






Der Mut, der sich noch nicht traut
gibt dem „noch“ etwas Zeit
bis es sich auflöst
wie der Nebel am frühen Morgen
Wir sehen den Fäden nach
strecken uns
gehen aufrechter
und pfeifen zum Klang des Windes

Immerwährendes legt sich in den Tag
es wird nicht für immer währen
doch für so lange
dass sich das Wort immerwährend eingewebt hat
Tageszeiten strukturieren uns
Abläufe nisten sich ein
Nachts halten Kissen die Gedanken weich
Das Hinterfragen bleibt aus
Gewohnheit ist wie Pattex
Es klebt sich fest
Das Abstreifen schwierig
Doch der Wind zupft an den Rändern
Dünne Fäden ziehen ihre Spur
lang und zäh
Dann brechen sie
Wir sind freier als zuvor
Strecken unsere Augen in das Blau des Himmels
Dem Unmöglichen streifen wir das Un ab
Lachen mit der Freiheit
und dem Mut zum Glücklichsein

Das Gras hat seinen Platz
Der Wind ist stärker als die Grenzen
Wolken gehen den Ideen nach
Alte Muster werden zu eng
Manchmal muss man etwas wagen
Die Zukunft anmalen
Beeren pflücken
und den Herzhunger stillen




Der Wind weht frei
Türen sind angelehnt
Der Himmel trinkt Gedanken
Jetzt finden wir
Lösungen statt Probleme
sagen wir
und gehen eine Spur aufrechter
Krokusse gehen ohne Mühe auf
Wir glauben ihrem Aufgehen
Der Frost wird weniger
und die Halme im Gras singen ihr Lied



Es bahnt sich an
lange zuvor
Irgendwann ist der richtige Zeitpunkt da
Dann gilt es
Ja zu sagen
leise für sich oder laut für die Welt
Es lebt sich nicht rückwärts
Mit Wind auf der Haut
das Heute öffnen


Der zweite Schritt vor dem ersten
würde uns stolpern lassen
Schritt für Schritt
so kommt man an
Feiere den ersten Schritt
Er ist womöglich
der mutigste von allen