Mein Buchmessen-Sonntag

Am frühen Morgen hatten auch die Kaffeebuden wieder auf, bereit zum letzten Tag der 78. Frankfurter Buchmesse:

Auf der Lesebühne der Unabhängigen Verlage hörte ich Emil Fadel zu, der aus seinem Buch „Schnittblumen machen mich traurig“ vorlas. Ein sympathischer Autor (der Sohn von Rafik Schami kann nur sympathisch sein):

Eine weitere lesenswerte Autorin erlebte ich auf der Literaturbühne. Eva Menasse mit ihrem Buch „Alleinruhelage“:

Eine der vielen Mitmachaktionen, die auf der Buchmesse zu finden waren:


Am Amnesty International Stand fand die Aktion „Beim Namen nennen – Gemeinsam gegen das Vergessen“ statt. Die OMAS GEGEN RECHTS Frankfurt lasen eine Namensliste Verstorbener vor, die bei ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken sind. Bewegend und eindrücklich:

Stellwände mit Porträts erinnerten an ermordete oder inhaftierte Journalisten und Journalistinnen weltweit:

Auch hier fanden Mitmachaktionen statt:


Immer wieder besuchte ich den OCM-Stand und es gab ein erfreutes Wiedersehen mit meinen Verlegern und gute Gespräche:

Da musste natürlich auch ein gemeinsames Bild her:

In dem Schöne Bücher Netzwerk sind neben dem OCM Verlag weitere tolle Verlage, so auch der Schillo Verlag und ich entdeckte die schönen lyrischen Betrachtungen von der lieben Bloggerkollegin Diana Jahr (Viele liebe Grüße, liebe Diana):

Später erlebte ich Daniela Dröscher mit ihrem Buch „Mädchen allein zu zweit“.
Am Morgen haben wir am Frühstückstisch noch miteinander geredet, da wir – was ein Zufall – im selben Hotel genächtigt haben. Schöne Begegnungen sind das. Nun war sie also hier auf der Bühne:

Gute wichtige Bücher am Katapult-Stand:


Und gute Worte, außerhalb eines Buchs:

Lesefreudige Menschen:

In diesem Jahr gab es die sogenannte Creator Lounge, in der Bloggende sich zurückziehen können. Dazu habe ich mich einladen lassen:

Wir wurden – wie auch im Pressezentrum – bestens versorgt:

Und die Beine, die in diesen Tagen viele Kilometer gehen, machten in dieser schönen Atmosphäre Pause:

Immer wieder führte mein Weg mich auch auf die Agora:

Auch hier fanden Veranstaltungen statt und es gab Signierzelte, Getränke- und Essenangebote und Pausenplätze:

Im Tschechien Pavillon fand eine Performance statt:

Das heutige Bild in diesem Pavillon (ich berichtete, es wurde täglich live ein neues Bild gezeichnet):

Auf der Literaturbühne erlebte ich Michel Friedman:

Er war im Gespräch mit Reiner Haseloff, Paula Fürstenberg und Benjamin Höhne zu dem wichtigen Thema „Demokratie“:

Die Abschlussveranstaltung ist alljährlich in dem Pavillon die feierliche „Gastrollenübergabe“. Die Gläser standen schon bereit:

Juergen Boos musste sich von dem Gastland Tschechien verabschieden, was ihm nicht leicht fiel, am liebsten würde er alle tschechischen Autorinnen und Autoren dabehalten, wie er sagte:

Vollbesetzte Stühle:

Nach guten Reden fand dann die Übergabe der GastRolle statt. Das Ehrengastland 2026 Tschechien übergab diese Rolle dem Ehrengastland 2027 Chile:

Die GastRolle ist ein speziell für die Frankfurter Buchmesse entworfenes Kunstobjekt und wird alljährlich um ein weiteres litertraisches Zitat von dem jeweiligen Gastland bereichert. Ich mag diesen Brauch sehr. Die Gastrolle, nun in den Händen von Chile:

Es gab Musik des Gastands 2027:

Für mich ging es zum Abschluss noch einmal zum Verlag, es gab herzliche Verabschiedungen und pünktlich zum offiziellen Ende um 18.30 Uhr lauten Applaus all der Menschen, die in den Hallen waren. Ein schöner Moment!
Es war eine wunderbare Buchmesse. Ich blicke dankbar auf diese Tage. Es waren reichhaltige und erfüllende Tage. Sie waren gefüllt mit großartigen Veranstaltungen, guten Gesprächen, Begegnungen, Wiedersehen, Kennenlernen, Netzwerken, Erzählen und natürlich tollen Büchern, Büchern, Büchern.
Es war ein Fest der Bücher und der Begegnungen.
In diesem Jahr fand ich besonders spürbar, dass die Buchmesse immer auch eine politische Messe ist. So viele Menschen, die hier klar ihre Haltung zeigen und sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen.
Ja, es war ein Fest:


Hier noch ein paar Zahlen: Mit insgesamt 236.000 Besuchenden (119.000 Fachbesuchenden und 117.000 Privatbesuchenden) aus 137 Ländern konnte die Frankfurter Buchmesse ihr hohes Vorjahresniveau halten. Es nahmen insgesamt 4.000 Ausstellende teil und es fanden mehr als 3.800 Veranstaltungen auf dem Messegelände und darüber hinaus statt.

Jede Buchmesse geht einmal zu Ende. So wurden die Teppiche wieder eingerollt:


Nun hieß es Abschied nehmen.
Ich freue mich schon jetzt auf die 79. Frankfurter Buchmesse, die vom 6. bis 10. Oktober 2027 stattfinden wird.
Doch zunächst darf diese reichhaltige Buchmesse nachklingen. Denn das tut sie. Vieles wirkt nach.
Ich hoffe, dass viel von dem Mut, der klaren Haltung, der Zuversicht und der Liebe zu den Büchern weiterwirkt und von hier aus in die Welt hinausdringt.
Wir alle gestalten diese Welt mit. Nutzen wir das.

Ich verabschiede mich mit einem letzten Bild von der 78. Frankfurter Buchmesse:


Dankbare und erfüllte Grüße
Marion