
Manchmal ist eine Blume schöner als hundert Blumen
Diese eine Blume küsst die Augen
Ihre schöne Schlichtheit füllt den Raum
Nichts lenkt ab von ihrer Farbe und Form
Sie kann sich entfalten
und flüstert unserem Inneren zu
Weniger ist Mehr

Manchmal ist eine Blume schöner als hundert Blumen
Diese eine Blume küsst die Augen
Ihre schöne Schlichtheit füllt den Raum
Nichts lenkt ab von ihrer Farbe und Form
Sie kann sich entfalten
und flüstert unserem Inneren zu
Weniger ist Mehr


Was wohl in den Kühen so vorgeht
wenn sie den ganzen Tag auf der Weide stehen und trinken und essen
überlegten sie
während sie an den Kühen vorbeigingen
Was wohl in den Menschen so vorgeht
wenn sie fast den ganzen Tag in den Häusern sind und trinken und essen
überlegten sie
während sie die Menschen vorbeigehen sahen


Es ist so still hier
so war es früher überall
Dann kamen wir
schufen Licht zwischen Bäumen
erfanden Maschinen
die Vogelstimmen übertönten
Seitdem dringen tagtäglich Geräusche in unsere Ohrmuscheln
treffen Lichtmuster unsere Netzhaut
Manche von uns gehen ins Kloster für eine Woche oder drei Tage
um dem Schweigen zu lauschen
Wenn wir den Sternenhimmel sehen
weil der Strom ausfällt
freuen wir uns über Schnuppen
Wir schließen die Augen und wünschen uns was
Ich wünsche mir
ein bisschen mehr Weniger
um zu hören
den Wind in den Weiden
die Flügel der Libelle
den eigenen Herzschlag


Wer hören will, muss fühlen
Ich will hören
will fühlen
lebendig leben
Worte wirken lassen
Mich anregen lassen
bis auf meinen tiefsten Grund


Wie viele Entscheidungen treffen wir an einem Tag
Nie zählte ich sie
Es werden viele sein
Es ist eine Kunst, Entscheidungen zu treffen
Tragen wir unser Ja und unser Nein in die Welt
Wir dürfen wählen
Lass uns das klar und hell machen
Egal wie es ausgeht
Lass uns unsere Krummheiten anlachen
Dem Perfekten nicht nachlaufen
Unsere Schritte gehen
einen nach dem anderen
