Zitat

2. Juli

„Das, was in der Zeit am intensivsten war, das lässt sich gar nicht mit der Kamera festhalten, das sind besondere Momente oder Begegnungen und Gespräche.“

Amerika

30 Gedanken zu „2. Juli

  1. Manchmal schon. Man kann einem Außenstehenden durchaus eine Ahnung des Erlebten vermitteln, mit Bildern und dazu passenden Metaphern, Zeilen – ohne in`s Detail zu gehen.

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    • Dem stimme ich zu. Ich mag es, Bilder zu betrachten und finde auch, sie geben einen Eindruck und lassen nachfühlen. Und doch ist vieles in all den wunderbaren Bildern nicht festzuhalten, das, was etwa in den Gesprächen wohnt und was eine Begegnung schenkte, eine Händedruck, ein Lied, das wir hörten, all das…

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  2. Das Grandiose, Überwältigende des Grand Canyon ließ uns seinerzeit still und ehrfürchtig werden und uns fehlten die Worte, um das auszudrücken, was in uns vorging. Es war Sylvester 1988 als wir im Pulverschnee oben den Abstieg auf dem Bright Angel Trip starteten und am Indian Garden dann 22° plus hatten. Um diese Jahreszeit gab es damals kaum Touristen. Als wir wieder oben ankamen, hatte in Deutschland bereits das neue Jahr angefangen, wir waren in dem Moment ein Jahr jünger oder älter -:))
    Wenn ich die alten Bilder betrachte, kommt zwar die Erinnerung wieder, aber es ist nicht das, was damals wirklich in und mit uns (Mann+Tochter) passierte, das war etwas sehr subjektives Empfundenes für jeden von uns und jeder empfand anders.

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  3. Das ist wahr. Oft kann man von solch schönen Momenten (wie z.B. fantastische Sonnenuntergänge) nur eine Ahnung dessen festhalten. Von anderen, intensiven Erlebnissen noch viel weniger. Das digitale Zeitalter hat dazu beigetragen, noch mehr noch schneller festhalten zu können, Aber manchmal vergißt man dabei das Genießen. Und ein Foto ist letztenendes immer ein Eindruck aus „zweiter Hand“. Es läßt sich eben nicht alles festhalten. Jeder Moment ist flüchtig und lebt in der Erinnerung unter Umständen doch noch am Schönsten :-)

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    • Dein Beispiel von einem Sonnenuntergang beschreibt es gut. Mag das Bild noch so grandios sein, der Wind, die Stille, die Ehrfurcht, die wir erlebten, während wir sahen, wie die Sonne im Meer versank, das wirkt stärker als jedes Bild.
      Ich dachte letztens bei einem Konzert ähnliches, wie das, was du beschreibst, im digitalen Zeitalter wird gezückt und geknipst. Da wurden zig Handy hervorgeholt und die Band genknipst. Wie schön, sind diese Momente, nur die Musik aufzunehmen, die Hände frei, ganz ohne Handy und Knöpfe.

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