Was ganz anderes heute…

Heute keinen Findesatz, sondern ein paar mehr Sätze von mir, die ich sonst immer nur so kurz hier schreibe. Ein paar Gedanken zum Klima, da ich das Thema so dringlich finde. Deshalb teile ich hier meinen Beitrag, den ich auf Facebook gepostet habe:

Wenn ich mir meine Timeline anschaue, fällt mir auf, dass da in letzter Zeit das Thema Klimakrise verstärkt zu finden ist.
Natürlich besteht mein Leben auch aus vielen anderen Themen und Erlebnissen und ich könnte über das letzte Schreibseminar oder über einen schönen Abend im Garten erzählen. Doch das Thema Klimakrise beschäftigt mich und irgendwie kann ich im Moment gar nicht anders als auf das Thema immer wieder hinzuweisen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein lebensfroher und optimistischer Mensch bin, dessen Glas mindestens halbvoll ist. Beim Thema Klima sehe ich jedoch, dass das Glas sehr leer geworden ist und da kann ich nicht so tun, als sei alles gut und fröhlich meinen Freunden zuprosten.
Es fängt schon mit dem Wort Klimawandel an, das ich selbst bis vor kurzem immer nutzte. Worte beeinflussen unser Denken und Handeln und deshalb finde ich es wichtig, es als das zu benennen, was es ist: eine tiefe Krise, eine Klimakatastrophe. Denn Wandel verschleiert die Dringlichkeit. Wenn wir Wandel hören, meinen wir, da wandelt sich was, naja, okay, etwas geht aber dafür wird etwas anderes entstehen. Beim Thema Klima ist das leider nicht so. Greta Thunberg hat recht, wenn sie sagt, unser Haus stehe in Flammen. Da wird es bald zu spät sein, wenn wir nicht endlich handeln. 1,5 Grad oder 2,5 Grad Erderwärmung, wir können meinen, was macht schon 1 Grad aus, ob es draußen 20 oder 21 Grad sind, macht schließlich auch nicht so einen großen Unterschied. Und jetzt wecken all diese jungen Menschen viele von uns und mich auf und machen deutlich, was es bedeutet, wenn wir das 1,5 Grad Ziel in den nächsten Jahren nicht erreichen. Die Wissenschaftler sagen es uns auch schon längst deutlich, doch es ist so bequem, wegzuhören. Zeit haben wir nicht mehr viel, so viel steht fest. Nach neuesten Untersuchungen nur noch wenige Jahre, bevor unwiederbringlich zu spät ist, was wir der Erde antun. Wenn es draußen heiß ist, fühlen wir, was Klimakrise bedeuten kann, dann bekommen wir Angst, dann rückt das Thema auch bei uns näher.
Wenn wir jetzt nichts ändern, wird es in wenigen Jahren so sein, dass wir zwangsläufig ganz anders leben müssen, da dann die Auswirkungen der Klimakatastrophe direkt da sind.
Ich bin eine, die mit dem Netz zum Einkaufen geht, mit dem Brotbeutel zum Bäcker und unverpackte Haarseife nutzt, dann bin ich froh, was fürs Klima gemacht zu haben. Dabei weiß ich es doch, dass diese kleinen leicht machbaren Schritte zwar sinnvoll sind, doch noch lange nicht ausreichen. Auch ich nutze zu oft das Auto, bin erst vor einigen Monaten innerhalb Europas geflogen, produziere zu viel Müll und mein ökologischer Fußabdruck ist zu hoch.
Wann werden wir endlich wach und erkennen, dass wir viel dringlicher handeln müssen. Denn wenn wir das nicht machen, ist es bald vorbei mit unserem ach so schönen Leben hier. Ich bin eine, die immer die Hoffnung sucht, doch auch hier hat Greta Thunberg recht, die sagt, wir müssen in Panik geraten. Ja, denn nur dann sind wir bereit, etwas zu ändern. Und ich bin überzeugt, wir alle können etwas ändern, jede und jeder von uns, im Kleinen von unten – diese weltweiten Demos, die nicht mehr zu stoppen sind, gehen schließlich auch von einem 16-jährigen Mädchen aus! – und schließlich geht es dann auch darum, den Druck zu erhöhen, dass endlich auch politisch und von oben gehandelt wird und notwendige klimafreundliche Beschlüsse erlassen werden.
Ich bin dankbar für all diese jungen Menschen, die sich einsetzen, die mutig demonstrieren, die uns aufwecken, die Stimme erheben, die sagen, es muss sich etwas ändern. Ich bin dankbar für all die Menschen, die sie unterstützen. Für all die guten Ideen zur Nachhaltigkeit, die es gibt. Es muss sich schnell etwas ändern, denn Zeit uns zurückzulehnen und erst mal wieder drüber zu reden haben wir nicht mehr. Konkretes Handeln muss folgen.
Was konkret tun? Ich glaube, wir können eine Menge tun, jeder kleine Schritt, mit dem wir nachhaltig leben, ist wichtig. Möglichkeiten gibt es viele, von Verpackung sparen, Rad oder Bahn anstelle Auto nehmen, einen ökologischen Stromanbieter wählen, überlegen, wo das herkommt was wir kaufen, bis hin zu den Demonstrationen gehen und die jungen Menschen unterstützen, denn sie brauchen auch unsere Stimme.
Auch hier in den sozialen Netzwerken empfehle ich Seiten zu abonnieren, die sich dem Klima widmen, etwa Fridays for Future, UWG-Aachen, Utopia, Greenpeace, Bund für Umwelt und Naturschutz, Campact und viele andere. Hier finde ich die sozialen Netzwerke richtig sinnvoll, denn sie vernetzen tatsächlich, verweisen auf Aktionen und geben Tipps und Ideen.
Ich bin überzeugt, jede und jeder kann mit seinen Möglichkeiten etwas machen und manchmal müssen wir auch die Komfortzone verlassen und etwas mehr machen. Und das fühlt sich sogar gut an.
So möchte ich am Ende noch sagen, lasst uns bitte alle wach bleiben und aktiv sein, denn die Erde ist wunderschön und ich bin sicher, wir alle möchten, dass wir und noch viele Menschen nach uns diese Wunder erleben und lebenswert leben können.

