Wie viele Entscheidungen treffen wir an einem Tag
Nie zählte ich sie
Es werden viele sein
Es ist eine Kunst, Entscheidungen zu treffen
Tragen wir unser Ja und unser Nein in die Welt
Wir dürfen wählen
Lass uns das klar und hell machen
Egal wie es ausgeht
Lass uns unsere Krummheiten anlachen
Dem Perfekten nicht nachlaufen
Unsere Schritte gehen
einen nach dem anderen
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Findesatz-Gedicht 113
Wir wissen es nicht als Kind
wenn wir im Sand spielen oder im Wald
oder mit den Farbstiften das Blatt ausfüllen
Doch irgendwann trifft uns die Erkenntnis
Die Endlichkeit des Lebens
Dann ringen wir nach Luft
Finden es unbegreiflich
und es integriert sich in unser Leben
auf stille Weise
Manchmal vergessen wir es
dann fühlen wir es
und manchmal erscheint alles leicht
Diese Erkenntnis
die lautlos in uns wohnt
lädt ein das Leben zu füllen
mit all dem was uns wertvoll ist
und was uns sinnig unsinnig ist
Zurechtzurücken und zu runden
Die Fäden zu spinnen
All die geschenkten Tage und Nächte zu gestalten
ihnen ein Gewand zu geben
Zu tanzen und zu lieben
Das Viel und das Wenige zu pflegen
Träumen ein Gesicht zu geben
Morgen nicht ins Übermorgen zu verstecken
Trauen wonach der Mut ruft
Die wenigstens Menschen sagen am Ende ihres Lebens
Ich habe zuviel ausprobiert
Findesatz 113
„Die wenigstens Menschen sagen am Ende ihres Lebens: Ich habe zuviel ausprobiert.“
Findesatz-Gedicht 110
Erfindet euch neu
wenn ihr Lust dazu habt
ihr müsst nicht das sein
was ihr gestern wart
morgen ist ein anderes Leben möglich
springt hinein
in das Leben
das ihr leben wollt
Findesatz 106
„Ich werde jeden Tag weiser.“
Findesatz-Gedicht 104
Wir tragen Körbe
Äpfel, Saft und Möhren schauen heraus
Wir tragen Handtaschen
verborgen ein kleiner Spiegel, ein Lippenstift und ein Portemonnaie
ein Ausweis, der uns weismacht, wir könnten Fremden davon erzählen, wer wir sind
Wir tragen Erinnerungen
auf der Haut und im Herzen
Das was man im Herzen trägt
kann einem niemand mehr nehmen
Das Herz und sein ureigener Rhythmus begleitet uns
bis es nicht mehr schlägt
Eines Tages werden all diese Erinnerungen mit uns ruhen
Die Äpfel werden längst gegessen
der Lippenstift nur noch ein Rest sein
der Ausweis kümmert uns nicht mehr
Das aus dem Herzen weht sich mit uns fort
Findesatz-Gedicht 102

Es war nicht nur ein Erleben
es war auch ein Erlernen
Das Leben traf mich
ich stieg mitten hinein
Allein war ich nie
auch wenn ich es gelegentlich meinte
Feste umgaben mich
Ich wurde in ihre Mitte genommen
Auf langen Straßen flossen die Gedanken seicht davon
Worte hafteten auf meiner Haut
Meine Wünsche reichten bis zu den Sternen
Der Wind sprach von dem Künftigen
Und alles hängt mit allem zusammen
an diesen unsichtbaren Fäden
Mein Lächeln hat ein Gedächtnis
Findesatz-Gedicht 101
Ich bin Gedanken und Gefühle, Wohlwollen, Güte und Wärme
An manchen Tagen bin ich mir ganz nahe
Ich bin Tanz, Struktur und Chaos
An manchen Tagen umarmen sich die Gegensätze
Ich bin Nebelschleier, Wolke und eine Möwe am Meer
An manchen Tagen fliegen meine Ängste auf und davon
Ich bin Stärke, Leichtigkeit und Freiheit
An manchen Tagen erinnert mich das Leben, dass ich jederzeit alles bei mir habe
Findesatz-Gedicht 100
Was suchst du?
Was fällt dir leicht?
Was möchtest du noch lernen?
Lebst du deine Facetten?
Wo wohnt dein Schatten?
Würdest du alles noch einmal so machen?
Welche Gebote sind dir wichtig?
Welche Regeln brichst du?
Wohin verzieht sich dein Nebel?
Findesatz-Gedicht 97

Nimmst du deine Träume in den Blick?
Glaubst du dir?
Fängst du an?
Lässt du dich vom Sonnenuntergang küssen?
Lebst du dein Leben?
Umarmst du den Mond?







