Geschriebenes – Zum Herbst

Blätter Herbst

Momente die fühlen lassen
dass der Herbst uns umweht
Nicht wissend wo er sich gestern versteckte
zeigt er sich heute mit seinen Gerüchen
Als singe er die schönsten Lieder sich selbst
Farben reich an Tanz und Sinnlichkeit
Frisch vom Baum gefallene Wallnüsse
schenken sich in dieser Zeit
Sie zu knacken ein Vergnügen
Gegenüber ziehen Nachbarn ein
beginnen ein neues Leben
ohne das alte loszulassen
Milde Luft lässt tief atmen
Kraniche wecken Sehnsucht und ein Lächeln
Es wird alles gut
Ein Satz
den die Eltern früher sprachen
und der noch immer in uns wohnen will
Der Tag folgt einem Bogen
und das Leben macht es ihm nach

Pas de deux

Vor ein paar Tagen stellte ich hier im Blog ein Gedicht ein. Michael http://www.luftzumathmen.wordpress.com schrieb einen Kommentar dazu, der wie eine Fortführung des Gedichtes klang. Es war wie eine Aufforderung zum Worttanze und lud uns dazu ein, die Zeilen noch ein wenig weiter entstehen zu lassen. So haben wir einander die Worte gereicht und diese Zeilen entstehen lassen. Es hat Freude gemacht, lieber Michael, und ich sage dir mein Danke.

himmel-sonnenaufgang

Jeder Tanz ist Verwandlung

Alle Wellen der Meere wohnen in ihm

Verlier dich um dich zu finden

Jeder Tanz ein Ja zum Leben

Wenn du tanzt

erkennt selbst der blinde Engel deine Sprache

 

Was sieht der blinde Engel?

Dass du in deinen Tanz die Wolken mit einbeziehst

Und den Regen, die Bäume und den Wind

Alle, die nicht zu tanzen glauben und sich vergeblich

versuchen zu verschließen

Die Musik die sie dennoch umgibt

Und die der Engel hört, auch wenn er taub ist

 

Leg dich ins Leben

Mit all deinen Tönen

Hör dem Flüstern zu

Atme die Fülle

Lass das Unsagbare sprechen

Und fühl das Willkommen

 

Das die wahre Musik unseres Leben ist

Nur übertönt vom Lärm unserer Sorgen

Ängste und Nöte

Als sei es nicht – dies Willkommen

Der Ewigkeit für Dich und mich

 

Einen Hauch der Ewigkeit atmen

Zeitlos schön

Wunschlos für einen Moment, der anhält

Lass uns nach den Sternen greifen

Und fühlen, das, was vergeht, bleibt

 

Alle Bewegung wird zum Tanz

Aufeinander zu

Und Du sagst mir leis‘:

Das Auge täuscht,

Wir bleiben unzertrennlich.