48 Gedanken zu „9. Dezember

  1. ODE AN DAS FAHRRAD

    Mein Fahrrad möcht’ ich nicht vermissen,
    Man sollt’ auf es ‘ne Flagge hissen.
    Es fährt bei Tag, es fährt bei Nacht,
    Es hat mir schon viel Spaß gebracht.

    Das Ding mit seinen Gummireifen
    Tut lautlos durchs Gelände streifen,
    Ein Motorrad, was ist das schon,
    Mein Fahrrad bringt mir Kondition.

    Es hat drei Gänge, das genügt,
    Es ist ein Ding, das niemals lügt,
    Es hat ‘nen Sattel, ganz aus Leder,
    So ein Fahrrad hat nicht jeder.

    Mein gutes Stück ist dunkelgrün,
    Es fährt problemlos nach Berlin,
    Mein Rad, das hat ‘nen Dynamo,
    Zur Not fährt’s auch bis Jericho.

    Es hat zwei Bremsen und ‘ne Klingel,
    Ja selbst der allergrößte Schlingel
    Fährt munter, heiter und auch froh
    Auf seinem kleinen Drahtvelo.

    Auf diesem Teil sitzt man bequem,
    Man radelt wirklich angenehm,
    Durch Feld und Wiesen, Wald und Flur,
    Ein jeder braucht das Fahrrad nur.

    Ich trete kraftvoll ins Pedal,
    Mein Fahrrad, das ist schon genial,
    Man kennt’s auf jedem Kontinent,
    Es ist ein Idealpatent.

    Es fährt zu jeder Jahreszeit,
    Sogar im Winter, wenn es schneit,
    Und wenn es glatt ist, meine Lieben,
    Dann kann man es zur Not auch schieben.

    (Von Johannes Fröhlich)

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    • Dieses Lob aus ihrem Munde (oder ihren Fingern) freut mich sehr, lieber Herr Ärmel. Oh ja, der Meinung bin ich auch, die gelungenste Maschine der Fortbewegung.
      Mittagliche Grüße aus dem Westen Deutschlands

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      • Als die Kinder klein waren und ich alle meine Motorräder verkaufte und die Fahrräder kaufte fiel mir einst auf, dass sich alle menschlichen Beziehungsformen an einem Fahrrad darstellen liessen.
        Wenn dann bis heute manchmal sehe, wie lieblos manche Menschen mit ihren Fahrrädern umgehen…
        Ich gäb was drum, hätte ich das damals aufgeschrieben.

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        • Bei Ihnen scheint es einiges im Doppelpack zu geben – Fahrräder, Kinder (wenn es denn zwei sind) und Motorräder, da waren es etwa auch zwei? Ein interessanter Gedanken, dass sich alle menschlichen Beziehungsformen an einem Fahrrad darstellen lassen.
          Herr Ärmel, warum schreiben Sie es heute nicht noch auf? Ich vermute, es wäre sehr lesenswert!

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