Dieses Jahr findet ihr hier zwei Kategorien.
Kategorie 1 – Wortgewebe: Wöchentlich stelle ich ein Wort aus einem anderen Land vor und verwebe es in einen kurzen Text, ergänzt durch ein passendes Foto.
Kategorie 2 – Lächelspuren: Ebenfalls wöchentlich hinterlasse ich lachende Gesichter aus Naturmaterialien oder Kreide im öffentlichen Raum, und halte es mit einem Foto fest.
Zudem werde ich wie jedes Jahr über die Leipziger und Frankfurter Buchmesse berichten.
Das Leben ist ein Abenteuer und Abenteuer ist ich weiß nicht was dabei herauskommt Doch ich vertraue dass das Lebens es gut meint mit uns dir und mir Ich weiß wir werden Schrammen sammeln Kratzer bekommen Tränen tanzen Doch auch vor Freude in die Luft springen Den Atem anhalten vor Schönheit Glück fühlen Und wachsen über uns hinaus
Heute möchte ich einmal etwas außerhalb der Reihe schreiben. Zu Beginn des Jahresprojekts habe ich überlegt, ob das der geeignete Zeitpunkt ist, wieder Findesätze zu sammeln, also Sätze, die ich an dem jeweiligen Tag irgendwo live höre und die ich dann aufschreibe. Ich wusste schließlich darum, dass wir noch eine Weile von Covid-19 umgeben und damit auch Einschränkungen verbunden sind, was bedeutet, weniger im Außen und weniger unterwegs zu sein. Ich ahnte zwar, dass meine Familie, die mich hier direkt umgibt, mir immer wieder wunderbare Sätze schenken wird, aber mir war klar, dass ich nicht jeden Tag einen Satz meines Mannes oder meiner Kinder aufschreiben möchte. Nun sind die ersten Wochen des Jahres bereits um und ich bin gerade sehr dankbar und glücklich, da ich spüre – auch durch das Projekt des Sätzesammelns – wie reichhaltig das Leben ist. Auch jetzt, auch in dieser Zeit. Mir kommen täglich viele schöne, bemerkenswerte Sätze entgegen. Es geht mir sogar manchmal so, dass ich an einem Tag viele aufhebenswerte Sätze höre und mich entscheiden muss, welchen ich nehme. Und das liegt nicht nur daran, dass ich eine redefreudige Familie um mich herum habe. Ich stelle fest, dass das Leben auch nun weiter geht mit Austausch, mit Gedanken, mit Gesprächen, mit einem Miteinander und Voneinander lernen, mit Bereicherungen, mit dem Glück der Gemeinschaft. Wir können nicht all das machen, was wir sonst machen würden, doch es ist auch weiterhin sehr vieles möglich, davon bin ich überzeugt. Ich gehe mit einzelnen Freundinnen mit Sicherheitsabstand spazieren oder ich telefoniere mit Familienangehörigen oder Freunden und bin zu digitalen Treffen verabredet. Dabei wandern viele wunderbare Sätze hin und her. Ich nehme an Online-Kursen teil, bei denen gute, bewegende Gespräche stattfinden. Es gibt eine Vielzahl von großartigen Angeboten im Internet. Ich mag auch Ruhe und Zeiten, in denen nicht viel um mich herum stattfindet, doch ich mag es auch Inspirationen und Anregungen von außen zu erhalten. Und das alles können wir weiterhin erleben. Deshalb meine Anregung an alle, die vielleicht gerade Austausch und Begegnungen vermissen, geht mit nahen Menschen spazieren, werdet kreativ, entdeckt was alles möglich ist, probiert Neues und fühlt, wie schön dieses Leben und ein Miteinander ist, auch jetzt.
Seitdem ich meinen Mann kenne kenne ich das Wort Langeweile nicht mehr sagte sie lachend Sie malen das Leben des anderen an ohne die eigene Farbe zu verlieren Sie springen ins Ungewisse wissen, da ist eine Hand, die hält Sie vertrauen dem Neuen sich und einander Das Leben schenkte viele Stationen An jedem Ort liefen sie barfuß über Wiesen pflückten Blumen sangen bis zu den Sternen weinten gemeinsam bauten Hüte aus Papier stiegen in Brunnen fanden Lieblingsbänke und besuchten Marktstände All das Gestrige in sich tragend neugierig auf das Morgen schauen sie dem Heute lachend ins Gesicht Auch hier wird eine Bank zur Lieblingsbank werden und ihrem Leben leise zuhören
Der Alltag malt die Wochen an Wir sehen hin und vorbei Und er verschenkt sich mit all seinen Wundern Ein wenig Sonntag lebt in jedem Alltag Ist nicht immer was besonders überlege ich und sehe die Sonne am Morgen aufgehen