Rückblick Jahresprojekt


Das Jahr ist nur noch wenige Stunden alt, und damit schließt mein diesjähriges Jahresprojekt.
Dieses Jahr gab es hier zwei Kategorien, auf die ich gerne zurückblicke.

Kategorie 1 war „Findesatz und Wortspiel“. Es hat viel Freude gemacht, erneut Sätze zu sammeln, die ich in meiner Umgebung hörte und sie dann in ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte einzubinden. Ich finde immer wieder, dass es sehr viele Satz-Schätze gibt, die wir im Alltag hören, egal ob auf der Straße, am Küchentisch, in einem Café oder im Zug. Die Sätze in einen Text einzuweben, war eine einladende Motivation für mich, regelmäßig Gedichte oder Geschichten zu schreiben.

In der Kategorie 2 „Verstecktes Wort“ habe ich Wörter – immer mit dem nächsten Buchstaben des Alphabets beginnend – aufgeschrieben und an öffentlichen Orten platziert, in der Hoffnung, dass sie gefunden werden. Manchmal bekam ich mit – nachdem ich sie versteckte, weiterging und mich noch einmal umdrehte -, dass sie gefunden wurden. Das waren schöne Momente. Es sind Bilder, die ich innerlich aufgehoben habe, z.B. wie ein Mann das Röllchen fand, öffnete und seine Freunde rief, die dann alle über das Wort gebeugt standen. Oder eine Frau, die das Röllchen fand und sich lachend umdrehte. Ein Kind, dass sichtlich erfreut das Röllchen entdeckte, und wie seine Eltern mit ihm den Zettel lasen.
Manches Mal sah ich, wie Menschen vorbei gingen, ohne das Röllchen zu bemerken. Bestimmt übersehe auch ich vieles, was im Alltag vor unseren Augen liegt.
Einige Male kam ich an den Ort zurück, an den ich das Wort versteckte und sah, dass es nicht mehr dort war. Spannend, welche Reise auch immer die Worte gegangen sind.
Und dann gab es die Finderinnen und Finder, die sich zurückmeldeten. Manche schrieben, an welcher Stelle sie das Wort in ihrer Wohnung platzierten oder dass das Wort genau zur richtigen Zeit kam. Ihr ahnt es, meine Freude darüber ist groß.

Ich erlebe den Blog immer noch als einen Ort, an dem ich gerne kreativ bin. Es ist schön, euch lesend dabei zu wissen.
Von Herzen danke ich euch allen, die ihr hier mitlest, Gedanken und Antworten in den Kommentaren teilt, meinen Beiträgen ein „Like“ schenkt oder still dabei seid. Ein Blog lebt auch von den Menschen, die ihn mitlesen. Insofern gäbe es ohne euch diesen Blog sicherlich nicht mehr in dieser Form.
Und dir, lieber J., an dieser Stelle auch ein Danke, denn manches Mal musstest du warten, wenn wir irgendwo gemeinsam unterwegs waren, bis ich einen passenden Ort fand, das Wort versteckte und ein Foto machte. Deine Geduld in diesen Momenten ist ein Geschenk, das ich sehr schätze.

Dieses Jahresprojekt geht also nun zu Ende. Doch der Weg geht weiter. Im kommenden Jahr beginne ich mit einem neuen Jahresprojekt. Wie… das erzähle ich euch morgen.

Habt einen guten Silvesterabend, egal ob ruhig oder turbulent, am besten so wie ihr mögt, kommt gut ins neue Jahr und packen wir alle eine gute Ladung Zuversicht und Gestaltungslust ein.

Liebe Grüße
eure Marion

Findesatz und Wortspiel – 52

„Modern ist ein altes Wort.“

Er schlenderte durch die Stadt. An einigen Schaufenstern blieb er stehen. Nicht um etwas zu kaufen. Zu betrachten,  was hinter den Scheiben lag, gefiel ihm. Es lag Nebel in den Gassen. Menschen in farbenfrohen Mützen, Schals und Handschuhen machten die Straßen bunt. Die weihnachtliche Beleuchtung stimmte ihn friedlich. Eine Buchhandlung zog ihn an. Hier konnte er stundenlang verweilen. Als er später wieder hinausging, war ihm, als sei die Luft klarer als zuvor. Sprüche an Schaufenstern ließen ihn anhalten. Er lächelte den Sätzen zu. Beim Weitergehen schaute er in die Augen eines angeleinten Hundes. Für einen Moment dachte er an all die Tiere, die er in sein Leben ließ und es war, als wirkten sie alle nach. Zwei junge Menschen überholten ihn. Er nahm ihre Gesprächsfetzen auf. „Modern ist ein altes Wort“, sagte einer der beiden, „es ist modern und gleichzeitig alt.“ Schon waren sie entfernter. Geschenkte Sätze. Geschenkte Gedanken. Losgelöst vom Geschehen. Er mochte diese Zufallssätze  die an seine Ohren drang. Er sammelte sie innerlich. Ganz ohne Einkaufstasche. Ganz ohne schwere Pakete. Ganz ohne Umtauschwunsch. Unbezahlbar gut.

