Findesatz-Gedicht 141

Aufwachen
Dem Morgen zusehen
Sanft zieht der Nebel der Nacht davon
Beim Licht der Kerze
an nichts denken
Der Tag wird später kommen
Atemzüge schenken Gelassenheit
Verbundenheit spüren
Eine ausbreitende Ahnung
In einem Moment der Stille
fühle ich das Leben wirklich
Es will nichts
außer gelebt werden
und geliebt

Findesatz-Gedicht 140

Wir werden nicht mehr Raupe sein
lass uns Schmetterling sein
auch mitten im November
Unsere Farben leuchten mit dem Rot der sich wandelnden Blätter um die Wette
bei denen niemand der Gewinner ist
Wir haben uns längst gewonnen
als wir aus dem Kokon hinausschlüpften
Die Welt ist da
und wir
und all die Geheimnisse
deren Zahl wir niemals zählen können

Findesatz-Gedicht 139

Ich gebe Mitmenschen nicht die Macht
darüber zu entscheiden
wie es mir geht
Diesen Gedanken machte er sich
zum Grundsatz seines Lebens
Jeder der ihn sah
spürte
da wohnt etwas in ihm
das ist unverletzbar
Es leuchtete
Ich glaube
es ist dieser gelebte Satz

Online-Workshop

Gerne teile ich hier die Einladung zu meinem nächsten Workshop.
Der Workshop schenkt Inspiration und Freude, um schwungvoll in die neue Woche zu starten.
Die Teilnehmenden werden zu Übungen angeregt, die gut tun und die den eigenen Blick erweitern. Das kreative Schreiben fließt dabei ebenso ein wie eine Phantasiereise und Bewegungsübungen. Dabei gilt das Motto „Alles kann – nichts muss“.
Zwei Stunden mit Anregungen, Freude und Austausch.
Der Online-Workshop wird über Zoom stattfinden.
Mehr Infos unter http://www.werkstatt-freude.de

Demo „Lützerath bleibt“

Heute teile ich Bilder von einer Demonstration, die ich heute in dem Ort Lützerath erlebt habe. An dem Tag, an dem sich in Glasgow die Staaten zur Weltklima-Konferenz treffen, fand hier im Rheinland die Demonstration „Lützerath bleibt“ statt. 5000 Menschen haben hier protestiert, um sich für den den drohenden Abriss Lützeraths sowie fünf weiterer Dörfer einzusetzen und zu zeigen, dass wir gegen die Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler sind.
RWE möchte weitere Dörfer abbaggern, um Kohle aus dem Boden zu holen. Wir sagen, die Kohle muss im Boden bleiben, die Dörfer müssen erhalten werden und das 1,5 Grad Ziel muss angestrebt werden.
Es war eine beeindruckende und großartige Demo.

Findesatz-Gedicht 138

Ich wünsche mir eine Welt
in der Menschen einander achten
in der sie nicht wegsehen
in der Hinhören groß geschrieben wird
Eine Welt
in der Bänke vor den Häusern stehen
Zäune kleiner werden
in der wir einander Gegenstände leihen
anstelle alles selbst zu besitzen
Eine Welt
in der wir auf offener Straße singen
Komplimente schenken
auch dem Unbekannten
Eine Welt
in der wir Zeit finden
für das was unsere Herzen möchten
in der Fehler umarmt werden
Eine Welt
in der wir nicht ausgrenzen
den alten Menschen zuhören
die Stimmen der Kinder laut sein dürfen
Ich wünsche mir eine Welt
mit Liebe, Neugierde und viel Vertrauen
mit bunten Blumen und Laub, das liegen bleiben darf
Wenn wir irgendetwas wollen
müssen wir es machen