14 Gedanken zu „Findesatz 55

  1. Ich finde es charakteristisch, dass viele jetzt, wo es uns befohlen wrd, das Langsamwerden so wichtig und richtig finden, In der Sozialwissenschaft nennt man das Phänomen kognitive Dissonanz. Wenige können die Spannung zwischen dem, was die Situation einem abverlangt, und dem, was man eigentlich tun möchte, auf Dauer aushalten. Die meisten suchen einen Ausgleich, entweder indem sie die Anforderungen der Situation positiv umdeuten (so wie du hier) oder, umgekehrt, auch noch die vernünftigen Regeln übertreten und in eine verallgemeinerte Rebellion und Wut zu gehen.
    Wenn die Anweisungen aufgehoben werden, werden all diese Anpassungsleistungen bald vergessen sein.

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    • Darauf bin ich gespannt, wie wir unser Leben gestalten, wenn alle Regelungen wieder aufgehoben sind. Ich erlebe viele Menschen, die sagen, sie finden es wohltuend, dass sie nun weniger Termine haben und mehr den Blick nach Innen wagen. Und ich glaube, dass ist mehr als ein Umdeuten, um mit der Situation umgehen zu können. Ich glaube, gesellschaftlich sind wir viel zu schnell unterwegs gewesen. Mal sehen, was davon bleibt…

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