie gerochen. Es war ihr Duft. Jahre war es her. Ein wenig Sandelholz, einen Hauch Bergamotte und ein wenig Orange. Er schloss die Augen. Der Geruch hatte sich verflüchtigt, doch er blieb in ihm.
Er vermisste sie. Doch nicht nur das. Er erinnerte sich an sie. Es war etwas dazwischen. Etwas Schweres und Schönes zugleich.
Er spürte die abendliche Sonne auf seinen geschlossenen Lidern und auf seiner Haut.
Wie ein Duft in Sekunden Bilder hervorruft. Er sah ihr Lachen vor sich, die Sprenkel in ihren grünen Augen, ihre Nase, die sie immer als zu groß bezeichnete und die vielen braunen kleinen Sommersprossen in ihrem Gesicht und auf ihren Schultern, ihre dunklen Locken.
Er kleidete seine Gefühle gerne in Worte. Das machte sie greifbarer. Doch in seiner Sprache gab es kein Wort dafür. In ihrer schon: Saudade.
Heute Abend würde er portugiesisch kochen.


Komorebi kommt aus dem Japanischen. Es bedeutet: Das Licht, das durch die Blätter der Bäume fällt.

Im Wald
tanzen die Sinne
Wirbelnder Duft
Seitenwege
und auftauchende Lichtungen
Zwischen Himmel und Erde
da sein
Licht
fällt durch die Blätter
der Bäume
Komorebi
Zum Anhalten schön
Schattenspiel
Auf der Haut
Nichts
will weiter
Heute möchte ich etwas außerhalb der Reihe mit euch teilen und euch an meinem Glück teilhaben lassen.
Viele von euch wissen, dass das Schreiben ein wichtiger und ganz besonderer Teil meines Lebens ist.
Ich habe einen Roman geschrieben und ihn an Verlage geschickt. Vor ein paar Wochen kam dann die Zusage eines wunderbaren Verlags, den ich auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt habe.
Damit geht ein großer Herzenswunsch in Erfüllung und ich bin unglaublich dankbar und erfüllt.
Am vergangenen Wochenende stand nun ein besonderer Termin an, mein erstes persönliches Treffen im Verlagshaus des OCM Verlags.

Ich bin nach Dortmund gefahren und durfte ein inspirierendes, herzliches und persönliches Gespräch erleben. Wir haben über die nächsten Schritte gesprochen, Ideen ausgetauscht und mit viel Vorfreude nach vorn geblickt.
Dann kam dieser besondere Moment: Ich habe meinen Autorenvertrag unterschrieben. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu meinem Debüt, das im Februar/März 2027 erscheinen wird.
Von Herzen danke ich den Verlegern Elke Neumann und Georg Nies für ihr Vertrauen in mich und meinen Roman.

Ich freue mich riesig über all das, was nun vor mir liegt, und auf den weiteren Weg.
Berührt und glücklich grüßt euch
Marion


Das Wort kommt aus dem Schwedischen und beschreibt den Zustand, wenn etwas genau richtig ist – nicht zu viel, nicht zu wenig.

Einverstanden sein
Nicht mit dem Weltgeschehen
Doch mit dem Moment
Lagom
Genau richtig
Es wird nicht anhalten
Doch es trägt
über das Jetzt hinaus
Der letzte Tag der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Mein erster Gang – so war es allmorgendlich – ging ins Pressezentrum:


So begann der Tag wieder mit Ruhe.
Und während die Glashalle sich langsam füllte:

waren andere Orte noch geruhsam leer, wie die Terrasse im Morgenlicht:

Hier war immer Ruhe zu finden, die Silent Reading Lounge:


Eindrücke beim Gang durch die Hallen:


Gute Stellungnahme, tolle Aktion, da machte ich gerne mit:

Auf zur #buchbar. Bei leckerem Latte Macchiato

hörte ich Hasnain Kazim zu seinem Essay „Der Islam und ich. Was mich meine Familie, meine norddeutsche Heimat und mein Leben in muslimischen Ländern über den Islam gelehrt haben“. Er schreibt darin über sein ambivalentes Verhältnis zur Religion, über Herkunft und Erwartungsdruck und darüber, wie schnell öffentliche Debatten Menschen auf Identitäten reduzieren:

Heute war der Weg durch die Hallen angenehm mit ausreichend Platz.
Schöne Stände der wertvollen unabhängigen Verlage, etwa hier:

Mit liebevollen Details:

Der ukrainische Stand:

Ich besuchte die Veranstaltung von CORRECTIV, die so wertvollen Journalismus betreiben. Die Recherche und das Buch „Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan“ wurde vorgestellt. CORRECTIV-Reporter Marcus Bensmann hat acht Jahre lang daran gearbeitet. Was mit einem Einzelfall im Ruhrgebiet begann, erstreckt sich über viele Länder und geht bis zu den Toren des Vatikans. Es zeigt sich ein Netzwerk der Vertuschung. Im Herzen des Vatikans existiert eine einzigartige Registratur, die den Weg in ein Archiv weist, das Informationen zu klerikalen Missbrauchstätern weltweit sammelt und verwahrt. Es geht Bensmann nicht um eine Zersetzung der Kirche, er selbst ist noch in der Kirche, doch es geht darum, dass Verantwortung nicht vertuscht werden darf.