Jahresprojekt 2025


Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und wünsche euch einen wunderbaren Jahresbeginn!
Heute möchte ich euch mein Jahresprojekt 2025 vorstellen, das aus zwei Kategorien besteht:

Kategorie 1 – Findesatz und Wortspiel

Einmal wöchentlich teile ich hier im Blog einen Satz, den ich in der Woche gehört habe und der mich besonders anspricht – sei es durch seine Schönheit, Poesie, Tiefe, Skurrilität oder seinen offenen Interpretationsspielraum. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich den Satz in einem persönlichen Gespräch, in einem Café, an der Supermarktkasse oder zufällig im Vorbeigehen gehört habe.
Von diesem Satz lasse ich mich inspirieren, um ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte zu schreiben. Entweder wird der Satz wortwörtlich in den Text integriert, oder er dient als Anregung für den Text.
Dazu teile ich ein passendes Foto.
Die ursprüngliche „Findesatz“-Idee greife ich damit wieder auf.

Kategorie 2 – Verstecktes Wort der Woche

Ein weiteres Element meines Jahresprojekts ist das „Versteckte Wort der Woche“. Dabei wähle ich wöchentlich ein Wort, das mit dem nächsten Buchstaben des Alphabets beginnt. Dieses Wort schreibe ich auf einen Zettel und platziere es an einem Ort, an dem Menschen es entdecken können – etwa auf einer Parkbank, an einer Bushaltestelle oder in einem Wald. Ich freue mich, wenn das Wort jemanden anspricht und es mitgenommen wird.
Da das Alphabet aus 26 Buchstaben besteht und das Jahr 52 Wochen hat, werde ich das Alphabet zweimal durchlaufen und so insgesamt 52 Wörter auswählen.
Auch hierzu teile ich ein Foto im Blog, das das gewählte Wort sowie den Ort zeigt, an dem ich es versteckt habe.

Ich freue mich sehr auf dieses neue Jahresprojekt und bin dankbar, euch weiterhin als Leserinnen und Leser an meiner Seite zu haben.

Herzliche Neujahrsgrüße
eure Marion

Rückblick Jahresprojekt 2023


Abermals geht ein Jahresprojekt zu Ende.
Auch in diesem Jahr hat es mir wieder Freude gemacht, Worte und Bilder hier im Blog mit euch zu teilen.
Von Herzen danke ich allen, die hier lesen, die Gedanken dalassen, die meinen Beiträgen ein „Like“ schenken, die mir in den Kommentaren oder privat schreiben und die still lesen. Ich freue mich, dass ihr da seid! Ohne euch gäbe es den Findesatz-Blog nicht.

Am Ende des Projektjahres halte ich gerne Rückschau und teile ein paar Gedanken mit euch.
Zum einen gab es dieses Jahr die Kategorie MONTAGSWORT. Mein Ziel war es dabei, ein schönes, anregendes oder Gute-Laune-verschenkendes Wort irgendwo zu platzieren, so dass es von anderen Menschen gelesen und gefunden wird. Es hat Freude gemacht zu überlegen, welches Wort verstecke ich und wo verstecke ich das. Meistens habe ich es mit Kreide an Orten geschrieben und das größtenteils heimlich. Manchmal kamen Menschen vorbei, die Reaktionen waren dabei freundlich, einige schauten, andere fragten, was ich mache und wenn wir miteinander ins Gespräch kamen, waren die Reaktionen sehr positiv und bejahend. Ein einziges Mal sprach mich jemand erbost an, was ich da machen würde, was ich auf die Mauer schreiben würde. Als ich erklärte, dass ich einen Blog betreibe und montags Worte verstecken würde, legte sich die anfängliche Unfreundlichkeit etwas. Keine schöne Begegnung, doch immerhin erlebte ich es nur ein einziges Mal. Ich bleibe dabei, die meisten Menschen auf dieser Welt sind freundlich und wertschätzend.

