Ich wünsche mir eine Welt
in der Menschen einander achten
in der sie nicht wegsehen
in der Hinhören groß geschrieben wird
Eine Welt
in der Bänke vor den Häusern stehen
Zäune kleiner werden
in der wir einander Gegenstände leihen
anstelle alles selbst zu besitzen
Eine Welt
in der wir auf offener Straße singen
Komplimente schenken
auch dem Unbekannten
Eine Welt
in der wir Zeit finden
für das was unsere Herzen möchten
in der Fehler umarmt werden
Eine Welt
in der wir nicht ausgrenzen
den alten Menschen zuhören
die Stimmen der Kinder laut sein dürfen
Ich wünsche mir eine Welt
mit Liebe, Neugierde und viel Vertrauen
mit bunten Blumen und Laub, das liegen bleiben darf
Wenn wir irgendetwas wollen
müssen wir es machen
Schlagwort-Archive: Leben
Findesatz-Gedicht 133
Jetzt geht es los
Der neue Tag
Die Reise
Die Stunde
Das Leben
Immer geht etwas los
das uns bleibt
uns nicht loslässt
Es wärmt die Netzhaut
das Herz von Innen
uns
Drum lass uns leben
Nicht übermorgen
Nicht morgen
Jetzt
geht es los
Findesatz-Gedicht 132
Wieviel Herbst wohnt in mir?
Kann ich Morgen ganz anders sein?
Fühlen wir alle ähnlich?
Wird mein Traum wahr?
Kann Geduld ungeduldig werden?
Liegt der Zauber im Morgentau?
Was hält die Welt zusammen?
Sollen wir uns Flügel malen?
Welche Frage beschäftigt dich gerade?
Findesatz-Gedicht 130
Zeigt euch in eurer Einzigartigkeit
und in eurer Schönheit
lasst Farben blühen
seid Musik
barfuß
entdeckt Kleinigkeiten
von vorherigen Generationen
erlaubt euch ein Schneckentempo
und streckt euer Inneres himmelhoch
Findesatz-Gedicht 128
Ich würde es wieder so machen
Genau so
Es war nicht alles gut
Wie könnte es
Doch es war richtig
für den Weg
der der meine ist
Alle Wege und Pfade
Umwege, Abzweigungen und Irrwege
haben mich hingeführt
zu meinem Inneren
und nahe zur Welt
Findesatz 128
„Ich würde es wieder so machen.“

Findesatz-Gedicht 121

Das Leben war gut zu ihm
Nicht immer, wie könnte es
und doch fühlt er sich als Glückskind
mit all den Jahren, die er in sich trägt
Von seinem Lebensgefühl
ist er total mit sich im Reinen
Wenn er seine Geige stimmt
die ersten Töne erklingen
schließe ich die Augen
höre ihm zu
und ich mich hinein
Glück färbt ab
immer
Findesatz-Gedicht 119
Der Morgen weckt mich
Das geöffnete Fenster zeigt wie der Wind heute spricht
Kaffeegeruch küsst die Nasenflügel
während die Zeitung auf dem Tisch liegt
mit Nachrichten, die mich fragen lassen
warum wir Menschen so sind
Die Terrasse empfängt meine nackten Füße
und die Kastanie wirft die ersten Blätter ab
Die Schmerzen sind nicht fühlbar
Nebenan erzählen Hühner einander Geschichten
Verschwommenes vom Traum wohnt noch auf meiner Haut
Ich blicke in den Himmel
Ich strecke mich dem Tag entgegen
Ja, juchhu, ich lebe!
Findesatz 119
„Ja, juchhu, ich lebe!“
Findesatz-Gedicht 117
Was wohl in den Kühen so vorgeht
wenn sie den ganzen Tag auf der Weide stehen und trinken und essen
überlegten sie
während sie an den Kühen vorbeigingen
Was wohl in den Menschen so vorgeht
wenn sie fast den ganzen Tag in den Häusern sind und trinken und essen
überlegten sie
während sie die Menschen vorbeigehen sahen







