„Gibt es nur das eine Morgen?“



Ich halte dich
solange du das willst
Löst du deine Hand
gebe ich dir einen Kuss
und werde zusehen
wie deine Silhouette kleiner wird
Meine Träne wird von der Schönheit sprechen
In mir gewebt
ein Teil von dir



Ist die Vergangenheit vergesslich?
Welche Zukunft hat die Zukunft?
Hat die Gegenwart Zeit?
Wo sind wir in all dem?
Wo wohnen unsere Gedanken?
Wo beginnt der Himmel?
Schlafen die Bäume in der Nacht?
Ist jeder Morgen hoffnungsvoll?
Plant der Krokus sein Erwachen?


An meiner Schulter kannst du weinen
Ich werde dir kein Taschentuch reichen
denn du könntest meinen
du solltest die Tränen stoppen
Lass sie fließen
bis dein Inneres ruhiger atmet
Lass das Salzige seine Spur malen
und den See der Traurigkeit
sanfter werden
Lass den Tränen ihre Melodie
die sie brauchen
damit die Augen erst müde
und dann wieder wacher sehen können


Streut Liebe
Hört eurem Inneren zu
Vergesst nicht zu hoffen, zu wollen, zu träumen, zu wünschen
Glaubt an euch
Stärkt das Kleine und lasst es wachsen
Lauft barfuß
und schmeckt den Regen
lernt auf zwei Fingern zu pfeifen
lasst euch von den Wolken betrachten
Stellt euch nachts alleine unterm Sternenzelt
Schreibt dem Mond einen Brief
Lauft, doch euch nicht davon
Umarmt das Gute
und fühlt, dass ihr Teil von allem seid
