Frankfurter Buchmesse – Eröffnung

Die 73. Frankfurter Buchmesse wurde gestern eröffnet. Ab heute, Mittwoch, ist sie für das Fachpublikum und ab Freitag für Privatbesucher*innen zugänglich. Neben den Präsenzveranstaltungen gibt es zahlreiche Online Veranstaltungen und Live-Streams.
Ich bin seit gestern vor Ort in Frankfurt und freue mich, wieder über die Buchmesse berichten zu können.
Mein Tag begann gestern Morgen mit der Eröffnungspressekonferenz. Wie schön, als die Türen öffneten und ich mit anderen Medienvertreter*innen, nach einer gut organisierten Einlasskontrolle, in den Festsaal kam.


Das Motto der diesjährigen Buchmesse lautet: „Re:connect – Welcome back to Frankfurt“.


2000 Aussteller aus 80 Ländern sind angemeldet und über 300 Autor*innen werden über ihre Bücher sprechen. Es ist ein „back to Frankfurt“, was jedoch nicht ein „back to normal“ ist. Es sind deutlich weniger Aussteller vorhanden und weniger Gäste pro Tag zugelassen als in der Zeit vor Corona.
Dennoch ist die Frankfurter Buchmesse ein Grund für Zuversicht und Menschen kommen zusammen, um das Buch zu feiern und wie Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse, in seiner Rede so gut sagte, das Buch ist widerstandsfähig.


Die Zuversicht war ebenso in der Rede von Karin Schmidt-Friderichs, der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, deutlich. So sagte sie, in der Krise habe sich gezeigt, dass das Buch fest in der Gesellschaft verankert ist.

Wie ein roter Faden wird sich die Frage „Wie wollen wir leben?“ durch das Programm der diesjährigen Buchmesse ziehen. Hierzu wird es viele Veranstaltungen geben. Ein Projekt von ARTE wurde bei der gestrigen Pressekonferenz vorgestellt: Acht unterschiedliche Protagonist*innen haben sich für acht Stunden abgeschieden auf einem Schiff getroffen, um der obigen Frage  nachzugehen. Die Teilnehmenden kommen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation und Bildung. Antworten wie „Wir müssen lernen wollen, Ambivalenzen zu ertragen“ und „Lobbyisten in Parlamenten müssen durch Künstler*innen ersetzt werden“ tauchten ebenso auf wie „Vielfalt ist die Schönheit der Welt“.
Hier seht ihr (von links nach rechts) Raul Krauthausen, Juergen Boos, Mithu Sanyal, Dmitry Glukhovsky und die verantwortliche Redakteurin der Arte-Dokumentation Shila Behjat, die zu diesem Projekt erzählten:

Die sicherlich sehr sehenswerte Dokumentation, wird am 23. Oktober um 23.10 h auf Arte ausgestrahlt und wird auch über die Mediathek zu sehen sein.

Natürlich gab es auch Fotos vor der Pressewand:

Und hier von der anderen Seite:

Nach dieser Eröffnungspressekonferenz ging es zum Ehrengast-Pavillon, wo ein Presserundgang stattfand. Kanada ist in diesem Jahr das Gastland der Buchmesse und steht damit im besonderen Fokus. Traditionell bekommt jedes Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse einen großen Raum auf dem Messegelände – den Ehrengast-Pavillon, den es mit eigenen Ideen und Botschaften füllt. Gespannt betrat ich mit den anderen Medienvertrer*innen den Raum, der zunächst abgedunkelt war.

Wir wurden herzlich begrüßt und es gab eine Einführung.

Hier seht ihr den Designer des Raumes Gonzalo Soldi:

Nach der Einführung ging langsam das Licht an und der Raum wurde sichtbar. Sanfte Musik ertönte, leise Stimmen in verschiedenen Sprachen erklangen und wir konnten durch diesen wunderschönen Raum gehen. In diesem Moment fühlte ich wieder, dass es sich gelohnt hatte, so früh aufzustehen, um nach Frankfurt zu fahren. Denn nun dort zu stehen und den Raum wirken zu lassen und die Botschaften zu lesen, war berührend schön. Beim Umhergehen dachte ich, ich möchte diesen Raum gar nicht mehr verlassen. Hier treffen Poesie und Architektur in besonderer Weise zusammen. Ich teile einige Eindrücke gerne mit euch:

Viele kanadische Bücher sind ausgestellt, die die Vielfalt des Landes sichtbar machen:

Auch interaktive Elemente sind in dem Pavillon vorhanden, kanadische Autor*innen erscheinen in lebensgroßen Bewegtbildern und erzählen. Da sich die Wände spiegeln, wirkt es, als seien wir mit ihnen in einem Raum.

Anschließend fand in dem Pavillon noch eine Gesprächsrunde statt und wir konnten Fragen stellen.


Später fand die Eröffnungsfeier der Buchmesse statt, die ich online von meinem Hotelzimmer aus verfolgte. Es tauchten viele gute Gedanken bei dieser Eröffnungsfeier auf. So zum Beispiel von der Autorin und Künstlerin Vivek Shraya: „Ich möchte morgens aufwachen und mich nicht mehr fragen, was möchte ich heute erledigen, sondern wer will ich heute sein.“


Am Abend erlebte ich das Poesiekonzert „Die Tiefe des Himmels“, das im Rahmen der Frankfurter Buchmesse im Haus zum Dom stattfand.
Hier seht ihr die Lyrikerin Anja Golob und den Pianisten Drago Ivanuśa:

So ging mein erster Tag zu Ende, der schöne Erlebnisse, Begegnungen und Gespräche – auch dafür war Zeit – und berührende Momente schenkte.
Es grüßt euch aus Frankfurt,
Marion

20 Gedanken zu „Frankfurter Buchmesse – Eröffnung

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