47 Gedanken zu „12. April

  1. Nein, wollen hat für mich mit einer bewussten Entscheidung zu tun. Vieles habe ich gemacht, einfach so, unbewusst oder auch weil ich es nicht anders wusste, manches auch weil es nicht anders ging. Anderes ist passiert, ungewollt. Das alles gehört zu mir. Und inzwischen weiss ich vielleicht ein kleines bisschen mehr, was ich will.

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    • Sicherlich machen wir vieles unbewusst und entscheiden uns nicht immer bewusst. Doch ist nicht auch das, was wir unbewusst machen, für uns richtig gewesen, zumindest für den jeweiligen Zeitpunkt. Denn warum machen wir es sonst.
      Und ja, einiges passiert und kommt ungefragt zu uns. Auf dem Weg zu uns selbst zu sein und sich immer mehr kennen zu lernen, sind wir bestimmt immer und es ist ein spannender lohnenswerter Weg.
      Ich mag solche Sätze, auch, da sie ein Ja, ein Nein oder ein Jein hervorrufen und es freut mich, dass du und ihr euch anregen lasst und dadurch wieder weiter anregt.

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  2. Liebe Marion,
    Menschen die solches sagen, machen mir Angst. Ich fürchte, dass es ein Zeichen von mangelnder Reflexion ist, wenn ich so einen Satz sage. Klar ich spitze jetzt zu, aber es ist fast als behaupte ich: „Ja, ich wurde als Kind geprügelt aber es hat mir nicht geschadet.“
    Vielleicht ist ja auch nur das Erwachsenenalter gemeint und auch dann sind wir Zwängen unterworfen, die ziemlich sicher nicht immer den eigenen Wünschen entsprechen. Außer ich belüge mich und rede mir solche Situationen z.B. im Job oder um meinen Lebensunterhalt zu verdienen schön. Vielleicht stammt der Satz aber von einem*r Milliardenerben oder -erbin, wo monetäre Zwänge nicht bestanden, dann ist das vielleicht möglich als Erwachsene*r. Ich glaube aber, dass selbst dann eine große Portion Selbstbetrug zu der Aussage führt, auch wenn es noch so schön klingt. Denn wer will sich nicht so frei fühlen, solches von sich behaupten zu können.
    Liebe Grüße
    „Benita“

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  3. Eine Aussage die ich für mich nicht teilen mag.
    Hört sich ja gerade so an
    als das Leben nen Tangram wäre oder nen Malefizz und alle Schritte selbstbestimmt und planbar wie ein Reißbrettschach.

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    • Ich denke nicht, dass alle Schritte selbstbestimmt sind. Doch, das was wir machen, das machen doch wir und niemand anderes.
      Es gibt sicherlich Umstände, die wir nicht beeinflussen können und von Außen auf uns zukommen. Aber was ich in dem Rahmen, der mir zur Verfügung steht, dann mache – mit allen Randbedingungen – das ist doch meine Entscheidung und mein Machen.

