Archiv für den Monat August 2021
Findesatz-Gedicht 107

Hast du Hunger nach Unbeschwertheit?
Nach Weniger im Leben?
Nach Mehr?
Hast du Hunger nach dem Leben, das du nicht führst?
Nach Schlaf?
Nach dem Fühlen des Meerwassers?
Hast du Hunger nach Stille?
Nach Antworten?
Nach neuen Schritten?
Hast du Hunger?
Findesatz 107
„Hast du Hunger?“
Findesatz-Gedicht 106
Ich werde jeden Tag weiser
hörte ich
und überlege
ob die Weisheit mit dem Alter wächst
Gegenbeispiele gibt es ausreichend
Ich weiß nicht wo die Weisheit wohnt
Im Morgenland bei den drei Weisen?
Welche Gaben bringe ich in die Welt?
Ein Gedanke führt zum Nächsten
Wie diese Assoziationskette
die ich gerne spiele
Ich finde wir sollten mehr spielen
mehr küssen
und weniger bekriegen
Ich verstehe die Welt nicht
wie sie mir in den Nachrichten gezeigt wird
Menschen, deren Augen rufen
deren Kleidung weint
und ich wundere mich
dass unsere bequemen Sessel
uns nicht aufspringen lassen
Auch ich kenne die Lösung nicht
Vielleicht fragen wir ein Kind
und hören ihm zu
Findesatz 106
„Ich werde jeden Tag weiser.“
Schreibworkshop im Westen Deutschlands

Lust auf einen wohltuenden Tag, an dem ihr ins Schreiben eintaucht?
Am 4. September findet der Kreative Schreibworkshop „Der Freude Raum geben“ statt. Inmitten einer entspannten und schönen Umgebung werden wir über Methoden des Kreativen Schreibens Gedichte und Texte entstehen lassen. Spielerische Impulse und Anregungen lassen Gedanken und Zeilen zu Papier bringen und Neues entstehen.
Es erwartet euch ein Tag, der als Wohlfühltag gestaltet ist. Wenn das Wetter es zulässt, werden wir draußen schreiben und zudem einen kleinen Spaziergang machen.
Eingeladen sind alle, die Lust am Schreiben haben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Teilnahmekosten betragen 45 Euro, darin enthalten sind Getränke, eine Mittagssuppe und Kuchen.
Der Veranstaltungsort ist bei mir Zuhause in Selfkant-Süsterseel, der westlichsten Gemeinde Deutschlands.
Bei Interesse bitte bis zum 28. August anmelden unter: kontakt@werkstatt-freude.de
Findesatz-Gedicht 105
Yeah, es gibt es, das Gute auf der Welt
rief sie
und wir alle, die ihren Satz hörten
fühlten ihre wahrhaftige Freude
Wir wussten nicht
was es wahr
dass uns lächeln ließ
war es, dass es das Gute auf der Welt gibt
woran wir niemals länger als einen Tag zweifelten
oder war es ihre Art, wie sie diese neun Wörter ausrief
Wir fühlten es noch
als die Silben längst verklungen
als jeder in seine Richtung heimkehrte
Findesatz 105
„Yeah, es gibt es, das Gute auf der Welt!“
Findesatz-Gedicht 104
Wir tragen Körbe
Äpfel, Saft und Möhren schauen heraus
Wir tragen Handtaschen
verborgen ein kleiner Spiegel, ein Lippenstift und ein Portemonnaie
ein Ausweis, der uns weismacht, wir könnten Fremden davon erzählen, wer wir sind
Wir tragen Erinnerungen
auf der Haut und im Herzen
Das was man im Herzen trägt
kann einem niemand mehr nehmen
Das Herz und sein ureigener Rhythmus begleitet uns
bis es nicht mehr schlägt
Eines Tages werden all diese Erinnerungen mit uns ruhen
Die Äpfel werden längst gegessen
der Lippenstift nur noch ein Rest sein
der Ausweis kümmert uns nicht mehr
Das aus dem Herzen weht sich mit uns fort







