Wortgewebe – 33

Pihentagyú

Pihentagyú kommt aus dem Ungarischen. Wörtlich kann es übersetzt werden mit „ausgeruhter Kopf“. Der Begriff wird jedoch meist benutzt, für jemanden, der ausgefallene und schräge Ideen hat.

Für sie sind die Wege nicht gerade

Sie geht Umwege

Flüstert und schreit

Wenn andere nicht weiter wollen

geht sie auf ungewöhnliche Weise voran

Legt bunte Spuren

Vögel und Menschen schauen ihr zu

pfeifen und schütteln den Kopf

Sie verschenkt Seifenblasen und Stärke

Ihre Worten sagen: Es geht

Noch mehr ihre Taten

Pihentagyú nennen wir sie

Sie malt ein Stück vom Paradies

Findesatz und Wortspiel – 4

„Wenn ich hier sitze und rausschaue, bekomme ich ganz viele Ideen.“

Ein Sessel vor dem Fenster
mehr nicht
nicht weniger
Vorbeiziehendes Leben
trifft Gedanken
die barfuß sind
Wenn ich hier sitze
und rausschaue
bekomme ich Ideen
Sie legen sich auf die Armlehne
und in meinem Schoß
Eine Handvoll Gegenwart
webt sich in mein Gemüt

Findesatz-Gedicht 135

Vielleicht erfindest du Morgen etwas, von dem alle denken, das sei nicht möglich
vielleicht auch in drei oder dreißig Jahren
Ich finde einen Grill cool, den man auch als Badehose benutzen kann
oder eine Brille, die Tomaten schält
Unsere Phantasie spielt mit uns
und weigert sich mit F geschrieben zu werden
Das Leben ist bunt
und die Welt wird angemalt
von dir und mir und den Menschen nebenan
Wer hat den Farbstift erfunden
und wer deine Augen
dein Lachen
und wer deine Ideen