






Es war während er auf der Bank saß. Zuvor war er durch den Ort gegangen. Er hatte ein paar Tage frei und ließ sich treiben. Ein Museumsbesuch, ein Eis am Nachmittag, ein Spaziergang, ein Espresso in einem Café. Nun saß er und sah dem beginnenden Abend zu. Zwei Kinder liefen vorbei. „Anna, denk an die Lutscher morgen!“ Das war der Moment, der ihn innehalten ließ. Es gibt sie, die zugeworfenen, flüchtigen Sätze, die ins Innere wandern und etwas berühren. Die beiden Kinder waren schon wieder aus seinem Blickfeld verschwunden. Welche Schönheit und Unbeschwertheit in diesem Ruf liegt, dachte er. Als gäbe es nichts Wichtigeres als an Lutscher zu denken. Manchmal ist genau das das Wichtigste. Das Zuversichtlichste was geschehen kann. Mehr Vorfreude geht nicht. Der Satz erschien ihm wie ein Fenster, das weit geöffnet wird. Ein Fenster, das nach Lust ruft. Nach der selbstverständlichen Gewissheit eines Morgen. Er lächelte. Er lächelte dem Satz nach, der sich wie eine Decke um ihn legte.






Weißt du was ein kleiner Funke alles erreichen kann?
Da ist ein Funke
egal wie klein er ist
Auslöschen nicht möglich
Das lässt uns Zuversicht tanzen

Wir geben nicht auf
Den Glauben an uns selbst
an die Sterne, den kühlenden Wind
an freundliche Hände und Mut
Den Glauben an eine bessere Welt
Wir geben nicht auf

Mich würde nicht wundern
wenn du das auch schaffst
Denn du hast schon vieles geschafft
Ich sehe deine Augen zögern
als würden sie mir nicht glauben
Dann halte inne
sage dir
was du schon alles geschafft hast
Lass dir Zeit
Siehst du
Ich sehe
deine Augen leuchten


Wir müssen nicht immer das Warum verstehen
Legen wir uns in den Tag und die Nacht
mit all dem Nichtwissen
das unter unserer Haut wohnt
Neben den Angststrahlen
fühlen wir Funken der Zuversicht
Halten wir sie wach
tanzen mit ihnen
und begegnen uns mit offenen Augen
