35 Gedanken zu „1. November

  1. Allen Menschen ist zweierlei gleich: dass sie geboren werden und dass sie sterben müssen. Was wir aus der Zeit dazischen machen liegt allein in der Hand eines jeden einzelnen. Aber sich im Alltag daran zu erinnern, dass wir nicht für immer auf dieser Welt sind, ist gar nicht so leicht…

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    • Ja, diese Eckdaten tragen wir alle in uns. Gestern las ich einen Artikel, ob die Menschen irgendwann unsterblich sein können. Ich dachte darüber nach und merkte, diese Utopie finde ich nicht anstrebenswert.
      Ich glaube, es kann uns nicht immer bewusst sein. Doch dieses Thema immer wieder hervorzuholen und zuzulassen, finde ich bereichernd.
      Du hast recht, es liegt an uns, wie wir unsere Zeit gestalten.

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      • Nein, das fände ich auch nicht erstrebenswert, dann hätten die Menschen erst recht keinen Grund, das Beste aus allem zu machen. Ich wünsche Dir einen schönen, intensiv erlebten Tag :o)

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  2. ja, das empfinde ich inzwischen definitiv so.
    den tod so auszuklammern, wie es vor allem in unserer kultur geschieht, halte ich für … schwierig. unweigerlich werden wir damit konfrontiert, früher oder später. ein ausgiebiges thema mal wieder. und ein ganz feines zitat. :)

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    • Ich danke dir. Ja, leider wird Tod und Sterben inzwischen in unserer Kultur oft ausgeklammert. Eigentlich verrückt, was so dazu gehört und sich nicht ausklammern lässt und im Grunde das Leben bereichern und erweitern kann.

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  3. Den Tod wirklich nicht auszuklammern bedeutet auf einer permanenten Überholspur zu leben. Wie viel Vollgas (v)erträgt der Mensch? Man wird zum Selbstantreiber in jeder Situation seines Lebens und ich rede nicht von einer unendlichen Part, sondern davon alles aus sich rausholen zu wollen.

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    • Ich glaube, der Mensch verträgt nicht viel Vollgas.
      Könnte sein, dass ein Mensch mit dem Bewusstsein des Todes alles nutzen möchte, am liebsten zehnfach und versucht sich selbst zu überholen.
      Doch ich denke, es kann auch anders sein, dass das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit dazu führt, das Leben wahrzunehmen, zu genießen, inne zu halten, die Zeit so zu füllen, wie wir sie füllen möchte. Die Tage zu Lieblingstagen zu machen. Und Lieblingstage sind meist ohne Überholspur.

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  4. Ich klammere ihn nicht aus, liebe Marion, er ist mir sehr bewußt, aber in meinen Gedanken ist er nicht immer vorhanden, und ich hadere absolut nicht mit meiner Sterblichkeit. Ich würde es eher mit einer Unsterblichkeit tun, denn wer möchte schon immer und ewig leben?
    Das wäre doch verdammt anstrengend, oder etwa nicht?

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  5. Ebenso wie Krankheit und Behinderungen zum Leben dazugehören und auch so gern weggesperrt werden.
    Herman van Veen hat gesungen: Ich tanze mit dem Tod, die Frage ist nur wie lang dauert die Musik.
    Das Bewusstsein dafür macht es aus…

    Liebe Grüße,
    Silbia

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  6. Immer die eigene Sterblichkeit vor Augen zu haben kann zu großer Intensität oder zu wahnsinniger Hast, oder beidem führen. Dieses Bewusstsein ist wichtig, aber ich erlebe es heute auch mal so, dass es mir besser geht, wenn ich mal wieder runterschalte vom grellen intensiv leben und auch mal zulasse, dass es Tage gibt, die Eva Strittmatter in ihrem Gedicht „Libelle“, so beschreibt „gekettet an den Gedanken der Pflicht, sinnloser, lautloser Lebensverzicht“. Das gehört eben auch dazu, das Normalmaß, der Alltag. Die Balance ist die Kunst.

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    • Ein wichtiger guter Gedanke. In der Zeitschrift Flow las ich vor einigen Tagen einen Artikel „So schön alltäglich“, in dem die Autorin genau dazu einlädt, das Gewöhnliche und Alltägliche zu schätzen. Die kleinen Dinge, die nicht klein sind. „Eine Topfpflanze, die endlich gedeiht, eine Tasse Tee in der Küche, wenn draußen der Regen prasselt, ein drolliger Hund, der einem auf dem Weg zur Arbeit begegnet.“

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