Yeah, es gibt es, das Gute auf der Welt
rief sie
und wir alle, die ihren Satz hörten
fühlten ihre wahrhaftige Freude
Wir wussten nicht
was es wahr
dass uns lächeln ließ
war es, dass es das Gute auf der Welt gibt
woran wir niemals länger als einen Tag zweifelten
oder war es ihre Art, wie sie diese neun Wörter ausrief
Wir fühlten es noch
als die Silben längst verklungen
als jeder in seine Richtung heimkehrte
Findesatz 105
„Yeah, es gibt es, das Gute auf der Welt!“
Findesatz-Gedicht 104
Wir tragen Körbe
Äpfel, Saft und Möhren schauen heraus
Wir tragen Handtaschen
verborgen ein kleiner Spiegel, ein Lippenstift und ein Portemonnaie
ein Ausweis, der uns weismacht, wir könnten Fremden davon erzählen, wer wir sind
Wir tragen Erinnerungen
auf der Haut und im Herzen
Das was man im Herzen trägt
kann einem niemand mehr nehmen
Das Herz und sein ureigener Rhythmus begleitet uns
bis es nicht mehr schlägt
Eines Tages werden all diese Erinnerungen mit uns ruhen
Die Äpfel werden längst gegessen
der Lippenstift nur noch ein Rest sein
der Ausweis kümmert uns nicht mehr
Das aus dem Herzen weht sich mit uns fort
Findesatz 104
„Das was man im Herzen trägt, kann einem niemand mehr nehmen.“
Findesatz-Gedicht 103

Heute ist der Himmel mein Hut
Die Sonne mein Kleid
Das Gras meine Stiefel
Der Wind ist mein Strumpfband
Die Wolke mein Spiegel
Ich finde mich schön damit
Wenn ich am Abend heimkehre
lege ich meine Kleidung auf die Truhe
und mich zur Ruhe
Ich lasse mich vom Mond zudecken
und die Sterne erzählen ihre sanfteste Gute-Nacht-Geschichte
Findesatz 103
„Ich finde mich schön damit.“
Findesatz-Gedicht 102

Es war nicht nur ein Erleben
es war auch ein Erlernen
Das Leben traf mich
ich stieg mitten hinein
Allein war ich nie
auch wenn ich es gelegentlich meinte
Feste umgaben mich
Ich wurde in ihre Mitte genommen
Auf langen Straßen flossen die Gedanken seicht davon
Worte hafteten auf meiner Haut
Meine Wünsche reichten bis zu den Sternen
Der Wind sprach von dem Künftigen
Und alles hängt mit allem zusammen
an diesen unsichtbaren Fäden
Mein Lächeln hat ein Gedächtnis
Findesatz 102
„Es war nicht nur ein Erleben, es war auch ein Erlernen.“
Findesatz-Gedicht 101
Ich bin Gedanken und Gefühle, Wohlwollen, Güte und Wärme
An manchen Tagen bin ich mir ganz nahe
Ich bin Tanz, Struktur und Chaos
An manchen Tagen umarmen sich die Gegensätze
Ich bin Nebelschleier, Wolke und eine Möwe am Meer
An manchen Tagen fliegen meine Ängste auf und davon
Ich bin Stärke, Leichtigkeit und Freiheit
An manchen Tagen erinnert mich das Leben, dass ich jederzeit alles bei mir habe







