
Am Morgen
wenn alles im Haus noch schläft
die Türe öffnen
und in den Garten gehen
Das morgendliche Vogelgezwitscher
ist mein Glockengeläute
Es erzählt von Hoffnung
ohne Grenzen

Am Morgen
wenn alles im Haus noch schläft
die Türe öffnen
und in den Garten gehen
Das morgendliche Vogelgezwitscher
ist mein Glockengeläute
Es erzählt von Hoffnung
ohne Grenzen


Heiliger Bimmelbommel, die Pommes waren noch nie so gut,
sagte er
und ich freute mich,
dass wir manchmal den Himmel auf Erden haben.
Manchmal dank einer Kartoffel.


Wir stellen uns Fragen
schenken einander Antworten
Jetzt kennen wir uns schon wieder ein bisschen mehr
sagst du
und ich sehe das Vertrauen in unseren Blicken
Das Leben ist weit
in uns wohnen noch viele Fragen
für all die Tage
die vor uns liegen


Das Leben lebt sich in die Zeit hinein
Menschen ändern sich
von Jahr zu Jahr
und nehmen ihren Kern mit
Beim Öffnen einer Türe lesen sie eine neue Wahrheit
Die eine Wahrheit löscht die andere nicht aus
Es gibt immer mehr als eine Lösung, einen Plan, einen Gedanken
In den heutigen Schritten leben die gestrigen mit
Wir bauen mit an den Erkenntnissen der Welt
Wir sind die, die mitbestimmen
was ist, was kommt
was bleiben wird


Ich muss zugeben, ich bin sehr melodielastig
ich könnte auch eine Packungsbeilage singen
Lass uns spielen mit Wörtern
Singen, was nicht zum Singen gedacht ist
Das Telefonbuch im Kanon
Worte tanzen lassen
Mutter Erde ist unser Konzertsaal
Die Vögel unser Publikum
Wir verneigen uns
und unsere Zugabe ist das ABC zweistimmig
Am nächsten Tag hören wir
den Vögeln am Himmel zu
ihrem Gesang
von dem wir nicht wissen
was sie einander erzählen
Ist es ihr Telefonbuch
von dem wir nicht glauben
dass sie eines haben?
