Findesatz-Gedicht 152

Was sind wir bereit zu geben?
Was ist ein Elternhaus?
Was ist meine größte Frage?

Wo bin ich?
Wo wohnt die Weisheit?
Wo geht die Sonne abends hin?

Wie fangen wir uns auf?
Wie bleiben wir uns treu?
Wie glaube ich an meine Träume?

7 Gedanken zu „Findesatz-Gedicht 152

  1. Das sind tiefe Fragen. Mir fallen dazu spontan diese ein:

    „Kamst Du bis zu den Speichern des Schnees,
    und sahst Du die Kammern des Hagels?
    Taten sich Dir die Pforten der Totenwelt auf
    schautest Du die Tore der Finsternis?
    Hattest Du acht auf die weiten Flächen der Erde?
    Bist Du zu des Meeres Quellen vorgedrungen,
    und in des Ozeans Tiefe einhergewandelt?
    Dort ist die Heimat des Saphirs und des Goldstaubes,
    aber kein Raubvogel kennt den Weg dorthin
    und kein Löwe schreitet auf ihm.
    Die Weisheit aber – wo findet man sie,
    und wo ist die Stätte der Einsicht?
    Das Urmeer spricht: „in mir ist sie nicht“,
    und der Ozean sagt: „Ich bin leer.““ (Hiob / Ransmayr)

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  2. Was sind wir bereit zu geben? Wir weiß ich nicht, aber ich weiß, was ich bereit bin zu geben.
    Was ist ein Elternhaus? Das, aus dem man kommt.
    Was ist meine größte Frage? Die schreibe ich hier nicht hin. :-)

    Wo bin ich? hier.
    Wo wohnt die Weisheit? Bei Gott. Und in der Stille, wo man Gott erfährt.
    Wo geht die Sonne abends hin? Sie schläft hinter den Wolken.

    Wie fangen wir uns auf? In der Kontemplation vielleicht.
    Wie bleiben wir uns treu? Sich immer wieder seiner Werte bewusst sein und sie leben und dafür einstehen.
    Wie glaube ich an meine Träume? Indem ich mir den nächsten Schritt überlege, um sie wahr werden zu lassen.

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  3. Liebe Maribey. Dein philosophisches Findefrage-Gedicht brachte ein paar mögliche Antworten hervor, hier sind sie für Dich:

    Wir sind bereit, alles zu geben.
    Ein Elternhaus ist eine Raketenstartrampe oder ein Sumpfloch. Manchmal auch eine Raketenstartrampe in einem Sumpfloch. Oder etwas dazwischen.
    Wer bist du?
    Gestern hier und heute da und morgen dort.
    Die Weisheit wohnt dort, wo nach ihr gesehen und gefragt wird.
    Die Sonne wandert abends weiter bis zu einem nächsten Morgen auf der anderen Seite der Erde.
    Wir sind auch zwei Füße voller Selbstvertrauen und zwei starke Arme und unsere Nächsten sind der doppelte Boden unter dem Drahtseil, auf dem wir über Abgründe balancieren.
    So treu wie wir anderen treu sind, so treu sind wir uns selbst gegenüber.
    Glaube allein reicht nicht. Es braucht auch Hoffnung und Liebe.
    Lehre Deine Alpträume lieben.

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