Zitat

30. März

„Ich wollte ihm schreiben, er sei ein Rowdy, aber habe ich dann nicht gemacht, da ich nicht weiß, wie man Rowdy schreibt.“

Bild Ludwig Forum

 

30 Gedanken zu „30. März

  1. Die Diskrepanz zwischen der gewählten Ausdrucksweise, dem Inhalt (jemanden schriftlich auf ein Fehlverhalten hinzuweisen, doch nur in korrekter Rechtschreibung) einerseits, und der Unkenntnis über die Rechtschreibung andererseits deutet auf einen sehr interessanten und liebenswerten Satzspender hin. Ich bin von diesem Satz geradezu bezaubert :-). Einen schönen Tag Dir von Jana

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        • Sprache ist schön, ja!
          Am Wochenende habe ich an einem Schreibseminar teilgenommen, eine Übung nannte die Leitung „Synästhesie“ und ich habe an dich gedacht. Wir waren eingeladen unsere spontane Assoziation aufzuschreiben zu Fragen wie: Was ist die Farbe von Stille?
          Wie klingt Liebe?
          Wo lebt Kummer?
          Spannend, einige Antworten ähnelten sich, andere waren ganz unterschiedlich.

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            • Kummer war zum Beispiel bei einigen im Bauch, bei anderen im Herzen, in der Seele, unter der Haut. Es ging immer um die erste spontane Assoziation und um lediglich ein Wort. Stille hatte viele Farben, von zartrosa, gelb, ein sanftes grün, grau oder weiß. Es gab noch einige andere Fragen: Was ist die Farbe von Hass? Wie geht Neid? Wonach schmeckt Trauer? Wie spricht Traurigkeit?

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          • Oh, das klingt ja spannend… und wie schön, dass Du an mich gedacht hast :-) Synästhesie wird ja auch von Nicht-Synästhetikern als Stilmittel verwendet – „süßer die Glocken nie klingen“ etc. Die Fragen finde ich sehr gut. Regten bestimmt an. Würde ich an einem solchen Seminar teilnehmen, würde ich wahrscheinlich versuchen, meine genuine Synästhesie von den freien Assoziationen, die meiner Fantasie entspringen, zu trennen. Also der Frage nachgehen, was für eine Farbe Stille an sich hat (und nicht nur das Wort), sondern der Zustand. Das wäre ganz schön schwierig für mich…. oder einfach beides aufschreiben.
            Einen guten Tag Dir :-)

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            • Bei „süßer die Glocken nie klingen“ habe ich bisher nicht drüber nachgedacht, obschon ich es oft gesungen habe.
              Es waren gute Fragen, sehr gut zur Anregung und zum Schreibstart. Was ist die genuine Synästhesie, die spontane, sozusagen unfreiwillige? Oh ja, dann wäre es für dich eine doppelte Herausforderung und zwei Wörter aufschreiben wäre auch möglich, alle Regeln beim kreativen Schreiben sind dazu da, geändert zu werden.

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              • Genau, die genuine Synästhesie ist die unfreiwillige und unveränderliche, zunächst unbewusste Verbindung von Sinnen. Beim Stilmittel dagegen koppelt man zwei Sinneseindrücke mehr oder weniger bewusst, bzw. nach Gefühl. Regeln ändern beim Schreiben finde ich toll und befreiend :-)

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  2. *lach*, tja, die Gelegenheit ging vorbei, schade, auch Raudi hätte er wohl verstanden. Dann muß man aber über dumme Antworten erhaben sein, befürchte ich *g*
    Aber statt Rody – Rüpel, das hätte doch auch gut gepasst.

    Das Augenzwinkern freut mich jetzt.

    LG von mir

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    • Raudi, Rody, Raudy… ich glaube, er hätte alles verstanden, obschon wir bekanntlich das hören, was wir hören möchten, doch aus einem Rowdy einen Rosenkavalier zu machen, bedarf schon einiger Fantasie.
      Das Augenzwinkern war definitiv da :-) Liebe und stürmische doch sonnige Grüße zu dir.

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