„Meine Gedanken werden leise.“



Ich möchte nie aufhören zu vertrauen
Ich möchte nie aufhören zu staunen
Ich möchte nie aufhören Luftsprünge zu machen
einem Vogel im Flug zuzusehen
mich ins Gras zu legen
etwas Neues zu probieren
mich weniger ernst zu nehmen
der Stille zuzuhören
mich in einer Buchhandlung zu beschenken
zu wählen
mich im Garten zu stellen und den Geräusche der Nacht zu lauschen
andere Menschen zu entdecken
mich über meine Zehen zu wundern
unbeabsichtigt zu kritzeln
mich in das Leben zu verlieben



Existiert Zeit?
Ist Zeit nur ein menschliches Konstrukt, um Veränderungen zu messen?
Sollen wir die Zeit vergessen?
Wo bin ich heute in einem Jahr?
Sind meine Arme weit genug?
Kann ich lassen?
Wo wohnt das Vorher?
Wer erfand das Himmelsblau?
Was wollen meine Gedanken von mir?


Frei zu sein in der Umarmung der Natur
Sie pustet Gedanken und Wohlwollen an
Mit ihrem Wir und ihrer unnachgiebigen Hoffnung
Sie muss nicht verstanden um geliebt zu werden


Man kann zwar den Tod nicht besiegen
wohl aber aber das Totsein zu Lebzeiten
Drum lass uns in jeden neuen Tag springen
Tanzen im Sommer und Herbst
Vögel beobachten und lernen wie sie ihre Flügel ausbreiten
Lass uns am Fluss sitzen
Frische atmen und der Stille zuhören
Lass uns im Frühjahr und Winter einen Berg besteigen
und unseren größten Wunsch in die Luft werfen
Lass uns Worte, Hände und Zugewandtheit teilen
Lass uns staunen über das Glucksen im Magen
das Rollen der Murmel und den Geschmack der Blaubeere
Lass uns den Wald aufsuchen und hoch zu den Baumkronen schauen
Lass uns einen fremden Menschen ansprechen und das Fremdsein überwinden
Lass uns fühlen wer wir sind und was uns glücklich macht
Lass uns Sterne sammeln
Freude schenken
und im Mondlicht baden
Lass uns den morgigen Tag ins Heute legen
