18 Gedanken zu „18. September

  1. Unbeschwert? Oder: wild, ausgelassen? Wir dürfen alles. Nur worauf wir uns einlassen, müssen wir auch auslöffeln. Besser aber mal wild als immer nur verklemmt. (Wo ist eig. vorn, wo hinten? Wohin der Arm zeigt, ist wohl vorn und das Gesicht. Doch die Füße zeigen in die andere Richtung. Wie geht das? Ist es eine Drehbewegung?)

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      • Nicht wahr? Es löst etwas aus, das sich Erinnerung nennt, und ich meine, es kommt von innen heraus, vielleicht eine Eigenschaft. Deshalb so schön die Frage, wo es ‚wohnt‘, somit ist es da. Vielleicht muss man es zulassen und nicht mit schlechtem Gewissen zurückdrängen.
        Und ja, im Laufe der Jahre lässt man es links liegen, man bewegt sich zwischen aufdringlichen Abhängigkeiten wie zwischen überhohen labyrinthischen Mauerscheiben…
        Aber wie gesagt, es stand vor mir und ich wusste wieder, es ist ein Teil von mir. Da möchte ich mich nicht beschweren und rufe ab und an ein ‚Hallo‘ in die Runde.
        Fröhliche Grüße!

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  2. Bei mir wohnt das Unbeschwerte irgendwo zwischen Zwerchfell und Lunge. Manchmal verklemmt es sich unter dem untersten Rippenbogen der Vernunft links. Meistens, wenn ich gerade zu ungeduldig, japsig oder zu schnell atmend vorwärts haste oder wenn ich mich dermaßen mit Grübelquark und Weltjammer bepacke, dass mein in die Jahre gekommenes Chassis knarzt wie ein Baum kurz vorm Umfallen und dann sticht dieses Unbeschwerte mich wie ein echtes Schwert mittenmang durch, das ja ebenfalls im Unbeschwerten zu finden ist. Tief durchatmen, hochstrecken und Hände hoch hilft meistens ganz gut gegen eingeklemmtes Unbeschwertes irgendwo zwischen Zwerchfell und Lunge.

    Das Foto ist so anziehend wie Deine Frage.

    Liebe Grüße

    Amélie

    Das

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  3. weiß er Himmel, wo es abgeblieben ist. Vorher war es in jeder frohen Menschenbegegnung, in jeder spontanen Umarmung, überall blühte es wie die Gänseblümchen und Kamillen. Seit die Leute Masken tragen und Abstand halten, kann ich es nicht mehr finden. Es wurde wohl erwürgt, einzementiert und in einem See versenkt. :(

    Gefällt 2 Personen

    • Ich freue mich auch darauf, wenn wir wieder unbeschwert umarmen können und Nähe genießen dürfen. Manchmal findet es sich auch hinter den Masken, in den lachenden Augen und den Worten und Gesten. Ich glaube, es ist noch da, das ist so stark, das lässt sich gar nicht einzementieren. Warte mal ab, es taucht wieder aus dem See empor.

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