Die Recherche wird auf Theaterbühnen und in Kinos zu sehen sein.
Aufführungstermine lassen sich unter diesem Link verfolgen:

Abermals besuchte ich die #buchbar, wo Debüts vorgestellt wurden, wie dieses:

Ein Blick nach draußen:

Eva Gengler im Gespräch zu ihrem Buch „Feministische KI“:

Tomer Gardi sprach zu seinem Roman „Liefern“, in dem es um Essenslieferanten geht. Zur Recherche hat der Autor mit Essenslieferanten in mehreren Ländern gesprochen, über ihr Leben, ihre Hoffnungen und Sehnsüchte. Jedes Kapitel trägt einen anderen Klang, da jede vorkommende Stadt und jedes Land einen anderen Klang trägt, so der sympathische Autor. Der Roman wirkt wie ein Blick auf die Globalisierung, er ist gegenwärtig, politisch und zugleich leichtfüßig. Gestern tauchte er auch bei Denis Schecks Buchempfehlungen auf und auch dieser Roman steht auf meiner Wunschliste:

Lesezeit mit Matthias Jügler, Charlotte Gneuß und Steffen Moratz, moderiert von Carsten Tesch, nannte sich meine nächste Veranstaltung. „Wir dachten, wir könnten fliegen“ heißt die Anthologie, herausgegeben von Matthias Jügler. Viele Autor*innen sind darin vertreten wie T.C.Boyle, Julia Schoch, Kim de l`Horizon, Charlotte Gneuß uva. Sie alle schrieben über ausgestorbene und verlorene Tiere und Pflanzen. Schauspieler*innen und Schauspieler haben diese Geschichten vertont. Eine wichtige Thematik, denn vermutlich wissen wir alle es, das Massensterben bedroht unser gesamtes Ökosystem. Ich wünsche dem Buch und uns allen, dass dieses Buch einen wichtigen Anstoß gibt, dass wir uns für eine klimagerechte Zuunft einsetzen.

Mitmachaktionen:


Der Cappuccino auf der Buchmesse schmeckt vorzüglich. Danke all den vielen Menschen, die mit so guter Laune und so fleißig diese Woche hier gearbeitet haben:


Ja, Geschichten verbinden:

So leer war es nur nun zum Ende am taz-Stand:

Die Glashalle leerte sich:

Manches ging verloren:

Doch ich bin mir sicher, dass ganz vieles mitgenommen wird, viele Bücher, viele Buchtipps, viel Inspiration und viele Eindrücke.
Auch die Treppe leerte sich:

Das Pressezentrum darf nun ausruhen:

Die Glashalle im Abendlicht, jedes Jahr ist das besonders schön:

Hier noch beeindruckende Zahlen: 313.000 Besucher*:innen (2025: 296.000) kamen in diesem Jahr zur Leipziger Buchmesse und haben bei über 3.000 Veranstaltungen an über 300 Leseorten in Leipzig die Literatur in all ihren Spielarten gefeiert. 2.044 Aussteller*innen aus 54 Ländern beteiligten sich, um die Buchmesse als Präsentationsplattform für ihre Frühjahrs-Neuerscheinungen zu nutzen und ihre Autor*innen dem Lesepublikum vorzustellen.
Ich blicke dankbar auf diese Tage zurück.
Auch diesmal dachte ich wieder, die Buchmessen machen die Welt zu einem besseren Ort. Die Themen der Zeit fanden Raum. Es gibt wunderbare Bücher, tolle Autor*innen und überhaupt so viele Menschen, die in der Buchbranche mit viel Herz wertvolle Arbeit leisten.
Ich blicke dankbar, inspiriert und erfüllt auf diese Buchmesse zurück, die auch geprägt war von wertvollen Begegnungen.
Ich freue mich nun schon auf die Leipziger Buchmesse 2027:

Ja, darauf freue ich mich sehr. Zum einen weil ich die Buchmessen sehr schätze und liebe. Zum anderen, weil zur Leipziger Buchmesse 2027 mein Debüt erscheinen wird. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, viel Freude, Vorfreude und es berührt mich in schöner Art und Weise.

So grüße ich euch bewegt und glücklich aus Leipzig
Marion