17. März – Findesatz-Gedicht

An meiner Schulter kannst du weinen
Ich werde dir kein Taschentuch reichen
denn du könntest meinen
du solltest die Tränen stoppen
Lass sie fließen
bis dein Inneres ruhiger atmet
Lass das Salzige seine Spur malen
und den See der Traurigkeit
sanfter werden
Lass den Tränen ihre Melodie
die sie brauchen
damit die Augen erst müde
und dann wieder wacher sehen können

6 Gedanken zu „17. März – Findesatz-Gedicht

  1. Was für eine gelungene Komposition aus Foto und Worten! – Der Tropfen, der gerade noch an der Blüte hängt, bevor er zu Boden fällt, dieses reine unschuldige Blütenweiß und ein paar rosa Tupfen an zartem Grün! Prachtvoll und sinnlich, Foto wie Gedicht!

    Du hast mir etwas bewusst gemacht, Marion: Taschentücher können tatsächlich als Aufforderung verstanden werden. Und doch ist es üblich, dieses sofort zu reichen. Aber Trauer ist individuell und sie ist Seelenarbeit … Tränen als Reinigung für die Seele. Und ohne Weinen kein Lächeln …

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