See Slo

7 Gedanken zu „Was ganz anderes heute…

  1. Oh, der erste Kommentar, wie schade. Du hast natürlich mit allem recht liebe Marion und wir brauchen gar nicht auf die Politik oder die Global Player zu warten, denn jeder kann in seinem Bereich etwas tun. Wer Auto fährt kann ja vorausschauend fahren, doppelte Fahrten vermeiden und mal nicht jeden Sonntag mit dem Auto raus aufs Land. Mann kann zu Hause Strom, Wasser und sogar Müll sparen. Viel weniger Wegwerfartikel anschaffen, dazu zählen auch Schuhe, die nach einem Sommer kaputt gehen. Auch sollte niemand ein Elektroauto fahren! Hä, das ist doch total sinnvoll!!! Ist es leider nicht, solange für die Akkus die Umwelt zerstört wird und wir Bodenschätze unwiederbringlich abbauen, von denen es nur sehr wenig auf unserem Planeten gibt. Um das CO² eines Akkus zu kompensieren, muss die Kiste alleine 7 Jahre lang gefahren werden, und da ist der Rest des Fahrzeugs nicht mal mit berücksichtigt, doch natürlich will die Wirtschaft weiter jedem sein Auto vor die Tür stellen, besser wäre es aber sich Fahrzeuge zu teilen, denn selten benötigt man das Fahrzeug den ganzen Tag oder das ganze Jahr. Wir benötigen viele neue Verhaltensweisen, doch bei der Umwelt könnten wir die Digitalisierung endlich mal positiv nutzen, anstatt nur Arbeitsplätze damit zu vernichten. Ich habe erstmal fertig :-)

    Gefällt 2 Personen

    • Die haben vielleicht alle gewartet, damit du als erster kommentieren kannst:-)
      Ich finde es sehr wichtig, dass wir in unserem eigenen Umfeld etwas machen und da gibt es sicherlich noch viel Raum nachhaltiger zu leben und das eigene Komsumverhalten zu hinterfragen.
      Elektroautos mit Wasserstoff wären eine gute Möglichkeit, vielleicht wird da mal mehr möglich sein.
      Carsharing sicherlich auch ganz sinnvoll und generell könnten wir mehr technische Geräte mit der Nachbarschaft teilen und ausleihen. Mehr Bus und Bahn fahren. Kreuzfahrten kritisch sehen.
      Du sagst es, wir brauchen mehr neue Verhaltensweisen.
      Was mir Hoffnung gibt, dass das Thema Nachhaltigkeit langsam aber sicher bei allen ankommt und sich von unten vieles bewegt.

      Gefällt 1 Person

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