Die 70. Frankfurter Buchmesse – Teil 2

Teil 1 unter http://www.findesatz.blog/2018/10/16/die-70-frankfurter-buchmesse

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Der Donnerstag begann für mich mit einem Gang durch weitere Hallen, wusste ich doch vom vorigem Jahr, dass mir dort auch neben Kunstbüchern viele liebevolle kleinere Verlage begegnen würden.
Der Stand des Gutenberg-Museums Mainz, an dem die Besucher Druckvorführungen erleben und ausprobieren konnten, gehört zur Buchmesse dazu. Jedes Jahr ist dieser Mann als „Johannes Gutenberg“ verkleidet dort zu finden. Auf meine Frage, ob ich ihn fotografieren dürfe, meinte er lachend, für 1000 Euro dürfe ich das machen. Ihr merkt, zwischen den Ständen lauerte auch feiner Humor.

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Der Reisedepeschen Verlag hieß ausdrücklich Blogger willkommen. Ich bin gerne hingegangen und erhielt von Johannes Klaus eine schöne Überraschungstasche im Tausch gegen meine Visitenkarte:

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Wake up Slam am Morgen mit den Poeten Juston Buße und Gax ließen mich anhalten:

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Wunderbar fand ich die anschließende Pressekonferenz zum Ehrengast Norwegen 2019. Dank des Presseausweises und einem gesonderten Ticket konnte ich hieran teilnehmen. Kaffee, Getränke, Kuchen, Headsets, alles wurde freundlich gereicht. Unter dem Titel „Der Traum von Norwegen“ wurde dieses Land vorgestellt. Neben Musikbeiträgen sprach der Vorsitzende der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos und die norwegische Kulturministerin Trine Skei Grande (mögt ihr den Namen auch so wie ich?), von der ich hier einen ihrer Sätze wiederhole: „Wie sollen wir einander verstehen, wenn nicht durch gegenseitige Neugier?“.
Maja Lunde („Die Geschichte der Bienen“) und Erling Kagge („Stille“) – beides Bücher und Autoren, die ich sehr mag und jedem gerne ans Herz lege – sowie Linn Ullmann wurden interviewt. Sympathische Menschen mit guten Gedanken durfte ich hier erleben. Linn Ullmann antwortete auf die Frage, warum wir einander Geschichten erzählen: „Um zu versuchen, das Leben zu verstehen, die Angst, den Tod.“

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Anschließend fanden noch Interviews mit Maja Lunde und Erling Kagge statt:

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Der Innenhof lud mich, wie viele andere, immer wieder zu sonnigen Pausen ein:

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Bei meinem weiteren Gang durch die Hallen, ergaben sich wiederum gute Gespräche. So auch hier an dem liebevollen Stand der kreativen Künstlerin Kasia Lewandowska:

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Ebenso war dieser fein gemachte Stand von Kleinheinrich BuchKunst mir vom letzten Jahr vertraut. An solchen Ständen ließ sich die Liebe zum Buch und zur Kunst erkennen und es tat gut, dort anzuhalten:

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Mein nächster Weg führte ins Lesezelt, indem es immer so gut nach Yogi Tee riecht:

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Dort erzählte Anselm Grün zu seinem Buch „Geschwisterbande – eine ganz besondere Beziehung“. Anselm Grün schenkte wunderbare Aussagen und ich finde, ihm zuzuhören tut unglaublich gut. Er hat eine angenehme Stimme und eine wohltuend geruhsame Ausstrahlung.

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Harald Welzer, der auf dem blauen Sofa zu seinem Buch „Welzer wundert sich“ interviewt wurde, habe ich nur kurz erlebt:

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Ebenso konnte ich kurz Jonas Jonasson (rechts im Bild) zuhören, hier zu seinem aktuellen Buch „Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten“:

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Hier musste ich auch kurz anhalten, ist er doch ein Autor aus der Heimat Aachen, Bernd Müllender, der zu seinem Buch „Eupen. 100 Orte in Ost-Belgien und Umgebung“ interviewt wurde:

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So viel Prominenz, da bin ich auch mal auf dem roten Teppich spaziert:

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Auch den Stand von Urbanana, einem kreativen Reiseunternehmen, kannte ich vom vorherigen Jahr. Hier wurde gerade eine Banane  künstlerisch gestaltetet:

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Auch Musik ertönte in den Hallen, wie hier ein georgischer Chor:

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Dieses Jahr ist nicht nur die Frankfurter Buchmesse 70 geworden, die Vereinten Nationen UN feiern ebenso den 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.  Das Thema Menschenrechte war gut auf der Buchmesse sicht- und spürbar. Hier die gute Kampagne „I’m On The Same Page“, zu der die Menschen eingeladen wurden, sich für das Einhalten der Menschenrechte zu engagieren und auf dieser Wand Botschaften zu hinterlassen:

