„Wir machen das mit ganz viel Ruhe.“

„Wir machen das mit ganz viel Ruhe.“

„Ich kann auch einfach mal sitzen und nichts tun.“

Nimm dein Rad und fahre dem Leben entgegen.
Auf dem Gepäckträger ein Klappstuhl und dein Cello.
Dann findest du eine freie Stelle, die ist, als sei sie für dich gemacht.
Du klappst deinen Stuhl auf und holst dein Instrument heraus.
Aufsteigende Töne vermischen sich mit dem Nebel.
Du spielst für die Bäume und für dich,
für das Gras und die Schnecke.
Sie zeigt dir, wie machtvoll und groß die Langsamkeit ist,
während dein Bogen über die Saiten streicht.
Die Schnecke hört dir zu, sie kennt keine Eile.
Ihr Haus trägt sie mit und damit alles, was sie braucht.
Du weißt in diesem Moment, dass sie überall ankommen kann.
Wildgänse erscheinen, als tanzten sie zu deinen Klängen.
Jeder Ton hebt sich empor.
Auch die Musik lebt von den Pausen.
Geruhsamkeit spricht in dir, während kühle Luft deine Haut berührt.
Dein Atmen singt.
Langsam wird der Himmel blau.
Auch der Tag braucht seine Zeit zum Erwachen.
Und Ruhe malt Balsam auf deine Wunden.
„Wir haben den ganzen Tag am Fluss gesessen.“

„Hier könnte ich stundenlang regungslos sitzen bleiben.“

„Ich genieße die Ruhe hier draußen, ist schon erstaunlich, wie leise es ist – oder meine Ohren werden immer schlechter, das kann auch sein.“

„Jetzt noch nicht, eins nach dem anderen.“

„Es ist sehr ruhig hier.“

„Ich habe mich einfach dahin gesetzt und geguckt.“

„Und ich gucke heute Vögel an.“
