4. Januar – Findesatz-Gedicht 1

Der Spaziergang in der Natur
Das Lachen der Nichte
Die Frische des Morgens
Wildgänse, unerwartet
Die Postkarte im Briefkasten
Eine Umarmung
Wolkengebilde
Ins Gras legen
Frische Walnüsse knacken
Auf dem Spielplatz die Schaukel erobern
Die nackten Füße auf dem Tanzboden
Das Lieblingslied im Radio
Einen neuen Ort ganz nah entdecken
Die Brotpause bei einer Wanderung
Der Geruch von Kuchenduft im Haus
Das wohlige Schnurren der Katze
Stille mitten am Tag
Sammle Momente, nicht Dinge

Findesatz-Gedicht 121

Das Leben war gut zu ihm
Nicht immer, wie könnte es
und doch fühlt er sich als Glückskind
mit all den Jahren, die er in sich trägt
Von seinem Lebensgefühl
ist er total mit sich im Reinen
Wenn er seine Geige stimmt
die ersten Töne erklingen
schließe ich die Augen
höre ihm zu
und ich mich hinein
Glück färbt ab
immer