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Eine weitere gute Kampagne #vielfaltdurchlesen, bei der die Besucher/innen eingeladen wurden, zu zeigen, dass sie für eine Pluralität sind. Da habe ich gerne mitgemacht:

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Passend zu der Ausstellung „Die schönsten Bücher aus aller Welt“, in der die prämierten Bücher 2018 zu finden waren, erzählte Gerhard Steidl in  seinem Vortrag „Gier nach Papier“ von seiner Liebe zum analogen Buch.
Schmunzeln ließ mich seine Idee, wie er sterben möchte: Sein Haus voller Bücher, überall, in allen Zimmern und Fluren seien Bücher und wenn er alt sei, solle das Treppenhaus unter der Last der Bücher zusammenbrechen und er würde von seinen eigenen Büchern erschlagen.

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Zurück zum schönen Frankfurt Pavilion habe ich ein wenig dem Diogenes Talk zugehört. Verschiedene Autoren wurden interviewt und auch hier sammelte ich einen Satz von der Autorin Katrine Engberg (Buch „Krokodilwächter), die sagte: „Das Schreiben ist die witzigste Arbeit der Welt.“

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Selbst im Vorbeigehen, ließ sich vieles sehen, wie hier der Schriftsteller Sebastian Fitzek:

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„Soll ich sie mal fotografieren?“, auch dieser Satz kam mir entgegen. Okay, hier also ich auf der Buchmesse:

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So etwas mag ich „Gedichte zum Pflücken“:

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Da ich vor wenigen Wochen das Buch „Meine geniale Freundin“ ausgelesen habe, interessierte mich die Fotoausstellung „Wo ist Elena Ferrante?“. Elena Ferrante ist das Pseudonym der Schriftstellerin und sie legt Wert darauf, anonym zu bleiben. Die Fotoausstellung konnte die große Unbekannte natürlich nicht präsentieren, doch die Bilder des Fotografen Ottavia Sellitti zeigten die italienischen Schauplätze des Buchs:

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Hier seht ihr den Gewinner des diesjährigen Paul-Celan-Preises Thomas Brovot. Dieser Preis wird für herausragende Übersetzungen ins Deutsche verleihen. An anderer Stelle tauchte an diesem Tag der Satz auf, dass Übersetzung auch Friedensarbeit sei. Ein schöner und guter Gedanke, wie ich finde.

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Meine letzte Veranstaltung führte mich wieder zur ARD Bühne, auf der Dietrich Grönemeyer zu seinem Buch „Weltmedizin- Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Heilkunst“ erzählte. Zunächst hat mich seine Ähnlichkeit mit seinem Bruder Herbert fasziniert und er sagte zu Beginn, dass alle drei Brüder früher im Kirchenchor gesungen haben. Grönemeyer erzählte, dass man ihn auch den Tanzbären nenne, da er auf Feten gerne schon mal zwei Stunden am Stück tanze. Das ist mir sehr sympathisch.
Seine vorgestellte Ansätze fand ich wichtig und gut und neben wunderbaren Sätzen schenkte er wohltuende kleine Mitmach-Übungen z.B. für die Schultern, die mir nach zwei Messetagen mit viel Rucksacktragen gelegen kamen.

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Hier einige seiner aufhebenswerten Sätze: „Wir entscheiden nicht, wann wir kommen und gehen, das macht mich demütig dem Schöpfer gegenüber, egal, wie wir ihn auch immer nennen mögen.“
„Egal, wo auf der Welt was gemacht wird, die einen machen Tanz, die anderen Musik, andere gehen in die Kirche und beten alleine oder gemeinsam, alle kommen durch diese Prozeduren zu sich selbst und kommen in Harmonie und im Rhythmus mit sich und den anderen.“
Ich wünsche ihm und all den anderen Autoren, die ich in diesen beiden Tagen erleben konnte, weiterhin viele Zuhörer/innen und Leser/innen, denn ich habe das Gefühl, solche Menschen machen die Welt ein wenig besser.

Ich war schon auf dem Weg hinaus, da lockte mich in einer Halle Musik und Gesang. Zu diesem Zeitpunkt fand an einigen Ständen wieder die „Happy Hour“ statt, mit Musik, Essen, Getränken und Netzwerken. So ließ ich mich von der Atmosphäre am Beltz Verlag einladen und kam u.a. mit Anja Gasser (graphic design + illustration) vom Passagen Verlag ins Gespräch, die mich fragte, ob ich auch ausstelle, woraufhin ich ihr von Findesatz erzählte und dass ich diesmal als Bloggerin hier sei. Sie schenkte den schönen Satz: „Hier finden Sie sicherlich mehr als einen Satz pro Tag.“ Ja, das habe ich!

Inspiriert und beglückt von all diesen Erlebnissen fuhr ich dann nach Hause.
Die Frankfurter Buchmesse steht für mich für die Liebe zu Büchern. Es war wieder faszinierend zu sehen, wie viele Menschen sich für Bücher einsetzen und ihre Leidenschaften leben, sei es als Autoren, Lektoren, Illustratoren, Übersetzer/innen, Verleger/innen, Buchhändler/innen oder die vielen Menschen, die die Messestände kreativ gestalten. Es sind eine Vielzahl an Menschen, die dazu beitragen, dass das Buch wach bleibt und lebt.
Ich dachte wieder, wie beglückend Bücher sind und wie gerne ich in diese Welten eintauche. Wie schön es ist, dass so viel geschrieben wird, überall auf der Welt, denn das internationale Flair ist auch gut zu spüren.
Ich finde es wunderbar, dass wir einander Geschichten erzählen. Bücher sind wie eine große Verbindung von Mensch zu Mensch.

Solch ein Messebesuch kann nur ein kleiner Eindruck sein. Es ist als habe ich einige Fenster eines großen Hauses öffnen können. Auch wenn es nur ein Ausschnitt ist, es waren Fenster, die mir Schönes schenkten.
Beenden möchte ich meinen Messebericht mit einem Satz, der mir an dem Tag entgegenkam und einem Foto, das dort entstand.
„Literatur kann Herzen öffnen und Menschen dahin führen, wo sie noch nie waren.“

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Es grüßt euch und wünscht weiterhin viel Bücherliebe, eure Marion (diesmal mehr als einen Satz schreibend)

Die 70. Frankfurter Buchmesse – Teil 1

Ein Ort, der Inspiration, Austausch und Geschichten schenkt

Dieses Jahr habe ich die Frankfurter Buchmesse als Bloggerin an den Fachbesuchertagen erleben können und habe diese Tage sehr genossen. Es war inspirierend und ich kam erfüllt nach Hause.
Ich nehme euch in meiner Rückschau gerne mit durch meinen Gang durch die Hallen und zu verschiedenen Veranstaltungen.

Als ich Mittwoch Morgen ankam, führte mich der Weg zur ARD Bühne, wo ich Dennis Scheck mit „Best of Druckfrisch“ erlebte. Er war so, wie ich ihn bisher aus dem Fernsehen kannte. In gewohnt schneller und temporeicher Art stellte er einige Bücher vor. Zum Abschluss gab er uns mit auf dem Weg, die eigenen Lieblingsbücher zu entdecken: „Lassen Sie sich bloß kein X für ein U vormachen. Bleiben Sie kritisch, Sie müssen selbst herausfinden, was zu Ihnen passt und was nicht.“

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Hier seht ihr Amelie Fried, die zu ihrem neuen Buch „Das Paradies“ interviewt wurde:

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Ich besuchte den Frankfurt Pavilion, der als das neue Wahrzeichen für die Buchmesse gilt. Erst wenige Stunden zuvor wurde er eingeweiht und er duftete noch herrlich nach Holz. Ein wunderbarer Ort für Geschichten und Worte, von innen hell, lichtdurchflutet, die Wände gestaltet wie ein großes Bücherregal.

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Bei meinem Gang durch die Hallen blieb ich immer wieder bei ansprechenden Büchern oder Verlagen stehen und es ergaben sich Gespräche.

„By the way: Lyrik“, eine audiovisuelle Ausstellung, die mich einlud, auf einem Sessel Platz zu nehmen, die Kopfhörern anzuziehen und den Gedichten von Thüringer Autoren zu lauschen. Eine schöne Idee und Einladung zum Innehalten.

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Inmitten der Aussteller ließen sich immer wieder Oasen zum Pausieren finden. Hier seht ihr das „Café der Verlage 2018“. Beeindruckt hat mich die Offenheit und Gastfreundlichkeit, die mir überall entgegenkamen.

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Am Nachmittag habe ich Robert Seethaler erlebt bei der Veranstaltung „Robert Seethaler im Gespräch.“ Er zeigte sich im Interview sehr sympathisch und humorvoll und meinte über sich selbst, er sei nicht sehr eloquent. Hier muss ich ihm widersprechen, ich hörte ihm sehr gerne zu und fand seine Antworten und Gedanken zum Nachhallen schön. Als er aus seinem Buch „Das Feld“ vorlas, wusste ich schon nach wenigen Sätzen, dass ich dieses Buch lesen möchte. Er schafft es, in wenigen Worten ganze Welten zu öffnen. Das Buch habe ich mir anschließend gekauft, von ihm signieren lassen und gefragt, ob ich einen seiner Sätze, die im Interview auftauchten, für meinen Blog Findesatz nehmen und ein Foto von ihm dazu einstellen dürfe. Seine Offenheit und Zustimmung freuten mich.

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„Ich werde ständig durchweht von Gedanken oder eher noch Gefühlen oder Gefühlserinnerungen und all diese Bilder, die mich da durchwehen, festzuhalten, das ist das einzige, was mich immer wieder zum Schreiben treibt.“, so Robert Seethaler zum Schreiben.

Ich konnte kurz Manfred Spitzer in einem Interview mit Bärbel Schäfer erleben, der sich in seiner kritischen Art mit dem Smartphone auseinandersetze und zu seinem Buch „Die Smartphone-Epidemie“ erzählte:

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Schön sind auch die Begegnungen auf der Buchmesse und so freute ich mich über eine kurze Nachricht von Andera Gadeib („Kaffee draußen?“), deren Buch im nächsten Jahr erscheinen wird. Sonst treffen wir uns immer in unserer Heimat Aachen, nun mal hier auf der Buchmesse und es war ein kurzes und herzliches Treffen.

Im Vorbeigehen erlebte ich Christian Berkel mit seinem Buch „Der Apfelbaum“:

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Hier seht ihr Henning Löhe, der das Buch „Drei Schafe auf der Arche oder So findest du das Glück“ illustriert hat:

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Und hier die georgische Schriftstellerin Nana Ekvtimishvili zu ihrem Buch „Das Birnenfeld“:

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Immer wieder schön gestaltete Stände:

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Und auch Draußen luden überall schöne Ecken zum Verweilen ein:

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Wichtige Aussagen, hier am Stand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels:

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Georgien war in diesem Jahr das Gastland der Buchmesse. Ich gestehe, dass ich mich zuvor kaum mit diesem Land auseinandergesetzt habe, Georgien war eine große Unbekannte. Auch das ist das Schöne an der Buchmesse, dass sie uns näher an Länder heranführt. Hier seht ihr den Georgien Pavillon mit seiner kunstvollen Darstellung des georgischen Alphabets:

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Zu dem Zeitpunkt war der „Hub of Emotions“ ganz leer und ich konnte ihn alleine wirken lassen. Ausdrucksstarke bewegliche Fotos von Einheimischen an den Wänden und dazugehörige Töne projizierten das Lebensgefühl der Georgier. Eine wahrlich bewegende Ausstellung.

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Abends lud das Gastland zur „Happy Hour“ ein und es gab Musik, audiovisuelle Kunst, dazu überall Freundlichkeit und tolles georgisches Essen. Es war wie eine Reise in ein fernes schönes Land.

Außerhalb des Messegeländes fand abends in der Stadt an diesen Messetagen das Bookfest statt und da Georgien mein Interesse geweckt hatte, habe ich eine Veranstaltung in der Frankfurter Stadtbücherei besucht, bei der georgische Autoren Gedichte vorlasen und interviewt wurden. Dazu gab es Gesang und wieder Essen, Wein und Freundlichkeit.

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Georgien ist ein Land, das vieles durchgemacht hat und die Frage tauchte auf: „Wenn man hungrig ist und friert, was bewirkt dann die Poesie?“
Eine der anwesenden Autorinnen sagte: „Das Land hatte nicht vieles, aber es hatte Bücher. Poesie war eine gewisse Überlebensstrategie. Ich hatte nicht viel, mir fehlte viel, aber mir war wichtig, dass ich die Bücher hatte. Poesie kann sehr vieles geben, es nützt auf jeden Fall. Poesie hat Georgien gerettet.“
Der Moderator schenkte den Satz: „Vielleicht sollten wir uns alle einen kleinen Vorrat an Poesie vorlegen für schwere Zeiten, falls die einmal kommen, dass wir nicht ohne sind.“
Mit vielen Eindrücken endete der erste Messetag.

Morgen werde ich euch von meinem zweiten Tag erzählen.

15. Oktober

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Kann ein Zufall stolpern?
Weiß die Walnuss, dass sie von Herbst spricht?
Wer ist dein rettender Engel?
Ist Suchen oder Finden schöner?
Kann die Stille in uns schreien?
Schaffe ich alles, was ich will?
Lässt sich jeder Gedanke bis zu Ende denken?