Meine zweite Rubrik war, SÄTZE aufzuschreiben, die ich an dem Tag irgendwo live hörte. Am Tag danach habe ich diesen gehörten Satz in ein GEDICHT eingebaut und wie am Tag zuvor ein Foto dazu im Blog eingestellt. Auch das hat mir wieder viel Freude bereitet. Zum einen merke ich immer wieder, wie spannend es ist, Sätze aus ihrem Kontext zu heben und dass die Welt voller aufhebenswerter Sätze steckt. Zum anderen war es eine gute Schreibeinladung an mich selbst, diese Sätze in ein Gedicht einzubauen, auch dadurch habe ich regelmäßig Gedichte geschrieben.

Schließlich gab es meine dritte Rubrik, die SCHNIPSELGEDICHTE, bei der ich aus Zeitungen und Zeitschriften gesammelte Wortschnipsel zu einem Gedicht gestaltet habe. Auch das macht mir sehr viel Freude und meine Wortschöpfung „Schnipselgedicht“ ist zu einem festen Bestandteil in meinem näheren und weiteren Umfeld geworden.

Es war schön, wieder hier im Blog kreativ zu sein.
Auch wenn dieses Jahresprojekt nun zu Ende ist, geht es im neuen Jahr mit dem Blog weiter.
Wie… das erzähle ich euch morgen.
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und kommt gut in das neue Jahr, das viel Wohltuendes und Zauber für euch bereithalten möge!

Liebe Grüße,
eure Marion

2023 – Mein neues Jahresprojekt

Der 1. Januar ist da. Wie bereits angekündigt, beginne ich ein neues Jahresprojekt hier im Blog.
Es wird in diesem Jahr drei Rubriken bei Findesatz geben:

Rubrik 1: MONTAGS werde ich ein Wort irgendwo verstecken. Das Wort wird eines sein, das ich schön, anregend oder Gute-Laune-verschenkend finde. Vielleicht schreibe ich es mit Kreide auf einem Gehweg, hänge es auf einem Zettel geschrieben an einem Baum, schreibe es auf einem Papier, das ich auf eine Bank lege oder was auch immer. Davon werde ich ein Foto machen und es mit euch teilen.
Mit den Montags-Worten möchte ich dem entgegenwirken, dass viele Menschen die Montage nicht mögen. Ich finde, jeder Tag sollte als Geschenk gesehen werden, und gerne möchte ich mit den Worten an unterschiedlichen Orten ein wenig Montags-Freude verteilen.

Rubrik 2: DIENSTAGS werde ich einen Satz, den ich irgendwo höre, sammeln und mit euch teilen. Dazu werde ich ein Foto einstellen. Das ist die ursprüngliche Idee meines Blogs und damit gehe ich wieder zurück zu den Findesatz-Wurzeln.
MITTWOCHS werde ich den am Tag zuvor gehörten Satz oder ein Wort daraus in ein Gedicht einbauen und ein Foto dazu einstellen. Damit lade ich mich selbst erneut ein, regelmäßig ein Gedicht mit euch zu teilen.
DONNERSTAGS und FREITAGS wiederhole ich das vorherige, das heißt ich sammle einen gehörten Satz und am Tag danach gibt es ein Gedicht dazu.

Rubrik 3: Am Wochenende, als SAMTAGS und SONNTAGS, wird es wieder ein Schnipselgedicht geben, ein Gedicht, das ich aus Wortschnipseln zusammensetze, die ich aus Zeitungen und Zeitschriften sammle. Wie ich gestern schon schrieb, macht mir das viel Freude und ich fühle mich noch lange nicht „ausgeschnipselt“.

Ihr seht, damit greife ich auf Vorheriges zurück und kombiniere es mit Neuem.
Ich freue mich auf das neue Jahr, auf liebgewonnenes Altes und aufregendes Neues im Leben. Ich freue mich auf Abenteuer, Muße, Natur und Kultur. Ich freue mich auf euch im neuen Jahr!

