11. August – Findesatz-Gedicht

Schreiben Sie?
Ja.
Nach dem Aufwachen meine Morgenseiten.
Meine Gedanken auf Papier.
In ein Notizbuch, das in meiner Tasche liegt.
Manchmal Grüße auf eine Postkarte.
Mit dem Fuß im Sand am Meer.
Auf einen Zettel, den ich nachts unter einem Kopfkissen verstecke.
Mit dem Füller, den ich im Schreibwarenladen ausprobiere.
Auf dem Rücken meiner Freundin mit Sonnenmilch.
Mit bunter Kreide auf den Fußgängerweg.
Auf eine große schwarze Tafel.
Mit Reiskörnern auf den Küchenflur.
Gedanken in den blauen Himmel.

10 Gedanken zu „11. August – Findesatz-Gedicht

  1. Klasse.
    Zum Schreiben könnte ich ein Buch schreiben… wenn ich schreiben könnte. Und plötzlich habe ich es dann doch getan. Und dann ist das Buch auch schon zu Ende.
    Ein typischer Fall von Grenzen setzen, wo es keine gibt.
    Ich schreibe überall hin, auf die Rückseite von Einkaufsquittungen, auf Tempos, auf Wände, in den Sand, in den Schnee, mit Steinen auf den Rücken von anderen mir wichtigen Menschen, auf Zeitungspapier, mit Sägemehl, mit der Tastatur, in die Luft, Emails und Briefe, mit Füller und Kuli, auf Zeichnungen und Bildern, auf Ordnerrücken, auf T-Shirts, auf vereiste Scheiben… spiegelverkehrt zum Stempeln und am Ende ist es meine kleine für die Menschheit unbedeutende, für mich bedeutende Geschichte.

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  2. Mittlerweile schreibe ich öfter etwas ab, manchmal auch etwas unter, mich zuletzt auch mal krank, ganz selten jemandem etwas vor. Ich schreibe sogar schwarze Zahlen. Nur zum eigentlichen Schreieben – dazu komme ich irgendwie zu wenig …

    Gefällt 1 Person

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