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  4. ….. Nun ich kämpfe sehr mein Leben zu leben statt „gelebt zu werden“ und doch muss ich zugeben, dass das gelebt werden in meinem Leben von Anfang an massiv überwiegt und selbst das was ich entscheide und es ist doch Vieles ist oft aus der Not geboren und nicht das was ich möchte. Ich kann dann nur sagen es ist ein großes Glück solches von sich behaupten zu können, was der Satz sagt. Mein Leben verläuft leider anders. Ich habe eben weder die Wahl einen Beruf auszuüben, noch zu entscheiden wo ich wohnen möchte. Ich entscheide tlw. womit ich mich außer Traumatherapie befasse. Oft bleibt da wenig Kraft übrig. …… Aber gut wenn du willst spreche ich von reaktiver chronischer Krankheit nach massiver Gewalt. Wie schön, dass es Menschen gibt, die so leben können, dass ein solcher Satz auf sie zutrifft. Dennoch halte ich ihn für ein großes Privileg und nicht für die Norm, selbst wenn meine Situation eben am gegenteiligen Pol angesiedelt ist und genauso wenig der Norm bzw. einer Mehrheit entspricht.
    Aber ich mag noch anfügen, dass der Satz natürlich auch wieder die Frage aufwirft, ob wir (nicht bloß ich) generell tatsächlich so frei entscheiden können, wie dieser Satz es meint. (Es gibt Studien, die zeigen, dass das Unterbewusstsein bereits entschieden hat, bevor ich bewusst eine Entscheidung treffe. Oder dass Entscheidungen durch Substanzen aber auch Manipulationen in der täglichen Umgebung beeinflusst werden.) Muster durchbrechen ist eine Sache die nur bedingt geht. Wenn meine Muster aber konform zu gesellschaftlichen Usancen sind, fallen sie nicht auf und ein selbstbestimmtes Leben scheint real. Wie sehr ich Getriebene meiner Lage bin erkenne ich vielleicht erst, wenn ich darunter leide. Zudem schreibst du „oft habe ich die Wahl…“ Der Satz sagt, „Alles …. habe ich so gewollt.“ Diese Aussage zweifle ich tatsächlich an und halte sie für unreflektiert oder Selbstbetrug. Dass ich oft die Wahl habe, bezweifle ich keineswegs. Zumindest, dass ich glaube wählen zu können.

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    • Liebe Benita, das, was du von dir erzählst, lässt fühlen, dass es nicht immer leicht ist, selbstbestimmt zu leben. Deine Worte zeigen, wir leben nicht frei von der Geschichte und den Mustern, die uns umgeben.
      Doch ich lese in dem obigen Satz den Raum, sich einzubringen mit den Rahmenbedingungen, die da sind. Du hast dich zum Beispiel entschieden, eine Traumatherapie mitzumachen, eine bewusste klare Entscheidung und ein Versuch mit deiner Vergangenheit umzugehen.
      Ich kann verstehen, dass du keinen leichten Weg gehst und ich wünsche dir sehr, dass es dir zunehmend besser gehen wird.
      Vielleicht zeigt der Satz auch, was für den einen zutrifft, muss für den Nachbarn noch lange nicht zutreffen und wie subjektiv unser Erleben ist.

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      • Liebe Marion,
        Nein, so lese ich den Satz nicht, bei aller Mühe. Aber du kennst den/die Satzspender*in und kannst Intentionen dahinter erfassen, die mir verborgen bleiben. …. Traumatherapie zu machen ist in meinem Fall eine so freie Entscheidung, wie eine lebensnotwendige OP durchführen zu lassen. Ob es eine bewusste Entscheidung ist oder bloß der Impuls leben zu wollen, das bräuchte einen längeren Text als meine ohnedies langen Kommentare. ….. Ich glaube ja, dass wir uns an einander nur annähern können in unserem Erleben und das haben wir hier wieder einmal getan. Wie schön. 😄

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  5. Kann ich nicht unterschreiben, ich habe schon Vieles gemacht, abernicht immer geschah alles aus freien Stücken oder war bewusst oder so gewollt, maches habe ich bedauertund auf manches musste ich reagieren und mit dem Ganzen lernen zu tanzen, nein, so einfach ist es nun auch nicht! Was bleibt ist allein WIE ich etwas gemacht habe, ja, das bin immer ich gewesen, ob nun zum Guten oder nicht…
    Herzliche Grüße, Ulli

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  6. Egal wieviel wir bewußt oder unbewußt entscheiden und wollen. Wie wir selbst willentlich handeln oder von außen gehandelt werden. Im Endeffekt passiert es so wie es passieren soll ob es uns gefällt oder nicht. Wir alle „spielen“ Rollen in diesem Universum die einen Sinn machen, auch wenn es für uns im verborgenen bleiben mag. Mit der Erkenntnis lässt es sich recht gut leben bei dem Gedanken ab und an nicht der eigene Träger seines Tuns zu sein ;-) EinenSonnigenSonntagWünscheIch :-)

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