
7. August – Schnipselgedicht



Man kann zwar den Tod nicht besiegen
wohl aber aber das Totsein zu Lebzeiten
Drum lass uns in jeden neuen Tag springen
Tanzen im Sommer und Herbst
Vögel beobachten und lernen wie sie ihre Flügel ausbreiten
Lass uns am Fluss sitzen
Frische atmen und der Stille zuhören
Lass uns im Frühjahr und Winter einen Berg besteigen
und unseren größten Wunsch in die Luft werfen
Lass uns Worte, Hände und Zugewandtheit teilen
Lass uns staunen über das Glucksen im Magen
das Rollen der Murmel und den Geschmack der Blaubeere
Lass uns den Wald aufsuchen und hoch zu den Baumkronen schauen
Lass uns einen fremden Menschen ansprechen und das Fremdsein überwinden
Lass uns fühlen wer wir sind und was uns glücklich macht
Lass uns Sterne sammeln
Freude schenken
und im Mondlicht baden
Lass uns den morgigen Tag ins Heute legen


Was macht dich reich?
Das Glück des Augenblicks
Stille fühlen
In wärmende Augen blicken
Dem Flug des Vogels zusehen
Der Duft der Lindenblüten
Von liebevollen Menschen umgeben sein
Barfuß die Tanzfläche betreten
Vorfreude
Dieses Geschenk Leben
Segen fühlen

Blicken Sie hinter die Fassaden
und öffnen Sie ihre eigenen Türen
Versuchen Sie, sich selbst zu verstehen
und tanzen Sie mit dem, was Sie nicht verstehen
Reden Sie mit einer Skulptur
und lachen Sie sich selbst im Spiegel an
Essen Sie das Lieblingsessen Ihrer Kindheit
und lassen Sie eine Himbeere ganz langsam im Mund zergehen
Riechen Sie an Tomatenblätter
und lieben Sie das Alter, das Sie gerade haben
Malen Sie auf einem Bordstein
und halten Ihre Füße in einen kalten Fluss
Lachen Sie am Bahnhof einen Unbekannten an
und verlernen Sie das Staunen nicht
Vergeben Sie sich
und lieben Sie Ihr Leben

Lebenslust erlebe ich
wenn ich neugierig bleibe
auf mich
auf dich
auf das Leben
auf den Morgen
der in neuen Farben wartet
legen wir uns hinein
mit allem was wir hoffen


Seid nett zu euch
geht gut mit euch um
seid nicht zu streng
verzeiht euch eure Fehler
lasst euch Zeit
feiert auch die kleinen Ziele
mutet euch anderen zu
versteckt euch nicht
seid still, wild, schön und barfuß


Mein Herz ist so voller Freude, meine Lieben
schrieb sie
wir freuten uns mit
Mitfreuen ein Leichtes
Mitleiden auch
Immer freut sich wer
weint jemand
Immer fühlt jemand mit
hier wie da
Niemand ist allein
mit seiner Freude
seinem Kummer
die Welt trägt mit