Findesatz-Gedicht 123

Ich wünsche mir eine Welt mit mehr Hinsehen
Mehr Tänze auf den Bürgersteigen
Blumen in allen Straßen
und bunt fahrende Straßenbahnen
Wiesen voller Bänke, wo Alt und Jung sich treffen
Wo Menschen einander zuhören
und nicht jeder Recht haben will
Eine Welt die wir behutsam pflegen
In der es manchmal ganz leise ist
In der wir die unsichtbaren Fäden fühlen
In der das Miteinander mehr als ein großes Wort ist
Und jetzt, die Träume losschicken

Findesatz-Gedicht 122

Echt?
Ist wahr was wir erleben?
Erzählen die Träume von einer zweiten Welt?

Entwickeln wir uns immer weiter?
War ich früher ein besserer Mensch?
Sieht der Mond uns?

Wo waren wir vor unserer Geburt?
Meint das Leben es gut mit uns?
Sollen wir an was Schönes denken?

Findesatz-Gedicht 120

Erfindest du etwas?
Tanzt du mit den Schmetterlingen?
Malst du Wolken in den Himmel?

Bleibst du bei mir?
Hörst du dein Herz schlagen?
Glaubst du deiner Fantasie?

Sollen wir?
Hast du sowas schon mal gemacht?
Träumst du mit mir?

Findesatz-Gedicht 83

Was ist mir zuviel?
Wovon brauche ich mehr?
Aber wann ist es genug?

Was macht der Morgen in der Nacht?
Wo wohnen die Träume?
Wann gebe ich Ruhe?

Was ist mein wahres Gesicht?
Woher weiß die Blume, dass sie blühen soll?
Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Findesatz-Gedicht 68

Wir können uns auch mit uns selbst verabreden
ein Rendezvous mit uns selbst
Zieh dein schönstes Kleid an
nimm dein Lieblingsgetränk mit
such einen Lieblingsort auf
Und dann
hör dir zu
lass die Gedanken wandern
gib dem Inneren Flügel
und deinen Träumen einen Kuss

Findesatz-Gedicht 6

Wir richten uns ein
in unserem Leben
Halten uns an Pläne
und aneinander
Leben, als wiegen wir uns in Sicherheit
Handeln mit Wünschen
Vertagen Träume auf Übermorgen
Dabei weiß unser Inneres es besser
Morgen kann alles ganz anders ein
Lass uns das Übermorgen
und Morgen
mitten hinein
in unser
Heute
legen
Lass es uns anmalen
mit Lieblingsstiften
gelb und rot und blau