
17./18. Juni – Schnipselgedicht



Schönen Urlaub und tanzt
am Strand, in den Bergen, auf der Wiese
Sucht nichts, lasst euch finden
Sammelt Schönes, Schräges und Wunder
Hört dem Wind zu
und dem Fremden, dem Nahen und euch selbst


Warum rauschen Blätter wenn der Wind darüber streicht?
Warum macht das Rot des Rotkehlchens mich glücklich?
Warum ist der Malkasten der Natur so schön?
Wovon träumt die Wiese?
Wovon wird das Gras geweckt?
Wovon wird der Himmel trunken?
Wer wohnt im Kern der Erde?
Wer webt die Morgendämmerung?
Wer sind die stillen Zeugen der Zeit?





Wenn über deinem Kopf eine Discokugel auftaucht
tanze
wo auch immer es ist
Vielleicht taucht sie unerwartet auf
mitten in einer Stadt
Tanze auch dort
wo es zunächst unmöglich scheint
Überall lässt sich tanzen
Der Himmel ist weit
Die Erde hat Platz
Die Luft liebt den Tanz


Den Morgengeräuschen zuhören
Den Himmel von unten betrachten
Johannisbeeren vom Strauch pflücken
Barfuß durchs Gras gehen
Das Schnurren der Katze hervorlocken
Sich vom Jasmingeruch betören lassen
Das Buch aufschlagen
Es ist viel zu schön
um es nicht zu machen