Findesatz-Gedicht 148

Sie sah die Bäume
Jeder zeigte sich anders
trug seine eigene Schönheit
und sein eigenes Inneres
Waren einander nahe
und ließen Raum
Kein Baum verbog sich
um wie der andere zu wirken
Eingebettet zwischen Himmel und Erde
Ganz sie selbst
Jeder auf seine Art und Weise

Findesatz-Gedicht 147

Mensch
voller Leben
alle Jahreszeiten tragend
reichen Worte und Hände
stille Gefühle auf der Haut
Wir sind ja alle eine Wunderwerk
im Zueinander zwischen den Wänden
Lachen tanzt Körper entlang
leise verblassende Trauer
wir flüstern
Gedanken

Findesatz-Gedicht 117

Was wohl in den Kühen so vorgeht
wenn sie den ganzen Tag auf der Weide stehen und trinken und essen
überlegten sie
während sie an den Kühen vorbeigingen
Was wohl in den Menschen so vorgeht
wenn sie fast den ganzen Tag in den Häusern sind und trinken und essen
überlegten sie
während sie die Menschen vorbeigehen sahen

Findesatz-Gedicht 88

Wer hilft dir?
Wer hört dir zu?
Wer rückt dich zurecht?

Wann möchtest du den Moment anhalten?
Wann fühlst du dich wahrhaftig?
Wann fühlst du mehr, als du sehen kannst?

Wer lacht mit dir?
Wer weint mit dir?
Wer glaubt an dich?

Findesatz-Gedicht 34

Was ist gut für uns?
Ist das, was gut ist für mich
anders, als das, was gut ist für dich?
Warum ist das so?
Sind wir Menschen alle unterschiedlich
oder sind wir uns ähnlich?
Gibt es ein sowohl als auch?
Soll ich jedes aber durch ein und ersetzen?
Bringen Worte uns näher an unseren Kern?

Findesatz-Gedicht 16

Wer hat uns erfunden?
Was schenkt dem Himmel sein Blau?
Und wo wohnen Antworten?

Wer machte dich so schön?
Was kommt nach uns?
Und sind wir echt?

Wieso bin ich ich und nicht du?
Kann Schnee flüstern?
Und wie viele Menschen lachen in dieser einen Sekunde?