Wortgewebe – 15

Meraki

Meraki kommt aus dem Griechischen und bedeutet etwas mit Seele, Liebe und Hingabe tun.

Beinahe wären sie daran vorbeigelaufen. Doch da sie gerne rechts und links schaut, entdeckte sie das Café. Weiß lag es in der Frühlingssonne. Die Fenster waren geöffnet, sanfter Kaffeeduft strömte hinaus.
„Ich glaube, hier sollten wir reingehen. Was meinst du?“
Er musste sich nicht überreden lassen.
Auf den Holztischen standen Blumen, an den Wänden hingen Regale mit Büchern und zauberhaftem Krimskrams. Bilder in warmen Tönen schmückten den Raum, bunte Kissen lagen auf den Stühlen.
Sie wusste, hier waren sie richtig.
Nachdem sie diese Speisekarte gelesen hatten, bestellten sie einen Latte Macchiato, einen Cappuccino und zwei Frühstücksbowls.
Ihre Handys blieben aus. Es gab immer Geschichten in ihnen.
Als die Bedienung die Bestellung brachte, leuchteten ihre Augen. Es schmeckte mehr als gut. Immer wieder kam ein genüssliches „Mmmh“ über ihre Lippen.
„Ich glaube“, sagte sie, „das schmeckt so unglaublich gut, weil da in der Küche jemand etwas mit Seele tut. Mit Liebe und Hingabe.“
„Meraki“, sagte er.
Was für ein schönes Wort, dachte sie.
Sie nahm sich vor, es mit nach draußen und in ihren Alltag zu nehmen.
Doch noch waren sie hier.
Genau richtig.

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