Es grüßt euch herzlich,
eure Marion

Ein Jahresprojekt geht zu Ende…

Heute ist der 31.12.2022, und damit geht ein Jahresprojekt zu Ende.
Es hat mir viel Freude gemacht, Sätze zu sammeln, die ich irgendwo gelesen habe, und sie am Tag danach in ein Gedicht einzubauen.
Überall gab es Sätze zu finden, sei es in Zeitungen, Zeitschriften, in geschriebenen oder gemailten Mitteilungen, auf einem Werbeplakat oder Kalenderblatt. Unsere Welt steckt voller schöner und nachdenkenswerter Sätze. Manchmal wohnen sie zwischen zwei Buchdeckeln und manchmal zeigen sie sich auf dem Anhänger eines Teebeutels oder fahren als Botschaft auf einem Bus vorbei. Sie vom ursprünglichen Ort zu lösen und ihnen hier im Blog eine neue Bühne zu geben, fand ich spannend. Das Teilen eurer Gedanken zu den Sätzen hat mich sehr gefreut. Damit habt ihr jeden Findesatz sehr bereichert.
Die gesammelten Sätze in ein Gedicht einzubauen war eine gute Einladung an mich selbst, regelmäßig ein Gedicht zu schreiben. Mitunter erlebte ich es als Herausforderung, eine schöne wohlgemerkt.
Auch die Schnipselgedichte, die ich am Wochenende mit euch geteilt habe, machten und machen mir sehr viel Freude. Ausgeschnipselt habe ich mich noch lange nicht.
Ich danke euch allen fürs Vorbeischauen, Abonnieren, Lesen und Kommentieren. Ihr schenkt wunderbare Gedanken und das erlebe ich als wertvolles Geschenk.
Findesatz geht weiter. Wie, das erzähle ich euch morgen, wenn das neue Jahresprojekt beginnt.
Kommt gut ins neue Jahr, das viel Beglückendes und Inspirierendes für euch bereithalten möge.
Schön, dass es euch gibt!

Es grüßt euch,
Marion

Jahres-Projekt 2022

Der 1. Januar ist da und damit beginne ich ein neues Jahresprojekt hier im Blog.
Es geht weiter mit „Findesatz & Findesatz-Gedichten“, doch diesmal mit einer etwas anderen Färbung. In diesem Jahr werde ich Sätze sammeln, die ich irgendwo lese, sei es in der Zeitung, auf einem Werbeplakat, auf einem Schild, in einem Buch oder wo auch immer. Diesmal geht es also nicht um die gehörten, sondern um gelesene Sätze. Den gelesenen Satz werde ich abschreiben und mit einem Foto versehen und mit euch teilen. Am Tag danach baue ich diesen Findesatz in ein Gedicht ein. Am Wochenende werde ich zudem ein Gedicht aus Zeitungsschnipseln zusammen stellen.
Ich freue mich auf viele Sätze, die ich lesen werde und darauf, diese Sätze in einem Gedicht zu einzubinden und auf die Schnipsel-Gedichte. Ich freue mich auf euer Lesen, euer Schreiben, euer Dasein!
Herzliche Neujahrsgrüße und schön, dass es euch gibt,
eure Marion

Jahresprojekt 2021

Und wieder geht ein Jahresprojekt zu Ende. Es hat mir viel Freude gemacht, 2021 Sätze, die ich in meinem Umfeld hörte, zu sammeln, diese hier im Blog mit euch zu teilen und am Tag danach diese Sätze in ein Gedicht einzubinden. Das war für mich ein willkommener Anlass, regemäßig Gedichte zu schreiben.
„Findesatz“ ist schon lange zu einem festen Bestandteil in meinem Leben geworden. Immer wieder denke ich: „Das ist ein Findesatz“ oder Menschen in meiner Umgebung sagen: „Das war doch ein Findesatz.“
Ich habe auch in diesem Jahr wieder häufig gedacht, die Welt steckt voller wunderbarer Sätze und Gedanken.
Ich danke allen, die Sätze geschenkt haben und allen, die hier lesen, liken, still lesen, allen, die kommentieren und Gedanken hierlassen. Eure Kommentare sind eine große Bereicherung und Freude!
Auch wenn dieses Jahresprojekt zu Ende geht, geht es im neuen Jahr mit Findesatz weiter, jedoch mit einer etwas neuen Färbung. Was das ein wird, erzähle ich morgen.
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und kommt gut in das neue Jahr, das viel Wohltuendes, Erfüllendes und Belebendes für euch bereithalten möge!
Liebe Grüße,
eure Marion

Was aus Findesatz 047 wurde…

Vor ein paar Tagen bekam ich eine liebe Anfrage von Christine Müller-Pfingstgraef http://www.instagram.com/muepfi_creation/, die meinen Findesatz 047 im Netz entdeckt hatte, ob sie ihn für ihre kreative Arbeit verwenden dürfe.
Ich stimmte freudig zu und war gespannt, was aus dem schon länger zurückliegenden Satz werden würde (damals habe ich eigene Sätze versteckt, Findesatz 047 wurde als Flaschenpost losgeschickt und wer weiß wo er inzwischen herumtreibt). Christine schickte mir ihr Ergebnis.
Ich finde wunderbar, was aus dem Findesatz geworden ist und wie Christine ihn gestaltet hat.
Danke, liebe Christine, für diese Umsetzung und dass ich deine Fotos hier zeigen darf!
Seht selbst: