22 Gedanken zu „6. September

    • Das denke ich auch häufig, diese ganzen Geschichten, die Häuser zu erzählen haben, die in ihnen wohnen und manchmal schon von außen zu sprechen scheinen. Und erste drinnen erst recht, wo kommt die Kerbe im Holzboden her, wer malte die Bilder, die dort hängen, wer sind die Menschen auf den schwarz-weiß Fotografien, wer sammelte die Gedichtbände und wem wurde abends vorm Kaminfeuer vorgelesen, wer hatte hier seine Lieblingsecke und wieviele Menschen feierten an dieser langen Tafel und und und…

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  1. Und deshalb war es nicht gut, dass es keine schalldichten Fenster und Wände hatte, denn das Haus, von dem hier die Rede ist, quasselte und redete, dies und das, Tag und Nacht. Und die anderen Häuser allumher fanden keinen Schlaf und bekamen Migräne; manche sogar nahmen daraufhin ihre Bewohner, samt Einbauschränken und Stereoanlagen und verließen den Ort, wo jenes Haus so viel zu erzählen hatte und noch erzählt und noch und noch und noch……

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  2. Ich laufe hier in meiner Heimatstadt auch immer an einem – seit vielen Jahren leerstehenden – Haus vorbei, welches geradezu Geschichte atmet. Ich habe den Zwang, darüber in absehbarer Zeit etwas zu schreiben.

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  3. Nicht zu lange mit dem Interview des Hauses und dem Geschichtenaufschreiben warten! e Ich habe schon mal eine Häusergeschichte gelesen, da hat sich ein Haus selbst auf den Weg gemacht und hat sich einem Zirkus angeschlossen. (Ein Haus zieht aus, Kinderbuch) Es wollte „atmen“ und nicht zwischen den Hochhäusern ersticken.

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    • Feiner Tipp, liebe Gilla, hört sich gut an, das Bilderbuch. Häuser sollten atmen können, finde ich.
      Dieses hat viel Raum zum Atmen, es ist umgeben von Weite und nochmal Weite und wieder Weite.

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