„Wie bin ich in mir eine Quelle, aus der ich schöpfen kann, ohne zu erschöpfen?“



Ein Wunschkonzert
ist das Leben nicht
und doch schreiben wir unsere Wünsche in den Himmel
Die Vögel nehmen unsere Träume auf ihren Schwingen mit
Ich kann nicht beeinflussen, was ich erlebe
doch ich kann beeinflussen, wie ich damit umgehe
Ich kann gestalten
den Ton wählen


Wir wollen nicht, dass sie nach unserer Pfeife tanzen
Wir halten sie nicht an der Leine
Wir trauen unseren Leuten was zu und dann lassen wir sie machen
Dann wachsen sie über sich hinaus
Dann begegnen wir einander auf Augenhöhe
Dann werden wir überrascht
von all dem was möglich ist


Was ist das Gegenteil von Gegenteil?
Was ist das Wunderbare an Wundern?
Was ist das Traurige am Traurigsein?
Wie still ist Stille?
Wie lieb ist Liebe?
Wie tief ist Tiefe?
Worauf hofft die Hoffnung?
Worauf verlässt sich das Verlassen?
Worauf vertraut das Vertrauen?


Morgen ist auch noch ein Tag
sagen wir uns
und lassen das Tageswerk ruhen
Geduld legt sich zu uns
Das Leben braucht die Pausen
Lautlos schön die Nacht
in der sich vieles neu findet


Man muss den ersten Schritt gehen
um den zweiten zu machen
Fenster öffnen sich
Weite umgibt dich
du tanzt neue Spuren