21. Juli – Findesatz-Gedicht

Warum gab es eigentlich so wenige Wörter für alles, was besonders schön war?

Wie lässt sich das Unsagbare beschreiben?

Ist Schönheit still?

Weiß mein Fenster mehr als ich?

Ahnen die Pflanzen ihre Schönheit?

Wird dieser Ort mir bleiben?

Ist die Welt klein?

Sind unsere Gedanken groß?

Sollen wir dem Mittelmäßigen davonspringen?

12 Gedanken zu „21. Juli – Findesatz-Gedicht

  1. Warum gab es eigentlich so wenige Wörter für alles, was besonders schön war?
    # Ich finde immer Worte um das Schöne zu beschreiben.

    Wie lässt sich das Unsagbare beschreiben?
    # Gar nicht, es ist ja unsagbar, d.h. ohne Worte

    Ist Schönheit still?
    # Immer

    Weiß mein Fenster mehr als ich?
    # Auf jeden Fall, denn es hat mehr Zeit zum Beobachten

    Ahnen die Pflanzen ihre Schönheit?
    # Wahrscheinlich nicht, macht aber nichts. Einfach schön sein reicht.

    Wird dieser Ort mir bleiben?
    # Nein, denn das Leben ist Veränderung.

    Ist die Welt klein?
    # Kommt drauf an, manchmal ja, manchmal nein.

    Sind unsere Gedanken groß?
    # Hoffentlich!

    Sollen wir dem Mittelmäßigen davonspringen?
    # Wenn wir selbst nicht mittelmäßig bleiben wollen: Ja!

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  2. Wenn etwas besonders schön ist, dringt es tief in Dich ein und es kann sein, dass es in Dir so ruhig wird wie auf einer Hallig am windstillen Strand – und sogar dann noch – während Du singst und Deine Füße in die Wellen schwingst….Wenn etwas besonders schlimm ist, kommt hingegen der Schutzgendarm des Gedächtnisses mit Hellebarde, Trillerpfeife und Pickelhaube und er mahnt Dich immer wieder, selbst bei Unvorhersehbarem: pass beim nächsten Mal bloß besser auf!
    Und er findet tausendundein Wort und zig Gelegenheiten – um Dich immer wieder laut pfeifend darauf hinzuweisen und zu warnen.

    Das Unsagbare wird beschreibbarer, wenn es im Großen und Ganzen und aus genügend Ferne betrachtet wird.

    Schönheit ist genau so wenig immer still – wie Hässlichkeit immer laut ist.

    Immer wenn ich mein Fenster nach der Uhrzeit frage, antwortet mir stattdessen jemand anderes. Sonne, Mond und Sterne wissen stets am allerbesten Bescheid, Bäume und Blumen am zweitbesten und die Uhr an der Wand ist der größte Kloogschieter von allen…

    Pflanzen kennen keine Eitelkeit.

    Kein Ort bleibt jemals für immer.
    Nur die Sehnsucht nach einem Ort, die klebt sich wie ein Klimaaktivist auf Deine Straßen…

    Die Welt ist so klein oder groß wie Du sie Dir vorstellen kannst.

    Meine Gedanken sind vor allem viele. Die Impulse sind die Kleinsten und Schnellsten, die Pläne die Langsamsten und die Träume und Visionen sind die Größten. Die meiste Kraft entwickeln sie, wenn alle zusammen arbeiten.
    Das Mittelmaß ist die notwendige Balance, um unterschiedliche Kräfte erfolgreich vereinen zu können.
    Ohne Orientierung am Mittelmaß wären Wachstum und Fortschritt unmöglich.

    Ich habe versucht, auf Dein klasse Findefragengedicht ein paar Antworten zu finden.

    Thx for inspiration ❣️🌈🍃

    Liebe Grüße
    Amélie

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