36 Gedanken zu „16. März

  1. Das irgendwo ist halt manchmal weit weg. Da läuft man dann durch die Gegend und sucht den Anfang nach dem Ende im Irgendwo, dann sagen die Leute einem, dass das Irgendwo zu einem schon kommen wird und man weiß nicht, ob man jetzt also einfach sitzen und warten soll wie auf der Parkbank in der Sonne, und danach geht also die Sonne unter, ein weiteres Ende, und die Nacht beginnt, also ein Anfang, und man fängt an im Dunkel zu frieren. Dann hat das warme Licht ein Ende und der Anfang ist frostige Nacht. So war das doch nicht gedacht….?

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      Und wenn wir da auf der Parkbank sitzen, uns fröstelt und wir sehen nur die Nacht, genau dann müssen wir noch ein wenig warten, auch wenn wir keine Decke dabei haben und keine Hand, die unsere wärmt, auch wenn die Zuversicht gerade schläft, in einigen Stunden weicht das Dunkel und die ersten Strahlen wecken uns und kitzeln die Zuversicht wieder wach. Plötzlich oder schleichend ist es Tag. Dann ist es manchmal, als könnten wir Bäume ausreißen. Was wir natürlich nicht machen, die lassen wir wachsen, doch innerlich ist das Gefühl wieder da. Ganz viel Neues liegt vor uns und wir, wir dürfen losgehen, mitten in dieses Neue hinein.

      Gefällt 3 Personen

  2. Ja, ich habe es selbst erlebt. Wenn ich etwas/jemanden loslassen musste, begann für mich bald auch ein neuer Abschnitt mit neuen Menschen und Dingen. :-) Manchmal sieht man den Neubeginn, den Anfang nicht gleich, manchmal ist er leicht zu sehen. Doch einer ist immer da. :-)

    Herzliche Grüße

    Caroline

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  3. Naja, es geht auch kaum ohne, denn wenn wir Menschen irgendwo aufhören gehört es zum Leben,
    an anderer Stelle neu zu beginnen.
    Nahtlos geht das wohl nur in der Oberflächlichkeit mancher Dinge.

    Liebe Grüße,
    Silbia

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  4. Manchmal glaubt man es ja nicht – aber es muss wohl so sein.
    Kennst Du Hesses Gedicht?
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

    Hermann Hesse

    Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Gefällt 1 Person

  5. Und wieder so ein wunderschöner Satz, der den Weg in mein Notizbuch findet, und das Hesse-Gedicht und ein paar der klugen Gedanken hier noch dazu – um irgendwann hervorgeholt zu werden, wenn die Seele Nahrung braucht, Inspiration.
    Viele liebe Grüße, Andrea

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