Findesatz-Gedicht 1

 

 

Heute ein Gedicht, in dem ich den gestrigen Findesatz „Draußen ist noch da“ eingebaut habe.

Draußen ist noch da
sagtest du am Morgen, als du das Fenster öffnetest
Deine Worte nahm ich mit in den Tag
Ich stand mitten im Draußen
Es umfing meine Sinne
Mein Atmen schenkte Wölkchen
Ich legte Spuren in den Waldboden
Der See spiegelte das Sein
Dann in der Nacht
eine der Rauhnächte
die ihre Schönheit schenken
sah ich das Draußen kaum
Es umhüllt mich sanft
wie eine Decke
In den dunklen Nachthimmel
warf ich meinen Dank
und schwieg in das Draußen hinein

11. August

Anstelle einer Frage teile ich heute ein kleines Gedicht.

Kastanie

Es braucht nicht viel, um die kleinen Freuden zu erleben
Heute war es eine spontane Einladung des Kastanienbaums im Garten
und sein Schatten, den er schenkte
Ausgestreckt im Gras liegen
in die Krone des Baumes blicken
und sich ein wenig wie Pippi Langstrumpf fühlen
Dazu ein vorbeifliegender Zitronenfalter
Aus der Nachbarschaft leise Kinderstimmen und das Gackern von Hühnern
In den Zweigen schenkte eine Meise ihr Spiel
hüpfte von Ast zu Ast und wetzte ihren Schnabel
Ich sage euch, wir liegen viel zu wenig ausgestreckt im Gras
und schauen Bäumen zu selten von unten zu
Es braucht nicht viel, um die kleinen Freuden zu erleben