
10. April – Schnipselgedicht



Fehler wurden in der Schule rot angestrichen
Später malten wir sie nicht mehr an
Sie gingen mit uns durchs Leben
und machen es noch immer
Es ist nicht falsch
einen Fehler zu machen
Es wäre falsch
niemals einen Fehler gemacht zu haben


Gibt es nur das eine Morgen?
Weiß die Sonne, dass sie wieder aufgeht?
Stehen wir gerade auf dem Kopf?
Stehlen die Medien mir die Zeit?
Ist Schönheit zeitlos?
Wo wohnt die Zeit?
Habe ich alles was ich brauche?
Soll ich mich mehr verschenken?
Verstehe ich, dass das Leben ein Geschenk ist?

Streut Liebe
Hört eurem Inneren zu
Vergesst nicht zu hoffen, zu wollen, zu träumen, zu wünschen
Glaubt an euch
Stärkt das Kleine und lasst es wachsen
Lauft barfuß
und schmeckt den Regen
lernt auf zwei Fingern zu pfeifen
lasst euch von den Wolken betrachten
Stellt euch nachts alleine unterm Sternenzelt
Schreibt dem Mond einen Brief
Lauft, doch euch nicht davon
Umarmt das Gute
und fühlt, dass ihr Teil von allem seid


Den eigenen Geburtstag kann man sich eher nicht aussuchen
Den eigenen Tod kann man sich meist auch nicht aussuchen
Doch all die Tage dazwischen
wie wir sie leben und füllen
davon können wir vieles aussuchen

Anlehnen und
in den Himmel schauen
Atem reinigt
Mit den Gespenstern leben
ihnen ihr schönstes Gewand geben
Das Licht des Tages lässt sie verblassen
Jeder Tag schenkt Licht
auch im Winter
Immer fliegt irgendwo ein Vogel
und zeigt sich ein Versprechen
Zum Takt des Windes
spricht die Haut
und glaubt an das Leben


Odem
Wir feiern
viel zu wenig
uns selbst mit allem
und unsere Wege, Träume, Wünsche
Der Mond flüstert es uns zu
Das ganze Leben ist deine heilige Zeit