24. September

Haus Ef

Wir
wir leben und sterben
rucke die guh, rucke die guh
haben Mütter, Stiefmütter, Schwiegermütter
Blut ist im Schuh
Schwestern und Brüder
die Schlechten ins Kröpfchen
wir laden ein und essen
die Guten ins Töpfchen
Perlen und Edelsteine hängen oft zu hoch und sind zu teuer
Das erste Reis, das euch auf dem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab
Im Grunde vertraue ich allen
Bäumlein, Bäumlein rüttel dich
dabei bin ich einmal bestohlen worden
Wirf Gold und Silber über mich
die Polizei hilft nicht immer, habe ich entdeckt
der war wie angegossen
mein Lebenslauf ist drei Seiten lang
die führt er heim
das wichtigste steckt zwischen den Zeilen
und wenn sie nicht gestorben sind
ich habe schon mal über meine Beerdigung nachgedacht
dann leben sie
am liebsten möchte ich 100 werden oder 99
noch heute

 

17. September

Rose September

Bald reichen Jahreszeiten einander die Hand
Im Herbst werden all die zurückliegenden Sommerwochen wohnen
Noch schweigen die Socken in den Schubladen
Spätsommerwochen, ein Wort, das sie mag
Als ob in diesen fünf Silben Dankbarkeit wohnt
und gleichzeitig die Bereitschaft loszulassen
Als zeige dieses Wort, wie schön und vergänglich das Leben ist
Ob die Katze zu ihren Füßen weiß, dass der Herbst naht?
Hört sie die Luft am Morgen davon sprechen?
Spinnfäden mischen sich mit dem Spiel der Septembersonne
Aus dem Nachbarhaus hört sie Klavierklänge
auch sie verklingen
Wärme legt sich auf ihre Haut
und Rosen blühen sich dem Leben entgegen