„Wie viel Raum gibst du deinem Schrei?“

Hat der Wind ein Ziel?
Wie viel Raum gibst du deinem Schrei?
Fühlt der Regen wenn er die Erde berührt?
Bewegst du dich im Kreis?
Hat die Sonne Durst?
Welche Brücken baust du?

Hat der Wind ein Ziel?
Wie viel Raum gibst du deinem Schrei?
Fühlt der Regen wenn er die Erde berührt?
Bewegst du dich im Kreis?
Hat die Sonne Durst?
Welche Brücken baust du?




Der Wind weht frei
Türen sind angelehnt
Der Himmel trinkt Gedanken
Jetzt finden wir
Lösungen statt Probleme
sagen wir
und gehen eine Spur aufrechter
Krokusse gehen ohne Mühe auf
Wir glauben ihrem Aufgehen
Der Frost wird weniger
und die Halme im Gras singen ihr Lied




Wir reisen in ferne Länder
sammeln Stempel in Pässen
stellen Souvenirs auf Kommoden
Wir rufen Nein an den Grenzen
bauen Mauern aus Misstrauen
stehen auf der sicheren Seite
In einer unscheinbaren Hütte
in einem Dorf am Rand der Welt
sagt eine alte Frau
Wir sind alle eine große Familie
Ihre Worte wiegen viel




Einfach Mensch sein
mit Gedanken die springen
Händen die suchen
Beinen die ihren Weg gehen
Der Himmel schaut zu
Wind atmet sich ein
Der Boden hält viel
Wir sind gefragt
Die Welt ist rund
Was machen wir
damit niemand fällt




Denkt das Universum über sich selbst nach?
Kann ein Gedanke schwerer als ein Planet sein?
Wohnt in jedem Nein ein Ja?
Leuchten manche Ideen heller als ein Stern?
Ist eine 1 einsam?
Was passiert zwischen zwei Gedanken?


