






Wenn wir
über den eigenen Tellerrand hinaussehen
ahnen wir etwas
von der Weite der Welt
der Tiefe
der Höhe
Wir fühlen wie klein
unser eigenes Leben ist
von dem wir allzu oft meinen
es sei der Mittelpunkt der Welt
Wir weben uns ein
in die Verbundenheit
mit allem was gleichzeitig lebt
und rücken
alles ein bisschen mehr gerade




Ich finde schön
sich nichts vorzunehmen
schauen was kommt
Ich finde schön
sich zu erinnern was möglich ist
Pläne auszupacken
Ich finde schön
dass Leben Vielseitigkeit malt
Wandel Hände reicht
Ich finde schön
den Beginn des Morgens
wenn die Welt still atmet
Ich finde schön
den Abend der ausklingt
wenn die Hände ruhiger werden
Ich finde schön
wenn wir nicht aufhören hinzusehen
und zarten Mut zu tanzen




Warum machen wir das jetzt?
Wie wichtig sind wir?
Wer weiß es genau?
Haben ungesagte Worte einen Klang?
Lässt sich alles hoffen?
Wo sind die verlorenen Momente hin?
Können Vögel tanzen?
Sind Ideen bunt?
Wann endet ein Gedanke?




Der Mut, der sich noch nicht traut
gibt dem „noch“ etwas Zeit
bis es sich auflöst
wie der Nebel am frühen Morgen
Wir sehen den Fäden nach
strecken uns
gehen aufrechter
und pfeifen zum Klang des Windes




Immerwährendes legt sich in den Tag
es wird nicht für immer währen
doch für so lange
dass sich das Wort immerwährend eingewebt hat
Tageszeiten strukturieren uns
Abläufe nisten sich ein
Nachts halten Kissen die Gedanken weich
Das Hinterfragen bleibt aus
Gewohnheit ist wie Pattex
Es klebt sich fest
Das Abstreifen schwierig
Doch der Wind zupft an den Rändern
Dünne Fäden ziehen ihre Spur
lang und zäh
Dann brechen sie
Wir sind freier als zuvor
Strecken unsere Augen in das Blau des Himmels
Dem Unmöglichen streifen wir das Un ab
Lachen mit der Freiheit
und dem Mut zum Glücklichsein