„Weil ich Natur spüren möchte.“



Wir tragen die schönste Mütze
wärmen unsere Hände ineinander
schenken dem Maronenmann ein Lächeln
und uns die Maronen
Wir pusten Atemwolken in die Welt
und tanzen Spuren auf der weißen Wiese
Wie hören dem Vogel zu
der im Januar sein Lied singt
Schmecken die Luft
und pfeifen dem Nebel ein Lied
Wir entdecken das Blau des Himmels
und lassen uns von der Freiheit anstecken
Die Frische malt unsere Wangen an
Wir rocken den Winter

Oh, ich habe ein Loch in meiner Hose
welche Hose ist das
das ist die mittelgute
dann ist das nicht so schlimm
Die Haut freut sich
fühlt die Frische
Lass uns weniger zugepackt leben
Den Kopf in den Himmel heben
Regentropfen schmecken
Schnee fühlen
als sei es das erste
und das letzte mal

Manchmal ist eine Blume schöner als hundert Blumen
Diese eine Blume küsst die Augen
Ihre schöne Schlichtheit füllt den Raum
Nichts lenkt ab von ihrer Farbe und Form
Sie kann sich entfalten
und flüstert unserem Inneren zu
Weniger ist Mehr


Heute ist der Himmel mein Hut
Die Sonne mein Kleid
Das Gras meine Stiefel
Der Wind ist mein Strumpfband
Die Wolke mein Spiegel
Ich finde mich schön damit
Wenn ich am Abend heimkehre
lege ich meine Kleidung auf die Truhe
und mich zur Ruhe
Ich lasse mich vom Mond zudecken
und die Sterne erzählen ihre sanfteste Gute-Nacht-Geschichte


Im richtigen Moment wach zu sein
Sehen was uns hingelegt wird
nicht weit weg
vielmehr
direkt zu unseren Füßen
Und dann
aufheben und es tragen
mitten ins Herz hinein

Wir haben
zwei Augen, zwei Ohren
zwei Hände, zwei Füße
zehn Finger, zehn Zehen
doch ein Herz
drum sage ich dir
es ist immer gut
wenn man nur eine Sache macht

Was wichtig ist und nicht in der Zeitung steht
Ein wichtiger Schritt ist
dass wir wieder langsam werden
uns nicht überholen
anhalten und tief atmen
wirken lassen was um uns ist
den Blick nach Innen wagen
und zum Himmel heben